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US-Börsen mit freundlichem Wochenstart - Dow schliesst über 12.500 Punkten - Facebook deutlich unter Ausgabepreis - Google, Lowe's, Yahoo

Franziska Schimke

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Zu Wochenbeginn sind die US-Börsen freundlicher in den Handel gestartet. Der Dow Jones legt im frühen Handel um 0,3 Prozent zu und steigt auf 12.402 Punkte. 

Am Montag waren in Spanien leichte Zeichen der Entspannung zu erkennen. Die Zinsen für Spanienanleihen kamen wieder etwas zurück. 

Auch Griechenland bleibt im Fokus der Aufmerksamkeit. Die G8 bekannte sich öffentlich allerdings dazu, Griechenland in der Eurozone halten zu wollen - das sorgt für vorübergehende Erleichterung an den Parketts. Allerdings dürfte es bis zu den Neuwahlen Mitte Juni keine wesentliche Impulsen geben. Genug Zeit für die Märkte sich also auch auf einen Ausstieg der Griechen aus der Eurozone mental vorzubereiten.

Die Federal Reserve Bank of Chicago ermittelte für April 2012 einen Anstieg beim National Activity Index gegenüber dem Vormonat. Wie am Montag mitgeteilt wurde, hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf +0,11 Punkte verbessert, nachdem für März ein Wert von revidiert -0,44 Punkten gemeldet worden war.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 1,1 Prozent bei 12.504 Punkten. Er konnte somit zu Wochenbeginn die 12.500 Punkte Marke zurück erobern. Der Nasdaq Composite auch fester mit 2,5 Prozent bei 2.847 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 gewinnt 1,6% auf 1.316 Punkte. 

Die größten Gewinner beim Dow Jones waren: Boeing (+3,8%), Caterpillar (+3,7%), Alcoa (+2,1%) . Die größten Verlierer: JPMorgan (-2,9%), Bank of Amerika (-2,7%), Merck (-0,6%). 

Das Soziale Netzwerk Facebook steht erneut im Anlegerfokus. Zu Wochenbeginn fällt die Aktie deutlich unter den Ausgabepreis. Zudem wurde bekannt, dass die technischen Pannen rund um den Börsenstart ein Nachspiel haben werden. Die US-Börsenaufsicht SEC schaut sich den Fall genauer an. Die US-Technologiebörse Nasdaq hat am Sonntag eingestanden, den stark beachteten Börsengang von Facebook vermasselt zu haben. Probleme mit der Technik hätten den Handel von Millionen von Aktien beeinträchtigt, hieß es. „Das war keine Glanzstunde von uns", sagt Nasdaq-Chef Robert Greifeld. Das Hauptproblem habe darin bestanden, dass das Handelssystem für die Abwicklung von Auftragsstornierungen nicht richtig funktioniert habe. Trotz ausgiebiger Tests im Vorfeld des Börsengangs seien die Schwierigkeiten nicht erkannt worden. Die Aktie fällt deutlich um 11 Prozent.

Die größte US-Bankgesellschaft JPMorgan hat im Rahmen einer Investorenkonferenz bekannt gegeben, dass sie ihre erst im März angekündigten Aktienrückkäufe im Volumen von bis zu 15 Milliarden US-Dollar einstellt. Ziel der Maßnahme ist es, die Kapitalanforderungen unter der neuen Bankenregelung Basel III erfüllen zu können. JPMorgan will allerdings seine Dividende wie angekündigt beibehalten. Die Bank ist seit einiger Zeit unter Druck, nachdem milliardenschwere Verluste durch Geschäfte mit Kreditderivaten aufgelaufen sind. Dennoch wurde ein Zusammenhang zwischen den Verlusten und der Streichung der Aktienrückkäufe abgestritten. Die Aktie verliert 2,9 Prozent an Wert. 

Googles Browser Chrome haben erstmals mehr Nutzer weltweit verwendet als den Internet Explorer (IE) von Microsoft. Das geht aus einer Statistik des US-Marktforschers StatCounter hervor. Danach sackte in der Woche vom 14. bis zum 20. Mai der Nutzeranteil des IE von 44 auf 31,9 Prozent im Jahresvergleich ab. Der Anteil von Chrome kletterte von 19,4 Prozent ein Jahr zuvor auf 32,8 Prozent. Die Aktie von Google legt um 2,3 Prozent zu. 

 

Lowe's, die zweitgrößte Baumarktkette in den USA, gab am Montag bekannt, dass ihr Gewinn im ersten Quartal gestiegen ist, was vor allem auf ein solides Umsatzwachstum zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Ebene geschlagen. Der Nettogewinn belief sich auf 527 Millionen US-Dollar bzw. 43 Cents pro Aktie. Der Umsatz erhöhte sich um 7,9 Prozent auf 13,15 Milliarden US-Dollar. Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr wurde aber gesenkt. Die Aktie verliert 10,1 Prozent. 

Yahoo hat einen 20-prozentigen Anteil an der größten chinesischen Internethandelsplattform Alibaba für rund 7,1 Milliarden US-Dollar verkauft. Käufer der Aktien ist das chinesische Unternehmen selbst. Der US-Konzern erhalte mindestens 6,3 Milliarden US-Dollar in bar sowie Alibaba-Aktien für rund 800 Millionen US-Dollar, teilten die beiden Unternehmen am Montag mit. Yahoo hält damit nur noch 20 Prozent am chinesischen Unternehmen. Der ehemalige Internetpionier kämpft seit Jahren mit Problemen und will den Großteil des Geldes aus dem Verkauf der Alibaba-Anteile in den Rückkauf eigener Aktien stecken. Bis zu fünf Milliarden US-Dollar sollen dafür ausgegeben werden. Die Aktie mit 1 Prozent im Plus. 

Der Nahrungsmittelkonzern Campbell's hat im dritten Quartal trotz gestiegener Umsatzerlöse einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der Umsatz lag mit 1,82 Milliarden US-Dollar nur knapp über dem Vorjahreswert von 1,81 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn sank hingegen auf 177 Millionen US-Dollar bzw. 55 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 187 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Insgesamt habe sich das Absatzumfeld im dritten Quartal zwar verbessert. Zufrieden sei man mit dem Ergebnis jedoch nicht, konstatierte CEO Denise Morrison. Der leichte Gewinnrückgang resultierte unter anderem aus höheren Marketingausgaben und schwächeren Margen, hieß es weiter. Die Aktie verliert 2 Prozent.

DaVita, der US-Konkurrent des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care, verstärkt sich mit einer Übernahme. DaVita kauft HealtCare Partners, einen Betreiber medizinischer Einrichtungen. Der US-Dialysedienstleister lässt sich das Geschäft 4,4 Milliarden US-Dollar kosten. Dabei zahlt DaVita 3,66 Milliarden US-Dollar in bar und 758 Millionen US-Dollar in Aktien. Die Transaktion soll im vierten Quartal dieses Jahres über die Bühne gehen, das fusionierte Unternehmen soll DaVita HealthCare Partners heißen. Die Aktie im Plus mit 4,9 Prozent. 

Am Dienstag kommen von Konjunkturseite die Zahl zum Verkauf bestehender Häuser für den April. Ausserdem wird die Nasdaq OMX und Dell Quartalszahlen vorlegen. 

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