US-Börsen weiterhin freundlich - Gemischte Wirtschaftsdaten - Moody's stuft spanische Banken herab - Microsoft kauft soziales Netzwerk
Am Dienstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,3 Prozent hinzu.
Anleger halten sich bis zum Beginn des EU-Gipfel bedeckt. Die Portfolio werden aufgeräumt, um nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Die Umsätze sind weiter gering, die Anleger stellen sich auf einen erfolglosen Gipfel ein. EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy möchte allerdings tiefgreifende Reformen der Euro-Währungsunion auf den Weg bringen.
Nachdem die Ratingagentur Moody's am Montagabend 28 spanische Banken herabgestuft hatte, wirkte sich das am Dienstag kaum aus. Unterdessen wurde in Griechenland der Wirtschaftswissenschaftler Yannis Stournaras als neuer Finanzminister benannt. Sein Vorgänger musste wegen einer Erkrankung auf das Amt verzichten.
Von Konjunkturseite kam am Morgen der Case Shiller Hauspreisindex für die wichtigsten 20 US-Städte. Er stieg im April um 1,3 Prozent. Das ist deutlich besser als von Analysten zuvor erwartet. Im Vormonat war der Index um 2,6 Prozent gesunken.
Das Verbrauchervertrauen sank im Juni von 64,9 auf 62,0 Punkte. Analysten hatten mit 64,0 Punkten gerechnet. Am Freitag kommt das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 12.535 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,6 Prozent bei 2.854 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,5 Prozent bei 1.320 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Chevron (+1,9%), General Electric (+1,5%) und Exxon (+1,5%). Die größten Verlierer waren: Kraft Foods (-2,2%), Hewlett Packard (-1,0%) und E.I. DuPont de Nemours (-1,0%).
Der US-Medienkonzern News Corp. bestätigte die Überlegung, sich in zwei Unternehmen spalten zu wollen. Danach könnte der Konzern seine Publishing-Assets (Zeitungen, Buchverlage) von seinen Entertainment-Aktivitäten trennen (Film- und Fernsehgeschäft). Die Aktie schloss bei 8,3 Prozent im Plus.
Die Nummer zwei bei Facebook, Sheryl Sandberg, baut ihre Macht im Unternehmen weiter aus. Die für das Tagesgeschäft zuständige Managerin und rechte Hand von Firmengründer Mark Zuckerberg zog nun in den Verwaltungsrat ein. Die Aktie bei 3,2 Pozent im Plus.
Jetzt ist es offiziell: Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft übernimmt das soziale Netzwerk Yammer für 1,2 Milliarden Dollar. Yammer ist eine Art Facebook für Geschäftsleute. Damit lassen sich Kontakte innerhalb von Unternehmen pflegen. Damit kann Microsoft seinen Firmenkunden neue Dienstleistungen anbieten. Yammer hat fünf Millionen Nutzer. Die Microsoft-Aktie tendierte bei 0,5 im Plus.
Der Gewinn des amerikanischen Chemiekonzerns H.B. Fuller ist im zweiten Quartal trotz deutlich höherer Umsätze gesunken. Das lag vor allem an Sonderbelastungen. Die Erwartungen wurden trotzdem geschlagen. Die Aktie 8,1 Prozent im Plus.
Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin wird das italienische Verteidigungsministerium mit Spionage-, Überwachungs- und Aufklärungsflugzeugen beliefern. Die Aktie verliert 1,0 Prozent.
Der US-Baukonzern für Eigenheime Lennar führt derzeit Gespräche mit der China Development Bank über die Beschaffung von 1,7 Milliarden Dollar an Kapital. Das berichtet das Wall Street Journal. Der Konzern will damit zwei Projekte anschieben. Die Aktie schließt 3,0 Prozenz im Plus.
Es wird weiterhin über den Gesundheitszustand von Google-Chef Larry Page spekuliert. Er selbst schrieb eine E-Mail an die Mitarbeiter, in der er seinen Zustand als nicht ernsthaft beschrieb. Die Aktie 0,7 Prozent im Plus.
Am Mittwoch schauen wir auf Zahl der Hypothekenanträge, die Auftragseingänge für langlebige Güter und die anstehenden Hausverkäufe.
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