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US-Börsen wieder im Minus - Dow unter 12.600 Punkten - gemischte Immobiliendaten - Facebook, J.C. Penney, Stapels

Franziska Schimke

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Der Dow Jones startet zur Wochenmitte nahezu unverändert mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 12.659 Punkten in den Handelstag.

Die Unsicherheit um den Verbleib Griechenlands in der Eurozone belastet die Märkte weiterhin. Die schlechten Nachrichten aus Griechenland treiben die Aktionäre aus dem Markt und zwingen den Euro in die Knie. In Griechenland stehen nun voraussichtlich am 17. Juni Neuwahlen an. Die Gefahr ist real, dass Parteien die Mehrheit erringen, die den Sparkurs des Landes aufkündigen wollen. Damit wäre eine Pleite und der Austritt Griechenlands aus der Eurozone wohl nicht mehr zu verhindern. Die EZB wappnet sich nach Medienberichten bereits für dieses Szenario.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erneut ausdrücklich für einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone ausgesprochen. Allerdings müssten sich alle gegenseitig und aufeinander verlassen können. Die getroffenen Absprachen müssten eingehalten werden.

Stützende Signale kamen hingegen von Konjunkturseite. Die Daten vom Immobilienmarkt wurden bereits vor Börsenstart veröffentlicht. Während die Zahl der Baubeginne stärker als erwartet anstieg, sank die Zahl der Baugenehmigungen. Die Industrieproduktion im April stieg überraschend stark an. Im Monatsvergleich hat sie um 1,1 Prozent zugelegt, teilte die US-Notenbank am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg um 0,6 Prozent gerechnet. Auch die Kapazitätsauslastungen kletterten auf 79,2 Prozent. Volkswirte hatten lediglich mit 79,0 Prozent gerechnet.

Zum Handelsende schloss der Dow Jones bei 12.599 Punkten einem Minus von 0,3 Prozent. Somit ist die nächste Runde Marke von 12.600 Punkten nach unten durchschritten worden. Der Nasdaq Composite geht mit einem Minus von 0,7% bei 2.874 Zählern aus dem Handel. Während der breiter gefasste S&P 500 0,4 Prozent auf 1.325 nach gibt. 

Die größten Gewinner beim Dow Jones waren: GE (+3,3%), Pfizer (+1,5%), Merck (+1,3%). Die größten Verlier waren: Bank of America (-2,6%), Alcoa (-2,5%), JPMorgan (-2,2%).

Der einstige Apple-Manager Ron Johnson muss beim radikalen Umbau der drittgrößten US-Warenhauskette J.C. Penney durch schwere Turbulenzen. Im ersten Quartal sackte der Umsatz um ein Fünftel auf 3,15 Milliarden US-Dollar ab. Es gab zudem einen unerwartet hohen Verlust von 163 Millionen US-Dollar. Johnson versicherte nach Vorlage der Zahlen, dass J.C. Penney in diesem Jahr noch Geld verdienen werde. Die Aktie brach um 19,7 Prozent ein.

Deere & Co., der weltgrößte Hersteller landwirtschaftlicher Maschinen, meldete dass sie im zweiten Quartal angesichts eines starken Umsatzwachstums einen höheren Gewinn erzielt hat. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 1,06 Milliarden US-Dollar, gegenüber 904,3 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Wie der Konzern weiter mitteilte, rechnet er für das laufende Geschäftsjahr nun mit einem Nettogewinn von rund 3,35 Mrd. Dollar. Die Aktie verliert 3,2 Prozent. 

Staples, der größte Einzelhändler für Büroartikel in den USA, hat im ersten Quartal weniger verdient, was vor allem auf eine schwache Entwicklung der internationalen Umsätze zurückzuführen ist. Die Ergebniserwartungen wurden auf bereinigter Ebene jedoch erfüllt, während die Umsatzerwartungen verfehlt wurden. Der Nettogewinn für Staples nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 187,1 Millionen US-Dollar bzw. 27 Cents pro Aktie. Der bereinigte Gewinn erreichte im Berichtszeitraum 30 Cents pro Aktie. Der Umsatz lag mit 6,10 Milliarden US-Dollar um 1,1 Prozent unter Vorjahresniveau. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 30 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 6,19 Milliarden US-Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von 23 Cents bei Erlösen von 5,79 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Die Aktie im Minus mit 5,7 Prozent. 

Target konnte im ersten Geschäftsquartal dank einer günstigen Witterung und einem frühen Ostergeschäft ein leicht höheres Ergebnis ausweisen. Wie der zweitgrößte Discount-Händler in den USA verkündete, kletterten die Umsatzerlöse um 6,1 Prozent auf 16,54 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn stieg um 1,2 Prozent auf nun 697 Millionen US-Dollar bzw. 1,04 US-Dollar pro Aktie. Der Konzern erhöht daraufhin die Prognose. Er geht jetzt selbst von einem bereinigten EPS-Ergebnis von 4,60 bis 4,80 (bisher: 4,55 bis 4,75) US-Dollar aus. Die Aktie gewinnt 0,4 Prozent. 

Der US-Modekonzern Abercrombie & Fitch meldete, dass sie im ersten Quartal einen Gewinneinbruch hinnehmen musste. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 3 Millionen US-Dollar bzw. 3 Cents pro Aktie. Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum um 10 Prozent auf 921,2 Millionen US-Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 951,3 Millionen US-Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von 40 Cents bei Erlösen von 1,05 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Dabei hatte der Konzern unter einer schwachen Entwicklung in Europa zu leiden. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. Zudem wurde der Ausblick bestätigt. Darüber hinaus wurde das laufende Aktienrückkaufprogramm aufgestockt. Die Aktie im Minus mit 13 Prozent. 

Die Nachfrage nach Facebook-Aktien scheint nahezu keine Grenzen zu kennen. Das soziale Netzwerk hat Kreisen zufolge die Zahl der beim Börsengang angebotenen Papiere um ein Viertel von 340 auf 421 Millionen Stück erhöht. Damit könnte der Erlös auf bis zu 16 Milliarden US-Dollar steigen. Mit der Bekanntgabe des Ausgabepreises wird am Donnerstag gerechnet. Am Dienstag Abend musste das Unternehmen allerdings einen Rückschlag hinnehmen. General Motors hat seine Werbeauftritte bei Facebook zurückgefahren.

Die Hinweise auf ein größeres neues iPhone von Apple verdichten sich. Damit würde man sich der Bildschirmgröße des iPhone-Jägers Samsung Galaxy S3 annähern. Mit dem schon länger erwarteten Schritt würde Apple an die größeren Bildschirme von Smartphones mit dem Android-Betriebssystem anknüpfen. Die Aktie verliert 1,3 Prozent. 

Die Deutsche Telekom drückt bei ihrer US-Mobilfunktochter weiter auf die Kostenbremse. Bei T-Mobile USA würden zusätzlich 900 Stellen wegfallen, teilte das Unternehmen mit. Erst im März waren Pläne zum Abbau von 1.900 Jobs und zur Schließung von sieben Callcenter bekannt geworden.

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