US-Börsen im Plus - Notenbankchef Bernanke spricht vor Senat - Zahlen von Home Depot und Macy's - JPMorgan, MetroPCS, Yahoo
Am Dienstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,6 Prozent hinzu. Am Vortag hatte der Dow über 200 Punkte verloren. Vor allem die Unsicherheit nach der Wahl in Italien belasteten die Märkte.
Der Fokus ging am Morgen zudem auf den US-Notenbankchef Ben Bernanke. Er sprach vor dem US-Senat. Bernanke betonte, dass man die Niedrigzinsrisiken sehr ernst nehme, die Kosten aber nicht höher seien als der Nutzen. Der Notenbankchef plädiert zudem für einen zeitlich gestreckten Defizitabbau. Für das erste Quartal seien Anzeichen für ein leicht höheres Wachstum erkennbar. Trotz einer leichten Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt sei dieser aber weiter schwach. Deshalb werde auch das QE-Programm weiterlaufen.
Von Konjunkturseite ging der Blick am Morgen auf den Hauspreisindex. Er stieg im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent, im Vormonat waren es 5,5 Prozent. Das ist der beste Wert seit sieben Jahren. Im Januar wurden 437.000 neue Häuser (+15,6%) verkauft, Analysten hätten zuvor nur mit 385.000 gerechnet. Zudem lag das Verbrauchervertrauen im Februar bei überraschenden 69,9 Punkten, hier hatten Experten nur 62,0 Punkte erwartet.
Von Quartalsseite präsentierte Home Depot (+5,8%) am Morgen Zahlen. Der Baumarkt profitierte deutlich vom Hurrikan "Sandy" und den Aufräum- und Aufbauarbeiten. So stieg der Umsatz der weltgrößten Baumarktkette im abgelaufenen Quartal um 14 Prozent auf 18,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn wurde um fast ein Drittel auf gut eine Milliarde Dollar gesteigert. Analysten hatten nicht mit einem solch guten Ergebnis gerechnet. Die Aktionäre sollen eine Quartalsdividende von 0,39 Dollar erhalten.
Die Kaufhauskette Macy's (+2,8%) musste im abgelaufenen Quartal einen Gewinnrückgang von 745 Millionen auf 730 Millionen Dollar verbuchen. Der Umsatz stieg hingegen um 7,2 Prozent auf 9,35 Milliarden Dollar. Zum Umsatzanstieg trugen auch die Online-Verkäufe bei, die um 48 Prozent zugenommen hatten. Die Prognose für 2013 fiel besser als von Analysten erwartet aus.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 13.900 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,4 Prozent bei 3.130 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 0,6 Prozent bei 1.497 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Home Depot (+5,8%), Hewlett-Packard (+3,8%) und Intel (+1,7%). Die größten Verlierer waren: UnitedHealth (-0,5%), Cisco (-0,3%) und Merck (-0,2%).
Trotz hervorragender Geschäfte und einem Rekordgewinn im vergangenen Jahr wird die US-Bank JP Morgan (-0,2%) weiter auf die Kostenbremse drücken. So sollen in diesem Jahr 4.000 Stellen abgebaut werden, gab das Unternehmen bei einer Investorenkonferenz bekannt. Damit sollen die Kosten um rund eine Milliarde Dollar gesenkt werden.
Der texanische Mobilfunkkonzern MetroPCS wird seine Aktionäre über die Übernahme durch T-Mobile USA am 28. März abstimmen lassen. Dazu wird eine außerordentliche Hauptversammlung durchgeführt.
Bei Yahoo (+0,1%) wird ab sofort die Möglichkeit abgeschafft, von zu Hause zu arbeiten. Etwa 11.500 Mitarbeiter nutzen diese Chance bisher. Die Chefin Marissa Mayer will so den Konzern noch effizienter machen, um auf die Erfolgsspur nach Umbau-Maßnahmen zurückzufinden.
Der Marketing-Chef von Volkswagen in den USA, Tim Mahoney, wird zum ersten April zum Rivalen General Motors wechseln und dort das Marketing von Chevrolet leiten.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) traf sich mit seinem neuen US-Amtskollegen John Kerry in Berlin. Westerwelle betonte, dass die USA der wichtigste Verbündete außerhalb Europas sei. Zudem hoffe er bereits im Sommer mit Verhandlungen über eine transatlantische Freihandelszone beginnen zu können.
Am Mittwoch kommen von Konjunkturseite auf die Auftragseingänge für langlebige Güter, die anstehenden Hausverkäufe für Januar und die Zahl der Hypothekenanträge. Außerdem geht der Blick auf die Aktionärsversammlung von Apple.
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