US-Börsen mit deutlichen Gewinnen - Hausmarktdaten gemischt - Zahlen von Coca-Cola, Goldman Sachs, IBM, Intel, Johnson & Johnson, Yahoo
Der Dow Jones ging am Dienstag mit einem Plus von 1,5 Prozent in den Handel und überstieg gleich die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten. Der Nasdaq Composite ging über die Schwelle von 3.000 Zählern.
Schon vorbörslich kamen gute Zahlen von Goldman Sachs, Coca-Cola und Johnson & Johnson.
Die Erholung an den Märkten bescherte der US-Investmentbank Goldman Sachs einen überraschend guten Jahresstart. Goldman verdiente knapp 2,1 Milliarden Dollar. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte der Überschuss sogar um 128 Prozent zu. Die Erträge im Investmentbanking erholten sich schneller als von Experten erwartet, lagen aber insgesamt noch 16 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Dividende wurde von 35 auf 46 Cents je Aktie angehoben. Die Aktie trotzdem unter Druck bei Minus 0,7 Prozent.
Der Softdrink-Konzern Coca-Cola konnte im ersten Quartal dank höher Umsätze einen Gewinnanstieg verzeichnen. Der Umsatz stieg von 10,52 auf 11,14 Milliarden Dollar zum Vorjahr. Der Nettogewinn stieg von 1,9 auf 2,05 Milliarden Dollar. Das ist besser als von Analysten erwartet. Das Unternehmen konnte in allen Kernabsatzmärkten sowohl beim Umsatz als auch beim Produktabsatz zulegen können. Vor allem auch die Schwellenländer trugen zu dem guten Ergebnis bei. Die Aktie deutlich mit 2,1 Prozent im Plus.
Auch für Johnson & Johnson lief es gut. Der Mischkonzern für Konsumgüter und Medizintechnik konnte den Gewinn von 3,48 auf 3,91 Milliarden Dollar steigern und übertraf damit die Erwartungen. Der Umsatz schrumpfte leicht von 16,17 auf 16,14 Milliarden Dollar. Die Anteilsscheine mit leichten Gewinnen von 0,4 Prozent.
Von Konjunkturseite gab es gemischte Zahlen vom US-Häusermarkt. Die Baubeginne sanken im März überraschend stark von revidiert 694.000 auf 654.000. Analysten waren zuvor von einem Anstieg auf 700.000 ausgegangen. Sehr viel besser lief es bei den Baugenehmigungen im März. Sie kletterten auf den besten Wert seit dreieinhalb Jahren von revidiert 715.000 auf 747.000. Hier waren die Experten zuvor nur von 710.000 Genehmigungen ausgegangen.
Die Industrieproduktion stagnierte im März und blieb somit unverändert. Die Volkswirte waren hier von einem Anstieg von mindestens 0,3 Prozent ausgegangen.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem ordentlichen Plus von 1,5 Prozent bei 13.116 Punkten. Damit verbuchte der Dow innerhalb der vergangen fünf Handelstage vier steigende Kurstage. Der Nasdaq Composite gewann 1,8 Prozent bei 3.043 Zählern. Vor allem die Tech-Werte Apple und IBM gaben Auftrieb. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 1,6 Prozent bei 1.391 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Walt Disney (+2,5%), Kraft Foods (+2,4%) und IBM (+2,3%). Da alle 30-Dow-Werte im Plus waren, gab es nur Gewinner mit den geringsten Zuwächsen: Intel (+0,2%), Procter & Gamble (+0,4%) und Johnson & Johnson (+0,4%).
Die Erwartungen für IMB im ersten Quartal wurden leicht verfehlt. Experten hatten einen Gewinn Umsatz von 24,81 Millairden Dollar erwartet, erzielt wurden 24,78 Milliarden Dollar. Nachbörslich ging die Aktie ins Minus. Der Gewinn pro Aktie lag bei 2,78 Dollar, erwartet wurden hier 2,65 Dollar. Nachbörslich ging die Aktie ins Minus.
Mit Spannung waren die Zahlen von Intel erwartet worden. Immerhin liefert der Chiphersteller 80 Prozent der weltweit benötigten Chips und ist somit ein Gradmesser für die Branche. Der erwartete Gewinn von 12,84 Millarden Dollar wurde übertoffen und lag bei 12,91 Millarden. Der Gewinn pro Aktie lag mit 0,56 Dollar 6 Cent höher als die erwartetn 0,50 Dollar. Nachbörslich ging die Aktie ins Minus.
Auch der angeschlagene Internetriese Yahoo veröffentlicht Quartalszahlen, die die Erwartungen von 1,06 Milliarden leicht übertrafen. Der Umsatz stieg auf 1,08 Millarden Dollar. Der Gewinn lag 0,23 Dollar pro Aktie, erwartet wurden 0,17 Dollar pro Aktie. Die Aktie kletterte nachbörslich deutlich ins Plus.
Nachdem die Apple-Aktie in den vergangenen fünf Handelstagen knapp 10 Prozent oder 58 Milliarden Dollar verloren hatte, schloss sie am Dienstag wieder mit einem satten Plus von 5,1 Prozent bei 609,70 Dollar. 58 Milliarden entsprechen übrigens dem Wert von Hewlett-Packard und Mastercard zusammen.
Der US-Solarkonzern First Solar verlässt Deutschland. Im Herbst soll das Werk in Frankfurt an der Oder mit 1.200 Mitarbeitern aufgegeben werden, berichten Medien. Auch der Standort in Mainz würde demnach geschlossen werden. Die Aktie legte 10,3 Prozent zu.
Am Mittwoch erwarten wir die Zahl der Hypothekenanträge und die US-Öllagerbestände. Von Unternehmensseite kommen nachbörslich Zahlen von American Express und eBay.
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