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US-Börsen leicht im Minus - EU-Fiskalpakt löst Schlussrallye aus - US-Einkommen steigen, Konsum stagniert - Facebook

Manuel Koch

Zu Wochenbeginn am Montag gingen die US-Indizes ins Minus. Der Dow Jones verlor gleich zu Handelsstart über 0,7 Prozent. Bis zum Mittag holte er einige der Verluste wieder auf. 

Der Januar-Endspurt für die letzten beiden Handelstage des Monats wurde unter keinen guten Vorzeichnen eingeläutet. Der Blick ging klar zum ersten EU-Gipfel des Jahres nach Brüssel. Ohne ein Ergebnis in Griechenland diese Woche, erwarten die Experten eine Markt-Korrektur nach unten: 1-2 Prozent wären denkbar. 

Von Konjunkturseite gab es gemischte Zahlen. Die Einkommen der privaten Haushalte stiegen in den USA im Dezember um 0,5 Prozent. Das ist etwas mehr als Analysten erwartet hatten. Allerdings blieben die Konsumausgaben unverändert. Hier hatten Experten mit einem leichten Anstieg gerechnet. Die privaten Konsumausgaben sind besonders wichtig, weil sie Zweidrittel des US-Bruttoinlandsproduktes ausmachen. Sie sind also ein wichtiger Motor der US-Wirtschaft. 

Die EU-Staats- und Regierungschefs einigten sich in Brüssel auf einen Fiskalpakt. Damit gelten striktere Regeln in Haushaltsfragen. Die US-Indizes nahmen die Meldung positiv auf und holten in einer Schlussrallye beinahe die Verluste komplett wieder ein. Der Dow Jones ging mit einem hauchdünnen Minus von 0,05 Prozent und 12.654 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq Composite verlor 0,2 Prozent bei 2.812 Zähler. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,3 Prozent bei 1.313 Punkten. 

Zu den Gewinnern zählten: Microsoft (+1,3%), IBM (+1,1%) und Verizon (+1,1%). Auf der Verliererseite standen: Bank of America (-3,0%), Procter & Gamble (-1,7%) und American Express (-1,5%).  

Weiterhin großes Thema war am Montag auch der mögliche Börsengang von Facebook. Das Wall Street Journal berichtete, dass das Social Media Netzwerk vermutlich am kommenden Mittwoch einen Antrag stellen könnte. Was am Freitag für Überraschung gesorgt hat, scheint aber logisch, wenn man auf den Zeitplan schaut: 8-12 Wochen dauert es mindestens noch nach Einreichen aller Dokumente bis die Formalien erledigt sind. Also der oft genannte Termin im April wäre damit voll im Fahrplan. 

Die Frage, ob die Facebook-Aktie auch für Kleinanleger interessant ist, beantworten Experten ganz klar positiv. Allerdings muss man erst einmal an die Aktien kommen. Am Anfang werden diese sicher kaum zu bekommen und überzeichnet sein. Momentan sieht man schon, dass andere Aktien im Umfeld von Facebook profitieren. Wie der Online-Spiele-Hersteller Zynga (+3,4%) oder auch das chinesische Facebook Renren (+20,2%). 

Am Mittwoch werden alle 27 EU-Kommissare in Brüssel zusammenkommen und vermutlich der Empfehlung des Wettbewerbskommissars Joaquin Almunia folgen und die Fusion der NSYE Euronext mit der Deutschen Börse AG stoppen. Die NYSE-Aktie verlor 1,9 Prozent. 

Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines denkt laut Pressemeldungen über die Übernahme des Konkurrenten US Airways nach. Damit würde eine neue Ründe im Fusionsreigen der amerikanischen Luftfahrtbranche eingeleitet. Die Delta-Aktie im Plus bei 3,7 Prozent. 

Am Dienstag veröffentlichten die Schwergewichte Exxon Mobil und Amazon Zahlen. Ansonsten gibt es Quartalsergebnisse von Aflac, Illumina, Mattel und Pfizer. Von Konjunkturseite schauen wir auf den Chicago Einkaufsmanagerindex für Januar, das Verbrauchervertrauen und die Agrarpreise

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