US-Börsen im Plus - Intel und IBM belasten - Häusermarkt weiter auf Erholungskurs - Bank of America, Nike, PepsiCo, T-Mobile USA
Am Mittwoch gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones verlor 0,3 Prozent. Belastend wirkten sich vor allem die enttäuschenden Zahlen von Intel und IBM vom Vortag aus.
Am Morgen kamen vorbörslich die Quartalszahlen der Bank of America (+0,1%). Entgegen den Erwartungen ist die Bank im dritten Quartal knapp an der Verlustzone vorbeigeschrammt. Der Gewinn brach von 6,2 Milliarden auf 340 Millionen Dollar ein. Der Umsatz sank von 28,5 Milliarden auf 22,5 Milliarden Dollar. Ein Vergleich in Milliardenhöhe mit ehemaligen Merrill-Lynch-Aktionären lastete auf dem Ergebnis.
PepsiCo (+0,4%) übertraf die Erwartungen trotz eines Gewinnrückgangs. Der Gewinn fiel mit 1,90 Milliarden Dollar gegenüber 2,00 Milliarden Dollar unter das Vorjahresergebnis. Auch der Umsatz sank um fünf Prozent auf 16,65 Milliarden Dollar. Analysten hatten zuvor mit einem schlechteren Ergebnis gerechnet. Für das laufende Quartal rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem Rückgang um rund fünf Prozent.
Von Konjunkturseite ging der Blick auf den Häusermarkt. Die Zahl der Hypothekenanträge ging der vergangenen Woche weiter um 4,2 Prozent zurück, in der Vorwoche war es noch ein Rückgang von 1,2 Prozent. Im September stiegen die Wohnbaubeginne. 872.000 (+15%) wurden gestellt, im August waren es nur revidiert 758.000. Auch die Wohnbaugenehmigungen stiegen von revidiert 801.000 auf 894.000 (+11,6%). Damit bestätigt sich weiter der positive Trend im US-Immobilienmarkt.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,04 Prozent bei 13.557 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,1 Prozent bei 3.104 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinnvon 0,4 Prozent bei 1.460 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Alcoa (+2,7%), Johnson & Johnson (+2,1%) und Walt Disney (+2,1%). Die größten Verlierer waren: IBM (-4,9%), Intel (-2,5%) und UnitedHealth (-1,6%).
Auch das Thema Spanien beschädigte die Anleger. Laut Medienberichten kursierten zuletzt Gerüchte, dass das Land beim Rettungsschirm ESM eine vorsorgliche Kreditlinie beantragen wolle. Seit Wochen setzen Investoren darauf, dass Spanien bald einen Hilfsantrag stellt.
Der größte Chiphersteller der Welt Intel (-2,4%) kämpft weiter gegen einen Gewinn- und Umsatzrückgang. Der Gewinn sank im dritten Quartal um 14,3 Prozent auf 2,97 Milliarden Dollar. Im Jahresvergleich ging der Umsatz um 13,46 Milliarden Dollar zurück (-5,4%). Das schwache PC-Geschäft macht dem Unternehmen schwer zu schaffen. Die Hoffnung liegt auf dem neuen Microsoft-Betriebssystem Windows 8, trotzdem fällt die Prognose für das vierte Quartal verhalten aus. Fortschritte macht das Geschäft mit den leichten Ultrabook-Laptops und Mobiltelefonen.
Der IT-Konzern IBM (-4,4%) konnte den Gewinn dank Kosteneinsparungen nahezu stabil bei 3,8 Milliarden Dollar halten. Der Umsatz ging im dritten Quartal um fünf Prozent auf 24,7 Milliarden Dollar zurück. IBM verkaufte weniger der leistungsstarken Firmenrechner. In der Hardware-Sparte sank der Umsatz um 13 Prozent. Vor allem in Europa lief das Geschäft schwach.
Das neue Führungsduo der Citigroup versuchte Anleger und Analysten zu beruhigen. Es werde keine weiteren bösen Überraschungen nach dem Rücktritt von Vikram Pandit geben. Unterdessen prüft die Ratingagentur Moody's eine Bonitätsabstufung der Bank.
Der zweitgrößte Ölfeld-Servicedienstleister der Welt, Halliburton, konnte den Umsatz zwar steigern, musste aber einen Gewinnrückgang von 683 auf 602 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen.
Der US-Vermögensverwalter BlackRock verbuchte im dritten Quartal einen Gewinnanstieg von 595 auf 642 Millionen Dollar. Vor allem verbesserte Margen trugen zum Ergebnis bei.
Der amerikanische Werkzeughersteller Black & Decker musste im dritten Quartal trotz eines soliden Umsatzwachstums sinkende Gewinne ausweisen. Daran war auch das schwache Geschäft in Europa Schuld.
T-Mobile USA will mittelfristig zum drittgrößten Mobilfunkanbieter in den USA werden und damit den Rivalen Sprint übertreffen, so der neue Chef John Legere.
Google-Chef Larry Page trat zum ersten Mal nach seiner Krankheit wieder in der Öffentlichkeit auf. Seine Stimme klang weiterhin angeschlagen. Page verteidigte die Datenschutzrichtlinien seines Internet-Konzerns.
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