US-Börsen schließen uneinheitlich - US-BIP wächst stärker - Apple und Amazon im Fokus - Microsoft startet Windows 8 - Ausblick
Am Freitag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,1 Prozent. Die Bilanzen der US-Konzerne Apple und Amazon verdarben den Anlegern die Kauflaune.
Die wichtigste Zahl des Tages von Konjunkturseite war die Schätzung des Bruttoinlandsproduktes für das dritte Quartal. Es lag bei 2,0 Prozent Wachstum, Analysten hatten mit 1,9 Prozent gerechnet. Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan fiel im Oktober mit 82,6 Punkten etwas schlechter aus als Experten erwartet hatten.
Apple (-0,9%) hat zwar die Gewinnerwartungen der Analysten nicht erfüllt, konnte aber trotzdem wieder ein tolles viertes Geschäftsquartal verbuchen. Der Gewinn lag bei 8,67 Dollar pro Aktie, erwartet hatten Experten 8,75 Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 7,05 Dollar. Der Umsatz stieg um 27 Prozent auf 35,97 Milliarden Dollar. 60 Prozent davon stammen aus dem Ausland. Apple verkaufte 26,9 Millionen iPhones, die das Ergebnis des Unternehmens maßgeblich beeinflussten. Darunter aber auch ältere Modelle. Vom iPad gingen 14 Millionen über die Ladentische. Hier hatten Analysten ein besseres Ergebnis erwartet. Apple-Chef Tim Cook sagte: "Wir haben großes Vertrauen in unsere Produktentwicklung." Für 2013 plant Apple zudem das bereits angekündigte Internetradio zu starten.
Der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon (+6,9%) ist im dritten Quartal wegen Abschreibungen, hohen Investitionen und der Flaute in Europa tief in die roten Zahlen gerutscht. Erstmals seit fünf Jahren verbuchte das Unternehmen netto ein Minus. Der Fehlbetrag betrug 274 Millionen Dollar oder 60 Cent. Analysten hatten zuvor mit einem Minus von 8 Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz lag bei 13,81 Milliarden Dollar, leicht unter den Erwartungen. Das Unternehmen blickt zudem skeptisch auf das so wichtige Weihnachtsgeschäft.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,03 Prozent bei 13.107 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,1 Prozent bei 2.987 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,1 Prozent bei 1.411 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Intel (+1,2%), United Technologies (+1,2%) und Microsoft (+1,2%). Die größten Verlierer waren: Bank of America (-1,3%), JPMorgan (-1,2%) und Alcoa (-0,9%).
Die Muttergesellschaft der gleichnamigen Ratingagentur Moody's konnte im dritten Quartal den Nettogewinn von 130,7 auf 183,9 Millionen Dollar steigern und revidierte die Jahresprognose nach oben.
Der Automobilzulieferer Lear konnte im dritten Quartal den Gewinn von 100,7 auf 121,4 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahr steigern.
Der größte US-Reifenhersteller Goodyear musste im dritten Quartal einen Gewinn- und Umsatzrückgang verbuchen.
Der größte US-Kabelnetzbetreiber Comcast konnte seinen Gewinn im dritten Quartal mehr als verdoppeln.
Microsoft hat mit einer großen Werbekampagne sein neues Betriebssystem Windows 8 auf den Markt gebracht. Damit will das Software-Unternehmen wieder ganz vorne mitspielen.
In der kommenden Woche schauen wir von Konjunkturseite auf
Montag
Persönliche Einkommen u. Auslagen (September)
Quartalszahlen: Burger King
Dienstag
Case Shiller Hauspreisindex (August)
Verbrauchervertrauen Conference Board (Oktober)
Quartalszahlen: Pfizer
Mittwoch
Zahl der Hypothekenanträge
ADP-Arbeitsmarktbericht Oktober
Quartalszahlen: MasterCard, Visa, Ralph Lauren
Donnerstag
Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Autoverkäufe (Oktober)
Quartalszahlen: Kellogg, LinkedIn, Starbucks, Yelp
Freitag
Arbeitslosenquote Oktober
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