US-Börsen legen zu - Arbeitsmarktdaten besser - Amazon und Apple im Fokus - Zahlen von Procter & Gamble, JetBlue, Zynga
Am Donnerstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,6 Prozent hinzu.
Am Morgen ging der Blick von Konjunkturseite auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Sie sanken auf 369.000 in der vergangenen Woche, Analysten hatten mit 375.000 gerechnet. In der Woche zuvor lagen sie bei revidiert 392.000. Der Auftragseingang für langlebige Güter stieg im September überraschend deutlich um 2,0 Prozent, erwartet hatten Experten hier ein Plus von 1,0 Prozent. Im Vormonat sank der Eingang noch um revidiert 2,1 Prozent. Außerdem stiegen die anstehenden Hausverkäufe im September nur um 0,3 Prozent, zuvor wurde mit einem Anstieg von 2,4 Prozent nach einem Minus im Vormonat gerechnet.
Der amerikanische Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (+2,9%) muss einen Gewinn- und Umsatzrückgang verbuchen. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Gewinn von 3,02 auf 2,81 Milliarden Dollar zurück. Der Umsatz nahm um vier Prozent auf 20,74 Milliarden Dollar ab. Das Ergebnis ist trotzdem leicht besser als erwartet. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde gehalten.
Der drittgrößte US-Mobilfunkbetreiber Sprint Nextel (+1,8%) muss eine Verdopplung des Verlustes auf 767 Millionen Dollar ausweisen. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 8,76 Milliarden Dollar. Schuld an dem Minus sind vor allem hohe Kosten für ein Netzwerk-Upgrade und verlorene Kunden.
Der Onlinespiele-Anbieter Zynga (+12,3%) spielte im dritten Quartal wieder einen Verlust von 52,7 Millionen Dollar ein. Auch der Umsatz stieg nur leicht um drei Prozent auf 316,6 Millionen Dollar. Neue Kooperationen und Poker- und Kasino-Spiele wie Roulette oder Blackjack sollen mit echtem Geld im kommenden Jahr gestartet werden. Zynga wird rund 150 Stellen abbauen.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 13.103 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,2 Prozent bei 2.986 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 0,3 Prozent bei 1.412 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Procter & Gamble (+2,9%), Pfizer (+1,2%) und Chevron (+1,1%). Die größten Verlierer waren: Boeing (-1,6%), Travelers (-1,5%) und Home Depot (-1,3%).
United Continental (-5,0%), die Muttergesellschaft der beiden US-Fluglinien United Airlines und Continental Airlines, meldete einen Gewinneinbruch im dritten Quartal. Wegen hoher Einmalbelastungen sank der Nettogewinn deutlich von 653 auf sechs Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahr.
Der Konsumgüterkonzern Colgate-Palmolive konnte im dritten Quartal den Nettogewinn von 643 auf 654 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahr steigern. Der Umsatz sank um ein Prozent auf 4,33 Milliarden Dollar. Der US-Konzern kündigte außerdem ein Restrukturierungsprogramm an.
Das US-Verlagshaus der New York Times verfehlte die Analysten-Erwartungen im dritten Quartal und musste einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Nettogewinn schrumpfte von 15,7 auf 2,3 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahr.
Der US-Rüstungskonzern Raytheon konnte im dritten Quartal den Gewinn steigern und hob die Jahresprognose an.
Der zweitgrößte Hotelkonzern der USA, Starwood Hotels & Resorts, konnte im dritten Quartal Gewinn und Umsatz solide steigern. Außerdem erhöhte das Unternehmen die Prognose für das Gesamtjahr.
Der drittgrößte US-Krankenversicherer Aetna konnte dank höherer Mitgliederzahlen den Gewinn leicht auf 499,2 Millionen Dollar steigern.
Die US-Fluggesellschaft JetBlue konnte im dritten Quartal ihren Gewinn um 29 Prozent auf 45 Millionen Dollar steigern.
Der weltgrößte Kreditkartenkonzern Visa erhöhte seine Quartalsdividende von 22 auf 33 Cents je Aktie.
Apple steht im Patentstreit mit Samsung vor einem weiteren Erfolg. Ein Richter der US-Handelsbehörde ITC stellte eine Verletzung von vier Apple-Patenten durch Samsung fest.
Am Freitag schauen wir von Konjunkturseite auf das US-Bruttoinlandsprodukt für Q3 und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan. Außerdem veröffentlicht Microsoft das neue Betriebssystem Windows 8 in New York.
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