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US-Börsen mit Verlusten - EZB schickt Märkte ins Minus - Arbeitslosenhilfe-Anträge steigen - First Solar, General Motor, Kellogg, Knight Capital

Manuel Koch

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Am Donnerstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,7 Prozent.

Nach der Ankündigung von EZB-Präsident Mario Draghi in der vergangenen Woche, alles tun zu wollen, um den Euro zu retten, blickten heute alle auf die Bank. Die Europäische Zentralbank beließ den Leitzins unverändert bei 0,75 Prozent. In der anschließenden Fragerunde mit Journalisten blieb Mario Draghi wichtige Antworten schuldig und enttäuschte die Märkte. Auch die Bank of England bestätigte ihren Leitzins bei 0,5 Prozent. Am Vortag hatte auch die US-Notenbank Fed den Leitzins unverändert bei 0,25 Prozent belassen und keine aggressiven Maßnahmen bekannt gegeben. 

Schon vor dem US-Handelsstart kamen vorbörslich die Quartalszahlen von General Motors (-2,5%). Pro Aktie gewann der US-Autobauer 0,90 Dollar, erwartet hatten Analysten 0,74 Dollar. Trotzdem ist der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent zurück. Der Umsatz lag allerdings mit 37,6 Milliarden unter den erwarteten 38,6 Milliarden Dollar. Mit Opel verliert GM allerdings weiterhin Geld. Der amerikanische Frühstücksflockenanbieter Kellogg (+3,4%) konnte im zweiten Quartal nicht an das Vorjahresniveau wegen gestiegener Rohstoffkosten anschließen. Der Nettogewinn schrumpfte von 343 Millionen auf 301 Millionen Dollar. Der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber Time Warner Cable (+2,7%) konnte im zweiten Quartal den Nettogewinn zum Vorjahreszeitraum von 420 auf 452 Millionen Dollar steigern. 

Von Konjunkturseite ging der Blick wie jeden Donnerstag auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die vergangene Woche. Sie stiegen wie von Analysten erwartet leicht von 357.000 auf 365.000. Die Industrieaufträge sanken im Juni unerwartet um 0,5 Prozent, hier sahen wie Experten einen Anstieg von 0,6 Prozent voraus.

 

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 12.879 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,4 Prozent bei 2.910 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,7 Prozent bei 1.365 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Caterpillar (+0,6%), Wal-Mart (+0,6%) und McDonald´s (+0,2%). Die größten Verlierer waren: Alcoa (-3,0%), JPMorgan (-2,3%) und DuPont de Nemours (-1,9%).

Nach der Computerpanne an der New York Stock Exchange am Mittwoch fürchten Händler und Investoren nun, dass sie Finanzmarktmaschinerie in den USA grundsätzliche Probleme haben könnte. Schuld an den Turbulenzen, von denen 150 Aktien betroffen waren, war offensichtlich der elektronische Börsenmakler Knight Capital Group (-62,8%). Der Fehler könnte Knight bis zu 440 Millionen Dollar kosten.

Die Geschäfte beim US-Solarkonzern First Solar (+21,2%) laufen wieder besser. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen im zweiten Quartal 111 Millionen Dollar. Das ist beinahe doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum.

Der US-Automarkt kühlte sich im Juli etwas ab. Vor allem die Traditionskonzerne General Motors und Ford mussten Federn lassen.

MetLife (+4.2%), der größte Lebensversicherer der USA, konnte im zweiten Quartal den Nettogewinn deutlich zum Vorjahr von 1,07 Milliarden auf 2,26 Milliarden Dollar steigern.

Für den Softwarekonzern Oracle zeichnet sich einem Niederlage im monatelangen Chip-Streit mit Hewlett-Packard an. Ein US-Gericht entschied, dass Oracle auch weiterhin Software für Intel-Prozessoren anbieten müsse. Oracle kündigte Berufung an.

Die amerikanische Bekleidungskette Limited Brands erhöhte die Gewinnprognose für das laufende Quartal angehoben und kündigte außerdem eine Sonderdividende an.

Der US-Energieversorger Duke Energy konnte im zweiten Quartal den Gewinn steigern und damit die Erwartumgen übertreffen.

Rund 14 Monate nach der Präsentation ist das Betriebssystem Windows 8 zur Auslieferung bereit. Microsoft teilte mit, dass die ersten Versionen an die PC-Hersteller gegangen sei.

Am Freitag schauen wir von Konjunkturseite zuerst auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten der US-Regierung. Analysten erwarten, dass die Arbeitslosenquote bei 8,2 Prozent verharrt und etwa 100.000 neue Jobs geschaffen wurden im Juli. Außerdem geht der Blick auf den ISM Dienstleistungsindex und von Unternehmensseite kommen Zahlen von Procter & Gamble und der NYSE Euronext.

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