US-Börsen im Plus - Hoffen auf Haushaltslösung - Konjunkturdaten stützen - Fusion zwischen NYSE und ICE - ConAgra Foods, Google
Am Donnerstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,3 Prozent. Stützend wirkten sich aber einige Konjunkturdaten aus.
Der Blick ging von Konjunkturseite auf die dritte Schätzung des Bruttoinlandsproduktes Q3. Das Wachstum lag bei 3,1 Prozent. Analysten hatten nur mit 2,7 Prozent gerechnet. Der Philly Fed Index für das verarbeitende Gewerbe rund um Philadelphia kletterte im Dezember wieder ins Plus und tendierte bei 8,1 Punkten, nach -10,7 Punkten im November. Die Frühindikatoren waren rückläufig bei -0,2 Prozent. Gestiegen auf 361.000 sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, in der Vorwoche waren es noch revidiert 344.000. Gestiegen sind auch die Verkäufe bestehender Häuser. Sie lagen bei 5,04 Millionen (+5,9%) nach 4,79 Millionen im Vormonat.
Wegen der anhaltenden Gespräche zum US-Haushalt, drehte der Markt ins Plus. Am Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 13.311 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,2 Prozent bei 3.050 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 0,6 Prozent bei 1.443 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Bank of America (+3,0%), JPMorgan Chase (+2,3%) und Walt Disney (+2,0%). Die größten Verlierer waren: Merck (-3,4%), Caterpillar (-0,9%) und Intel (-0,3%).
Die Rohstoffbörse IntercontinentalExchange (ICE) will den Börsenbetreiber NYSE Group (+34,1%) für rund 8,2 Milliarden Dollar übernehmen, berichten Medien. Je Aktie betrage der Kaufpreis 33,12 Dollar. Chef des fusionierten Unternehmens soll ICE-Vorstandsvorsitzender Jeff Sprecher werden. Duncan Niederauer bleibt Chef der NYSE. Auch die ehrwürdige Börse in New York bleibt erhalten. Der Deal soll in der zweiten Jahreshälfte 2013 abgeschlossen sein.
Der US-Lebensmittelhersteller ConAgra Foods (+0,7%) konnte im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn steigern. Die Erwartungen wurden damit deutlich geschlagen. Auch der Ausblick wurde erhöht.
Google verkauft für 2,35 Milliarden Dollar das Motorola-Geschäft mit Settop-Boxen für Fernsehempfang. Käufer ist die Firma Arris, ein Spezialist für Kabel-TV-Ausrüstung.
Am Freitag schauen wir von Konjunkturseite auf die persönlichen Einkommen und Ausgaben, auf den Auftragseingang langlebiger Güter und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.
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