US-Börsen uneinheitlich - Dow Jones im Minus - ISM-Index auf Drei-Jahres-Tief - Apple, Boeing, Dell. Wal-Mart
Am Montag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verliert 0,1 Prozent.
In dieser Woche muss sich zeigen, ob die Rallye nach dem EU-Gipfel vom Freitag nachhaltig ist. Der Ökonom Stephen Guilfoyle von Meridian Equity Partners bewertet die aktuellen Entscheidungen in Europa als positiv für den US-Markt und blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Wenn Europa weiterhin den Weg einschlägt, auf dem wir eine signifikante Verbesserung sehen – ich meine messbare, organisierte Fortschritte – dann kann der Markt diese Kursgewinne halten." Außerdem hätten die Märkte einige wichtige Marken getestet.
Jede Marktreaktion auf weitere Entwicklungen in Europa in dieser Woche könnte heftig ausfallen, weil die Umsätze gering sein werden durch den Feiertag "Independence Day" am Mittwoch. Auch am Dienstag ist deswegen nur ein halber Handelstag.
Der Blick geht deswegen am Donnerstag nach Frankfurt, wo die EZB über den Leitzins entscheidet. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass sich der Rat für eine Zinssenkung entscheiden wird. Außerdem wird Spanien Anleiheauktionen durchführen. Gespannt wird der Markt auf den Zinssatz schauen.
Am Freitag gehen dann die Blicke auf die aktuellen US-Arbeitsmarktdaten für Juni.
Von Konjunkturseite enttäuschte der ISM-Einkaufsmanagerindex. Er fiel mit 49,7 Punkten im Juni deutlich schwächer als erwartet aus. Im Vormonat waren es noch 53,5 Punkte. Der ISM-Index befindet sich damit auf einem Dreijahres-Tief. Die Bauausgaben im Mai stiegen hingegen um 0,9 Prozent. Im Vormonat waren es noch 0,3 Prozent.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 12.871 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,5 Prozent bei 2.951 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 0,3 Prozent bei 1.366 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: JP Morgan (+1,5%), AT&T (+1,5%) und American Express (+1,4%). Die größten Verlierer waren: Du Pont (-2,3%), General Electric (-1,7%) und Bank of America (-1,6%).
Über die Expansionspläne von Airbus scheinen in den USA Formen anzunehmen. Angeblich will der Boeing-Konkurrent 600 Millionen Dollar in den Bau eines US-Werks investieren. 2016 könnte dann das erste Flugzeug ausgeliefert werden.
FedEx will 19 Frachtflugzeuge von Boeing kaufen. Die Maschinen sollen zwischen 2015 und 2019 ausgeliefert werden.
Der US-Computerhersteller Dell steht vermutlich kurz vor dem Kauf der Softwarefirma Quest. In der vergangenen Woche hatte Dell 2,3 Milliarden Dollar geboten.
Apple zahlt im Namensstreit um das iPad in China einem Unternehmen 60 Millionen Dollar. Damit ist der geschäftsschädigende Rechtsstreit um den Verkauf des Tablets vom Tisch.
Linde bekommt bei der geplanten Übernahme des US-Sauerstoffgeräte-Herstellers Lincare Rückendeckung von dessen Vorstand. Der habe der Übernahme zugestimmt und empfehle die Annahme der Offerte den Aktionären.
Die US-Finanzinvestoren Apollo und Lone Star haben laut FTD Interesse an der Valovis Bank. Beide Interessenten bieten getrennt und wollen weniger als den Buchwert des ehemaligen KarstadtQuelle Bank zahlen.
Wechsel an der Weltbank-Spitze: Der Amerikaner Jim Yong Kim tritt mit dem Monatswechsel als Präsident der internationalen Finanzeinrichtung an. Zweieinhalb Monate nach der Wahl übernimmt er damit jetzt die Geschäfte seines Vorgängers Robert Zoellick.
Der Einzelhandelskonzern Wal-Mart feiert 50. Geburtstag. Das Unternehmen ist für 11 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatz in den USA verantwortlich. Wal-Mart hat weltweit über zwei Millionen Angestellte und ist damit der größte private Arbeitgeber der Welt.
Am Dienstag schauen wir auf die Industrieaufträge für Mai und die Autoverkäufe für Juni. An der New York Stock Exchange wird nur bis 13 Uhr wegen des Feiertags am Mittwoch gehandelt.
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