US-Börsen schließen uneinheitlich - Dow Jones verliert 0,1% - USA gehen gegen Preisdumping bei Solarimporten aus China vor
Die US-Börsen sind am Donnerstag mit grünen Vorzeichen in den Handel gestartet. Der Dow Jones kletterte zum Handelsstart 0,3 Prozent.
Für gute Stimmung haben die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gesorgt. Diese sind in der vergangenen Woche stark gesunken und auf den tiefsten Stand seit Februar 2008 gefallen. Im Vergleich zur Vorwoche sank die Zahl um 30.000 auf 339.000 Anträge, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte.
Die US-Außenhandelspreise haben sich im September erhöht. Demnach stiegen die Ausfuhrpreise um 0,8 Prozent. Bereinigt um Agrargüter lagen die Exportpreise um 0,7 Prozent über dem Vormonatsniveau.
Das Defizit in der US-Handelsbilanz ist im August etwas stärker gestiegen als erwartet. Der Fehlbetrag habe 44,2 Milliarden Dollar betragen, teilte das Handelsministerium in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg des Defizits auf 44,0 Milliarden Dollar gerechnet. Im Vormonat hatte der Fehlbetrag bei revidierten 42,5 Milliarden Dollar gelegen.
Die USA gehen endgültig mit Strafzöllen von bis zu 250 Prozent gegen Preisdumping bei Solarimporten aus China vor. Das Handelsministerium will in Kürze einen entsprechenden Beschluss vom Mai bestätigen.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 13.326 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,1 Prozent bei 3.049 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbesserte sich um 0,02 Prozent auf 1.432 Punkte.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Bank of America (+1,4%), UnitedHealth (+1,0%) und American Express (+0,86%). Die größten Verlierer waren: AT&T (-1,8%), Walt Disney (-1,7%) und Verizon (-1,3%).
Der US-Telekommunikations-Konzern Sprint Nextel plant Kreisen zufolge keine unmittelbare Gegenofferte bei dem geplanten Zusammenschluss von T-Mobile USA mit dem US-Mobilfunk-Anbieter MetroPCS.
Der drittgrößte Lebensmittelhändler in den USA, Safeway, konnte im dritten Quartal dank des Verkaufs einiger Genuardi-Geschäfte ein Gewinnwachstum erzielen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Ebene geschlagen. Zudem wurde der Ausblick bestätigt.
Der US-Flugzeugbauer Boeing hat einen weiteren Großauftrag für seinen Verkaufsschlager 737 erhalten. Insgesamt 50 Maschinen hat die Muttergesellschaft von Alaska Airlines fest bestellt, mit denen ein Großteil der Flotte in den kommenden zwölf Jahren erneuert werden soll. Laut Listenpreis hat die Order ein Volumen von 5 Milliarden Dollar.
Presseangaben zufolge wird Douglas Braunstein, CFO bei JPMorgan Chase, sein Amt bei der US-Großbank innerhalb der nächsten sechs Monate aufgeben.
Der größte amerikanische Hersteller von Wohnmobilen, Winnebago Industries, konnte im vierten Quartal angesichts eines starken Umsatzanstiegs einen Gewinnsprung ausweisen. Dabei profitierte man neben höheren Auslieferungen und verbesserten Margen vor allem von einem Einmalertrag. Die Erwartungen wurden jedoch auf bereinigter Ebene verfehlt.
Der amerikanische Baustoffhändler Fastenal konnte seinen Gewinn im dritten Quartal steigern, was auf ein starkes Umsatzwachstum zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit erfüllt.
Der weltweit größte Einzelhandelskonzern Wal-Mart konnte auf seiner Hauptversammlung mit guten Ergebnissen aufwarten. An der Börse wurde das honoriert. Die Wal-Mart-Aktien legten zwischenzeitlich auf 76,81 US-Dollar zu und erreichten damit den höchsten Stand seit 40 Jahren.
Die US-Fluggesellschaft JetBlue Airways hat die Passagierzahlen für den Monat September 2012 veröffentlicht. Dabei beförderte die Billigfluglinie deutlich mehr Passagiere als ein Jahr zuvor.
Am Freitag schauen wir von Konjunkturseite auf den Erzeugerpreisindex und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.
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