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US-Börsen uneinheitlich - positive Signale vom US-Arbeitsmarkt - Handelsbilanzdefizit sinkt - News Corp, T-Mobile USA, Zynga

Manuel Koch

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Am Donnerstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn leicht ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,1 Prozent. Grund waren belastende Daten aus Asien: In China schwächte sich das Wirtschaftswachstum im Juli weiter ab. Die Industrie wuchs nur um 9,2 Prozent, Analysten hatten mit 9,7 Prozent gerechnet. Unterdessen signalisierte die Europäische Zentralbank weiterhin ihre Bereitschaft zu Anleihekäufen.

Von Konjunkturseite ging der Blick vorbörslich auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Sie sanken in der vergangenen Woche auf 361.000, Analysten hatten mit einem Anstieg auf 375.000 gerechnet. In der Vorwoche waren es noch revidiert 367.000 Anträge. Das Handelsbilanzdefizit fiel im Juni um 11 Prozent auf 42,9 Milliarden Dollar - das ist deutlich niedriger als im Vormonat. Experten hatten mit 47,5 Milliarden Dollar gerechnet. Man spricht von einem Handelsbilanzdefizit, wenn die Einfuhren die Ausfuhren übersteigen. Die aktuellen Werte deuten an, dass das Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal dadurch steigen könnte. Der Großhandel sank im Juni um 0,2 Prozent. Experten hatten mit einem leichten Anstieg gerechnet.

 

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 13.164 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,3 Prozent bei 3.040 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 blieb unverändert.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Cisco (+3,2%), Caterpillar (+1,4%) und Alcoa (+0,8%). Die größten Verlierer waren: American Express (-2,5%), Walt Disney (-1,0%) und JPMorgan (-0,7%).

Medienmogul Rupert Murdoch muss kurz vor der Aufspaltung seines Imperiums einen Milliarden-Verlust verkraften. Im schwächelnden Verlagszweig schrieb News Corp (-0,3%) im vierten Geschäftsquartal rund 2,8 Milliarden Dollar ab. Im Fernsehgeschäft lief es hingegen deutlich besser. Der Verlust betrug deshalb insgesamt 1,6 Milliarden Dollar. News Corp steht vor der Aufspaltung in eine Film- und Fernsehsparte sowie das Verlagsgeschäft auf der anderen Seite.

Die Deutsche Telekom hat ihre Tochter T-Mobile USA wieder auf Trapp bekommen. Die Nummer Vier auf dem US-Markt konnte mit 1,1 Milliarden Euro 19 Prozent mehr Gewinn einfahren. Der Umsatz stieg um neun Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Geholfen hat auch der starke Dollar. Ohne diesen Effekt wäre der Umsatz sogar rückläufig gewesen.

Nach den enttäuschenden Geschäftszahlen beim Online-Spielehersteller Zynga (+2,4%) rollen weiter Köpfe. Der fürs Tagesgeschäft zuständige Top-Manager John Schappert sei am Mittwoch aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden.

Die USA haben ihren Anteil am staatlich gestützten Versicherungskonzern AIG auf 53 Prozent reduziert und ein großes Aktienpaket verkauft.

Der US-Einzelhändler Kohl's musste einen Gewinnrückgang im zweiten Quartal hinnehmen. Der Nettogewinn ging von 299 Millionen auf 240 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat für das laufende Fiskaljahr die Ergebnisprognose nach oben korrigiert.

Am Donnerstagabend wird mit der Bekanntgabe des Erstausgabe-Preises bei Manchester United gerechnet. Am Freitagmorgen wird der britische Fußball-Traditionsclub vermutlich an der NYSE an die Börse gehen.

Am Freitag schauen wir von Konjunkturseite auf die Import- und Exportpreise und den Staatshaushalt Juli. Von Unternehmensseite kommen Zahlen von J.C. Penney.

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