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US-Börsen im Plus - gute Konjunkturdaten geben Auftrieb - Bank of America und Citigroup im Fokus - AT&T, Boeing, Facebook

Manuel Koch

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Am Donnerstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,3 Prozent hinzu und lag weiter deutlich über der 13.500-Punkte-Marke. Grund waren gute Konjunkturdaten am Morgen.

 

Von Konjunkturseite ging der Blick am Morgen auf den Philly Fed Index. Das verarbeitende Gewerbe rund um Philadelphia sieht die Stimmung mit -5,8 Punkten deutlich schlechter im Januar. Im Vormonat lag der Index bei +4,6 Punkten. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in der vergangenen Woche um 17.000 auf 355.000 gesunken. Gut fielen Daten vom Immobilienmarkt aus: Die Wohnbaubeginne stiegen im Dezember auf 954.000, hier hatten Analysten zuvor mit 889.000 gerechnet. Die Baugenehmigungen kletterten im Dezember auf 903.000, hier hatten Experten 905.000 erwartet.

 

Am Morgen standen außerdem die Banken im Fokus. Noch vor Handelsbeginn veröffentlichten die Bank of America und Citigroup ihre Quartalsergebnisse.

 

Die US-Großbank Citigroup (-2,9%) enttäuschte mit ihren Zahlen für das vierte Quartal. Sie erzielte einen Gewinn von 0,69 Dollar pro Aktie oder 7,5 Milliarden Dollar, Analysten hatten mit 0,97 Dollar gerechnet. Auch der Umsatz blieb mit 18,66 Milliarden hinter den Erwartungen zurück. In der Zukunft will man die Gewinne mit einem massiven Abbau von Stellen wieder steigern. Bereits im Dezember hatte die Citigroup angekündigt 11.000 von 262.000 Jobs zu streichen. Auch Dutzende Filialen fallen weg.

Besser lief es bei der Bank of America (-4,2%). Sie profitierte vom selbst verordneten Sparkurs und einer Erholung am Häusermarkt. So konnten die Kosten um sechs Prozent verringert werden. Der Gewinn stieg um 190 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. Das ist mehr als Analysten zuvor erwartet hatten. Aufkommen muss die Bank weiterhin für die Sünden der Vergangenheit. So belastete der Vergleich mit dem staatlichen Hausfinanzierer Fannie Mae das Ergebnis mit 2,7 Milliarden Dollar.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 13.596 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,6 Prozent bei 3.136 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 0,6 Prozent bei 1.481 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Intel (+2,6%), Home Depot (+1,9%) und Walt Disney (+1,7%). Die größten Verlierer waren: Bank of America (-4,2%), JP Morgan (-0,8%) und Hewlett-Packard (-0,6%).

Der US-Versicherungskonzern UnitedHealth Group (+1,4%) konnte im abgelaufenen Quartal einen Umsatz- und Gewinnanstieg verbuchen. Außerdem bekräftigte man die Prognose für 2013.

Facebook (+1%) startet in den USA eine kostenlose Telefonfunktion über das Internet. Sie steht zunächst Nutzern von Apples iPhone zur Verfügung, die die Messenger-App von Facebook auf ihrem Smartphone installiert haben.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA nimmt Boeings (1,2%) Dreamliner vorerst aus dem Verkehr. Nach einer Reihe von Pannen müssen alle in den USA registrierten Maschinen am Boden bleiben.

Die amerikanische Telefongesellschaft AT&T (-0,2%) sei auf der Suche nach Übernahmekandidaten in Europa, berichten US-Medien. Noch in diesem Jahr könnte es Neuigkeiten in diesem Bereich geben.

Am Freitag kommen von Konjunkturseite das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für Januar und noch vor Börsenbeginn die Unternehmenszahlen von General Electric.

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