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US-Börsen legen deutlich zu - Dow wieder über 12.900 Punkte - Nasdaq im Hoch - Konjunkturdaten beflügeln - General Motors, Opel

Manuel Koch

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Die Opening Bell läutete am Donnerstag ein besonders kleiner und haariger Gast: Malachy ist der Gewinner der 136. Westminster Kennel Club Hunde-Show. Der Vierbeiner ist ein Pekingese. Einige Börsianer spotteten, dass der Hund eher wie ein Wischmop aussieht. 

Vor Börsenstart belastete die Futures, dass Moody's die halbe Bankenwelt unter Beobachtung stellen will. Die drittgrößte US-Ratingagentur kündigte an, mehr als 100 Banken auf ihre Kreditwürdigkeit überprüfen zu wollen. Betroffen sind vor allem europäische Banken und in den USA JP Morgan Chase, Goldman Sachs und die Citigroup.

Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker zeigte sich zuversichtlich, dass über das 130 Milliarden Euro Hilfspaket am kommenden Montag entschieden werden kann. Bei einigen Punkten herrsche aber weiterhin Klärungsbedarf. Bisher ist auch nicht klar, ob Griechenland erst einmal nur einen Überbrückungskredit bis zu den Neuwahlen im April erhalten wird. Eine Analyse der Troika kam außerdem zu dem Ergebnis, dass ein neues Hilfsprogramm und ein Schuldenschnitt auf Dauer nicht ausreichen werden.

Zu Handelsbeginn gaben dann positiv ausgefallene Konjunkturdaten dem Dow Jones Auftrieb. Der US-Leitindex ging erst zögerlich mit 0,2 Prozent ins Plus, baute die Gewinne im Tagesverlauf aber aus. 

Gute Arbeitsmarktdaten beflügelten: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken unerwartet von 358.000 auf 348.000. Volkswirte hatten zuvor mit einem Anstieg auf 365.000 gerechnet. 

Der Philly Fed Index für Februar war ebenfalls mit 10,2 Punkten höher als erwartet ausgefallen. Im Vormonat tendierte er bei 7,3 Punkten. 

Auch auf dem US-Häusermarkt verbesserte sich im Januar leicht die Stimmung. Die Zahl der Baubeginne stieg auf 699.000, die Baugenehmigungen legten auf 676.000 zu.

Die Erzeugerpreise in den USA stiegen im Januar um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten mit einem kräftigeren Anstieg gerechnet.

Am Ende ging der Dow Jones mit einem Plus von 1,0 Prozent und 12.904 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq Composite gewann 1,5 Prozent bei 2.960 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 1,1 Prozent bei 1.358 Punkten. 

Zu den Top-Gewinnern zählten: Microsoft (+4,1%), Bank of America (+4,0), Hewlett Packard (+2,6). Auf der Verliererseite stand nur der Name Kraft Foods (-0,1% ).  

Von Unternehmensseite war vor allem General Motors im Fokus. Der US-Autobauer legte Zahlen vor. Die Aktie ging 9,0 Prozent ins Plus, obwohl die Erwartungen nicht ganz getroffen wurde. Aber GM ist auf jeden Fall auf der richtigen Spur. Umsatz und Gewinn stiegen. Der Gewinn lag 2011 bei 7,6 Milliarden Dollar, 2010 waren es 4,7 Milliarden Dollar. Gut lief es in Nordamerika, die Problemkinder sind hingegen Südamerikaner und Europa. Alleine in Europa machte die GM-Tochter Opel 600 Millionen Dollar Verlust. Opel muss jetzt ganz klar profitabler werden, damit keine düsteren Wolken über das Werk in Bochum ziehen.

Ford wird sich von jedem dritten Lieferanten trennen. In den kommenden Jahren will sich der US-Autobauer noch stärker als bisher Größenvorteile nutzen. Ende 2011 hatte Ford 1.300 Zulieferer, reduziert werden soll auf 750. Die Ford-Aktie schloss bei Plus 2,9 Prozent.

Der Citigroup kommt ein schlampiger Umgang mit staatlich abgesicherten Hauskrediten teuer zu stehen. Die US-Großbank muss in einem Vergleich 158,3 Millionen Dollar zahlen. Der Beitrag ist Wiedergutmachung und Strafe zugleich. Die Aktie legte 3,1 Prozent zu. 

Die Mariott International verfehlte im vierten Quartal 2011 die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz erhöhte sich leicht auf 3,69 Milliarden Dollar. Allerdings ging der Nettogewinn von 173 auf 141 Millionen Sollar zurück.

Der Streit um die chinesischen Rechte an dem Markennamen iPad hat sich verschärft. Nun wurden die Tablet-Computer von Apple aus weiteren Regalen genommen und werden auch nicht mehr beim chinesischen Onlineshop Amazon angeboten. Die Apple-Aktie tendierte 0,9 Prozent im Plus.

Am Freitag zu Wochenschluss geht der Blick auf den Konsumentenpreisindex und die Frühindikatoren für Januar. Die Händler an der New York Stock Exchange freuen sich ansonsten schon auf ein langes Wochenende, weil am Montag die Börse zum Feiertag "Washingtons Birthday" geschlossen ist. 

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