US-Börsen schließen mit Gewinnen - Dow Jones klettert ein halbes Prozent - EU fordert Milliardenstrafe von USA - Microsoft, McCormick, RIM
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Die US-Börsen sind am Donnerstag mit Gewinnen in den Handel gestartet. Trotz gemischt ausgefallener Konjunkturdaten ist der Dow Jones um 0,2 Prozent geklettert.
Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal deutlich schwächer gewachsen als zunächst berechnet. Von April bis Juni stieg das Bruttoinlandsprodukt um annualisiert 1,3 Prozent, wie das US-Handelsministerium mitteilte. In einer vorherigen Schätzung hatte das Ministerium noch eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von 1,7 Prozent ermittelt.
Auch die Aufträge für langlebige Güter sind im August schwächer ausgefallen als erwartet. Die gesamten Aufträge seien im Monatsvergleich um 13,2 Prozent gefallen, teilte das Handelsministerium mit. Volkswirte hatten einen Rückgang um 5,0 Prozent erwartet.
In den USA haben die noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe im August unerwartet abgenommen. Im Monatsvergleich ist die Zahl um 2,6 Prozent gesunken. Volkswirte hatten hingegen mit einem Zuwachs um 0,3 Prozent gerechnet.
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist dagegen überraschend deutlich gesunken. Sie fiel in der abgelaufenen Woche um 26.000 auf 359.000. Ökonomen hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang auf 378.000 gerechnet.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 13.486 Punkten. Der Nasdaq Composite kletterte 1,4 Prozent bei 3.137 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Zuwachs von 1,0 Prozent bei 1.447 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: General Electric (+2,9%), Intel (+1,9%) und Bank of America (+1,8%). Die größten Verlierer waren: Wal Mart (-0,3%), AT&T (-0,2%) und United Technologies (-0,2%).
Im Streit mit den USA um unerlaubte Subventionen für den Flugzeughersteller Boeing fordert die Europäische Union jetzt eine jährliche Strafe in Höhe von zwölf Milliarden Dollar für die USA. Ein entsprechender Antrag wurde bei der Welthandelsorganisation gestellt.
Die Arbeiten an der nächsten Generation von Blackberry-Smartphones gehen nach Angaben des kanadischen Herstellers RIM zügig voran. "Anfang Oktober gehen wir mit den Netzbetreibern in die Tests", sagte RIM-Sprecher Carsten Titt. "Damit zeigen wir, dass wir mit Blackberry 10 jetzt voll im Zeitplan sind."
Die Europäische Union will Microsoft wegen Kartellverstößen bald zur Rechenschaft ziehen. Das Unternehmen bietet seinen Kunden bis heute keine Alternative beim Web-Browser an, dies hat die EU aber in dem seit Jahren währenden Wettbewerbsstreit gefordert. Microsoft droht eine Geldstrafe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.
Der amerikanische Gewürzhersteller McCormick konnte im dritten Quartal mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten. Im Anschluss wurde die Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr nach oben revidiert. Der Nettogewinn verbesserte sich auf 104,4 Millionen Dollar, nach einem Nettogewinn von 92,0 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.
Der amerikanische Chemiekonzern H.B. Fuller meldete am Mittwoch nach US-Börsenschluss, dass sein Gewinn im dritten Quartal klar gestiegen ist, was mit einem deutlichen Umsatzplus und Einmaleffekten zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis erfüllt.
Progress Software, ein Hersteller von Software für Unternehmen, musste im zweiten Quartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen. Der Nettogewinn verringerte sich von zuvor 9,1 Millionen Dollar auf nun 5,8 Millionen Dollar.
Der Nahrungsmittelkonzern Campbell Soup hat im Rahmen von Kostensenkungsmaßnahmen die Schließung von zwei Werken in den USA beschlossen. Es handelt sich bei den beiden Standorten um ein Werk in Sacramento und eine Gewürzfabrik in South Plainfield.
Am Donnerstag schauen wir von Konjunkturseite auf die persönlichen Einkommen und Auslagen für August, den Chicago Einkaufsmanagerindex und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.
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