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US-Börsen uneinheitlich - Dow Jones weiter im Minus - Warten auf Fed - Industrieaufträge enttäuschen - Facebook - Yahoo

Manuel Koch

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Am Montag gingen die US-Börsen - nach Verlusten von 2,7 Prozent beim Dow Jones in der vergangenen Woche -  mit einem hauchdünnen Plus in den Handel. Der Dow gewann 0,1 Prozent.

Von Konjunkturseite gab es kurz nach Handelsbeginn nur die Industrieaufträge für April. Sie sanken um 0,6 Prozent, Analysten waren hingegen von einem leichten Plus ausgegangen. Auch wenn die Zahlen nicht sehr wichtig sind, zeigt sich doch auch hier ein negativer Trend bei der US-Konjunktur. Negativ nahm das auch der Dow auf. Er ging danach 0,4 Prozent ins Minus und tendierte nur noch 50 Punkte über der 12.000-Punkte-Marke.

Die enttäuschenden Arbeitsmarktdaten vom Mai waren ebenfalls weiter zu spüren. Die Erholung der US-Wirtschaft verläuft einfach zu langsam. Deswegen ruft der Markt nach neuen Maßnahmen der US-Notenbank Fed.

Die Anleger an der Wall Street werden den Auftritt von Notenbankchef Ben Bernanke diese Woche also ganz genau im Auge behalten. Bernanke muss im Rahmen einer Anhörung vor dem Kongress Rede und Antwort stehen. Die Börsianer erhoffen sich stützende Aussagen zu den Perspektiven der US-Wirtschaft.

Zur Ankurbelung der Wirtschaft könnte die Fed weitere Stützungsmaßnahmen ankündigen. Bislang hätte nur der gute Aktienmarkt die Fed davon abgehalten einzugreifen, alle anderen Kriterien seien bereits erfüllt. Das nächste reguläre Treffen des Offenmarktausschusses der Notenbank findet am 19. und 20. Juni statt. Viele Händler rechnen mit einer Verlängerung der "Operation Twist". Dabei werden kurzfristige Anleihen durch langfristige ersetzt.


Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 12.101 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,5 Prozent bei 2.760 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen hauchdünnen Gewinn von 0,01 Prozent bei 1.278 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Home Depot (+1,7%), Alcoa (+1,1%) und Cisco Systems (+0,9%). Die größten Verlierer waren: JP Morgan Chase (-2,9%), Caterpillar (-2,6%) und General Electrics (-2,1%).


Yahoo und Facebook wollen den Patentstreit beilegen. Die beiden Unternehmen suchen jetzt laut Medienberichten nach einer Einigung. Der Streit hatte für viel Aufsehen in der Internet-Branche gesorgt. Außerdem arbeitet Facebook zurzeit an einem Zugang für Kinder und überlegt, wie die Altersgrenze für Mitglieder unter die heutigen 13 Jahre gesenkt werden kann. Schon jetzt sind mehrere Millionen Kinder in dem sozialen Netzwerk unterwegs, weil sie bei der Altersangabe gelogen haben. Die Facebook-Aktie ging weiter ins Minus und verlor 3,0 Prozent bei 26,90 Dollar pro Aktie.

Am Dienstag schauen wir von Konjunkturseite auf den ISM-Dienstleistungsindex für Mai. Analysten erwarten, dass dieser von 53,5 auf 53,0 Punkte sinken wird.

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