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US-Börsen im Plus - Notenbankchef sieht Schwierigkeiten - Industrieproduktion steigt - Coca-Cola, Facebook, Goldman Sachs, Microsoft, Yahoo

Manuel Koch

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Am Dienstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,4 Prozent hinzu.

Noch vor dem US-Börsenstart gingen am Morgen alle Blicke auf einige wichtige die Quartalszahlen: Die Investmentbank Goldman Sachs (+0,3%) verbuchte einen Umsatz von 6,63 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie fiel mit 1,78 Dollar deutlich besser aus als die von Analysten erwarteten 1,15 Dollar aus. Goldman-Chef Blankfein will sich in Zukunft mehr um vermögende Privatkunden kümmern. Es werde aber keine eigenen Filialen oder Kreditkarten der Bank geben.

Auch der Softdrink-Hersteller Coca-Cola (+1,6%) konnte die Erwartungen schlagen. Pro Aktie verdiente der Konzern 1,22 Dollar zu erwartet 1,19 Dollar. Der Umsatz lag bei 13,09 Milliarden Dollar. Weltweit konnte man den Getränkeabsatz um 4,0 Prozent steigern. Besonders gut lief es in Russland, Indien und China. In Nordamerika und Europa schwächelt das Geschäft hingegen.

Der US-Pharmahersteller Johnson & Johnson (+0,8%) hat mit einem Gewinn von 1,30 Dollar pro Aktie die Erwartungen nur hauchdünn übertroffen. Der Umsatz blieb hingegen mit 16,5 Milliarden Dollar hinter den Erwartungen zurück. Zudem senkte das Unternehmen seine Gewinnprognose für das laufende Jahr.

Von Konjunkturseite blieben die Verbraucherpreise für Juni unverändert. Erwartet hatten Analysten einen Anstieg von 0,1 Prozent. Im Vormonat waren die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent zurückgegangen. Die US-Industrieproduktion konnte im Juni um 0,4 Prozent gesteigert werden, hier wurden zuvor 0,3 Prozent erwartet. Der Hausmarktindex für Juli fiel mit 35,0 Punkten deutlich besser aus als erwartet, im Vormonat waren es 29,0 Punkte.

Gespannt wartete der US-Markt auch auf US-Notenbankchef Ben Bernanke. Er berichtete dem Bank-Komitee des Senats wie es um die US-Wirtschaft steht und diese Aussagen ließen den Markt gleich ins Minus drehen. Bernanke sagte, dass die Erholung am Arbeitsmarkt frustrierend langsam sei. Auch die Unsicherheit wachse, vor allem wegen der Schuldenkrise in Europa und den eigenen Problemen in den USA. Das Ausläufen der Steuer-Erleichterungs-Gesetze im Dezember könnte eine Rezession verursachen, sollten sie nicht verlängert werden und die Mittelschicht weiter entlasten. Vom Häusermarkt gebe es leicht positive Signale. Für das Gesamtjahr erwartet die Fed ein Wirtschaftswachstum zwischen 1,9 bis 2,4 Prozent.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 12.806 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,5 Prozent und liegt bei 2.910 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 0,7 Prozent bei 1.364 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Walt Disney (+3,1%), Pfizer (+2,1%) und Merck (+1,9%). Die größten Verlierer waren: Home Depot (-1,4%), Alcoa (-0,6%) und IBM (-0,6%).

Nachdem die Facebook-Aktie am Montag 8,1 Prozent bei 28,25 Dollar verloren hatte, tendierte sie am Dienstag bei einem Plus von 1,0 Prozent und 28,90 Dollar. Medien berichteten, dass Facebook einen Quartalsverlust ausweisen könnte. Andere spekulierten, ob bei einem so starken Verlust womöglich Großinvestoren ausgestiegen seien. Am Dienstag schloss die Facebook-Aktie bei Minus 0,6 Prozent.

Der angeschlagene Internetkonzern Yahoo holt sich die Google-Managerin Marissa Mayer als neue Vorstandsvorsitzende ins Unternehmen. Mit der 37-jährigen will Yahoo die Wende schaffen. Ab sofort wird die Computerexpertin die Leitung des Konzerns übernehmen. Ihre Ernennung legt nahe, dass Yahoo künftig wieder mehr Gewicht auf Technik statt auf Medieninhalte legen will. Mayer ist die dritte Führungskraft innerhalb nur eines Jahres.

Microsoft bekommt erneut Ärger mit der EU-Kommission. Brüssel leitete bereits ein Verfahren wegen unlauterer Geschäftspraktiken ein. Microsoft biete Windows-Nutzern keine freie Wahl des Web-Browsers an, so der EU-Wettbewerbskommissar. 

Mattel, der größte Spielwarenhersteller der USA, konnte im zweiten Quartal den Gewinn steigern. Der Umsatz verharrte fast auf dem Vorjahresniveau.

Der US-Finanzdienstleister State Street musste im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang verzeichnen. Das ist vor allem mit der Schwäche der internationalen Märkte zurückzuführen.

Der weltgrößte Werbekonzern Omnicom konnte im zweiten Quartal Gewinn und Umsatz steigern und übertraf die Erwartungen damit.

 

Am Mittwoch schauen wir auf die Zahl der Hypothekenanträge, die Wohnbaubeginne und Wohnbaugenehmigungen für Juni. Von Unternehmensseite kommen Zahlen von American Express, Bank of America, eBay und IBM.

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