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US-Börsen uneinheitlich: Dow nach Vier-Jahres-Hoch im Minus, Nasdaq im Plus - Arbeitsmarktdaten und Europa belasten - Facebook, MasterCard, Time Warner

Manuel Koch

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Der US-Handel ist am Mittwoch mit leichten Verlusten gestartet. Der Dow Jones verlor zu Beginn knapp 0,2 Prozent, nach dem er am 1. Mai mit einem Plus von 0,5 Prozent und auf einem Vier-Jahres-Hoch freundlich aus dem Handel gegangen war.

In Europa steht weiter Spanien im Fokus. Ausländische Anleger flüchten zurzeit massiv aus den Staatsanleihen des angeschlagenen Landes. Die Anleger stießen im März Staatspapiere von 20 Milliarden Euro ab. Damit sank ihr Engagement um 9,3 Prozent. Auf der Käuferseite stehen vor allem spanische Banken. Außerdem steht am Sonntag in Griechenland die Parlamentswahl an.

Das soziale Netzwerk Facebook drückt jetzt anscheinend beim Börsengang aufs Tempo. Als Termin sei der 18. Mai jetzt genannt worden, berichteten US-Medien. Zuletzt wurde darauf spekuliert, dass Facebook-Gründer Marc Zuckerberg den auf bis zu zehn Milliarden Dollar geschätzten Börsengang auf Anfang oder Mitte Juni verschieben könnte.

Von Konjunkturseite enttäuschte der ADP-Arbeitsmarktbericht und ließ den Markt noch ein wenig weiter am Vormittag ins Minus gehen. Im April wurden demnach nur 119.000 neue Jobs geschaffen, erwartet hatten Analysten 170.000. Beim Bau und im produzierenden Gewerbe sind jeweils 5.000 Stellen sogar weggefallen. Nur im Servicebereich wurden 123.000 meist wenig qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen. Am Freitag kommen die offiziellen Arbeitslosenzahlen der US-Regierung heraus.

Die Industrieaufträge fielen im März schlechter aus als erwartet. Im Monatsvergleich ging das Auftragsvolumen um 1,5 Prozent zurück. Im Vormonat war der Wert noch um 1,3 Prozent gestiegen.

Die Zahl der Hypothekenanträge präsentierte sich in der Vorwoche mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent kaum verändert. In der Vorwoche gingen die Anträge noch um 3,8 Prozent zurück.

In den USA stiegen in der vergangenen Woche die Lagerbestände an Rohöl abermals an. Die Vorräte an Ölprodukten gaben hingegen weiter nach. Die Ölreserven kletterten um 2,8 Millionen Barrel auf 375,9 Millionen Barrel.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 13.268 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,1 Prozent bei 3.060 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,3 Prozent bei 1.402 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Intel (+0,8%), Home Depot (+0,8%) und Procter & Gamble (+0,6%). Die größten Verlierer waren: Alcoa (-2,4%), Bank of America (-1,8%) und JP Morgan Chase (-1,3%).

Von Unternehmensseite ging der Blick auf MasterCard. Der Kreditkartenbetreiber steigerte den Umsatz um 17 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar im ersten Quartal. Der Nettogewinn stieg von 562 auf 682 Millionen Dollar. Die Aktie schloss bei Minus 1,0 Prozent.

Der US-Medienkonzern Time Warner trifft mit seinen Filmen und Sendungen den Geschmack der Massen. Der Umsatz stieg um 4 Prozent auf 7,0 Milliarden Dollar. Allerdings fiel der Gewinn wegen hoher Kosten um 11 Prozent auf 583 Millionen Dollar. Die Aktie im Minus bei 1,7 Prozent.

PepsiCo, der zweitgrößte Softdrink-Konzern der Welt, plant die Jahresdividende von 2,06 Dollar auf 2,15 Dollar je Aktie zu erhöhen. Die PepsiCo-Aktie ging daraufhin am Mittwoch 0,5 Prozent ins Plus.

Der US-Automobilhersteller Ford musste im April beim US-Absatz einen Rückgang von 5 Prozent verzeichnen. Insgesamt wurden 180.350 Fahrzeuge verkauft. Die deutschen Autobauer konnte ihre Absätze hingegen steigern. Die Ford-Aktie tendierte bei Minus 1,2 Prozent.

Der kriselnde BlackBerry-Anbieter Research in Motion präsentierte einige Prototypen. Wann die Handys eingeführt wurden, ist aber nicht bekannt. BlackBerry wird mit der nächsten Generation auf ein modernes Betriebssystem wechseln. Die RIM-Aktie schloss deutlich im Minus bei 5,0 Prozent.

Samsung und Apple dominieren den Smartphone-Markt. Zusammen kommen sie auf gut die Hälfte des Marktes, das ergaben Berechnungen der Marktforschungsfirma IDC. Vor einem Jahr kamen die beiden zusammen noch einen Anteil von weniger als ein Drittel.

Die viel kritisierte US-Investmentbank Goldman Sachs sucht einen "Social Media Community Manager", der das Profil der Bank im Internet, auf Facebook und Twitter beobachten und mit Inhalten füttern soll.

Am Donnerstag schauen wir auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und den ISM-Dienstleistungsindex für April. Die Unternehmen Kraft Foods und LinkedIn veröffentlichen nachbörslich ihre Bilanzen.

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