US-Börsen weiter im Minus - Arbeitsmarktdaten enttäuschen - Amazon, Boeing im Fokus - Ausblick auf die kommende Woche
Am Freitag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,9 Prozent. Es wirkte noch die Enttäuschung über die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank nach. EZB-Präsident Draghi hatte am Donnerstag ein eher düsteres Bild der Wirtschaftsentwicklung gezeichnet. Unterdessen setzte die Troika ihre Kontrollen in Griechenland fort.
Eine Stunde vor Börsenstart kamen die offiziellen Arbeitsmarktdaten der US-Regierung für Juni. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 8,2 Prozent. 80.000 neue Jobs wurden geschaffen. Analysten hatten zuvor mit 100.000 neuen Arbeitsstellen gerechnet. Das ist weiterhin zu wenig für eine Erholung der US-Wirtschaft. Die Zahlen enttäuschten die Börsianer und schickten die Kurse weiter ins Minus.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 1,0 Prozent bei 12.772 Punkten. Auf die Woche verliert der US-Index gut 0,8 Prozent. Der Nasdaq Composite verlor am Freitag 1,3 Prozent bei 2.937 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,9 Prozent bei 1.355 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: McDonald´s (+0,4%), Wal-Mart (+0,4%) und AT&T (+0,3%). Die größten Verlierer waren: Hewlett-Packard (-3,5%), Caterpillar (-2,5%) und Alcoa (-2,2%).
Amazon plant ins Handygeschäft einzusteigen. Der weltgrößte US-Onlinehändler arbeite mit dem chinesischen Auftragsfertiger Foxconn an einem Gerät, das mit dem iPhone von Apple konkurrieren soll, das berichten Medien.
US-Flugzeugbauer Boeing konnte im ersten Halbjahr Erzrivalen Airbus davon fliegen. Von Januar bis Juni lieferte das Unternehmen 287 Maschinen aus, Airbus kam auf 279 Flugzeuge.
Der US-Stromerzeuger Dynegy ist insolvent und hat nach Chapter 11 Gläubigerschutz beantragt. Der Antrag wurde beim selben New Yorker Gericht eingereicht, das bereits das Insolvenz-Verfahren der Tochtergesellschaft Dynegy Holdings betreut.
In der kommenden Woche beginnt am Montag traditionell die Berichtssaison mit Alcoa. Außerdem veröffentlichen JPMorgan Chase, Wells Fargo und Texas Industries Zahlen. Von Konjunkturseite gibt es diese Termine:
Montag
Verbraucherkredite Mai
Quartalszahlen: Alcoa AMC
Dienstag
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Mittwoch
Zahl der Hypothekenanträge
Handelsbilanzdefizit Mai
Großhandel Mai
FOMC Sitzungsprotokoll
Quartalszahlen: Chevron, Texas Industries, Marriott
Donnerstag
Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
Importpreise
Exportpreise
Staatshaushalt Juni
Freitag
Erzeugerpreise
Verbrauchervertrauen Uni Michigan (Schätzung)
Quartalszahlen: JP Morgan Chase, Wells Fargo
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