US-Börsen im Plus - Dow Jones schließt über 14.000 Punkten - Google mit eigenen Läden - Amazon, Microsoft, Office Depot und OfficeMax
Am Dienstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,2 Prozent hinzu. Kurze Zeit nach dem Handelsstart ging der Dow Jones über die Marke von 14.000 Punkten.
Von Konjunkturseite ging der Blick am Morgen auf den Wells Fargo Hausmarktindex. Er sank unerwartet für Februar auf 46,0 Punkte, im Vormonat waren es 47,0 Punkte.
Thomas Rudy sieht diese Woche die Technologie-Branche in Bewegung. Mit dem richtigen Einstiegszeitpunkt könne Geld verdient werden, so der Experte: "Apple unterbewertet unter 500 Dollar, Facebook liegt unter 30 Dollar. Und natürlich die Aktie von Hewlett-Packard." Die HP-Aktie habe in der Vergangenheit sehr gelitten, so der Vorstandsvorsitzende von Capital R Investments: "Die Aktie kam von weit über 30 Dollar und liegt nun bei 17 Dollar. HP ist aber eine Aktie, die locker über 20 Dollar liegen könnte. Da muss man auf die Quartalszahlen am Donnerstag schauen, dann kann man Geld verdienen, wenn man kurz vorher einsteigt. Die Facebook-Aktie sehe ich Ende des Jahres bei 50 Dollar." Die Apple-Armbanduhr "iWatch" hält Thomas Rudy hingegen nur für ein Gerücht, die Zukunft von Apple liege im TV-Bereich: "Die Umsatzsteigerung ist im Bereich des Fernsehens zu holen. Wenn das ausgebaut wird, wird Apple der führende Fernsehhersteller der Welt. Das dauert aber wohl noch ein paar Jahre." Thomas Rudy wirft auch einen Blick auf die Milliardäre an der Wall Street und sieht hier eine Art Kriegsschauplatz: "Die Hedgefondsmanager Bill Ackman und David Einhorn haben beide die größten Fonds hier an der Wall Street. Es geht gegen Karl Icahn und den Vitaminhersteller Herbalife. Bill Ackman findet, Herbalife ist ein Betrug, hier wurde ein Schneeballsystem aufgebaut. Icahn entgegnet, es sei ein legitimes Geschäftsmodell. Nur einer von beiden wird Recht behalten, beide haben jedoch Milliarden darauf verwettet." Ansonsten werde sich der Dow Jones auch in dieser verkürzten Handelswoche die Zähne an der 14.000-Punkte-Marke ausbeißen, meint der Geschäftsführer von Capital R Investment: "Ich möchte nicht die Luft aus dieser Woche nehmen, aber wir werden kaum Bewegung sehen. Wir bleiben also an den 14.000 Punkten, vielleicht geht es auch einen kleinen Tick nach unten". Der Fokus bei den Konjunkturdaten liege diese Woche auf den Zahlen zum US-Immobilienmarkt, so Rudy.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 14.036 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,7 Prozent bei 3.214 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 0,7 Prozent bei 1.531 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Cisco (+2,2%), General Electric (+2,0%) und Merck (+1,9%). Die größten Verlierer waren: Alcoa (-2,8%), UnitedHealth (-1,2%) und Wal Mart (-0,8%).
Microsoft (+1,0%) hat nach monatelanger Testphase nun den Web-Mail-Dienst outlook.com gestartet. Das neue Email-Programm des Software-Riesen löst damit Hotmail ab.
Europäische Datenschützer haben Google (+1,8%) im Visier. Man plane noch vor dem Sommer "repressiv" gegen den Suchmaschinendienst vorzugehen. Google werde vorgeworfen, mit dem Umgang der Nutzerdaten gegen Datenschutzrichtlinien zu verstoßen. Google selbst denkt unterdessen über eigene Läden wie Apple nach. Die Aktie kletterte daraufhin zum ersten Mal über die Marke von 800 Dollar.
Die beiden Einzelhändler OfficeMax und Office Depot seien in fortgeschrittenen Verhandlungen für einen Zusammenschluss, das berichten US-Medien.
Das Online-Versandhaus Amazon (+1,8%) trennt sich nach der anhaltenden Kritik über den Umgang von Zeitarbeitern in einem Fernsehbericht von einem weiteren Dienstleistungsunternehmen. Dieses war für die Unterbringung der Arbeiter verantwortlich. Einer Sicherheitsfirma hatte Amazon bereits in der vergangenen Woche gekündigt.
Nachbörslich kamen am Dienstag die Quartalszahlen von Dell (-0,1%). Der Nettogewinn des PC-Herstellers fiel um 31 Prozent auf 530 Millionen Dollar. Der bereinigte Gewinn lag bei 702 Millionen Dollar oder 0,40 Dollar Gewinn pro Aktie und lag damit über den Erwartungen von 0,39 Dollar Gewinn pro Aktie. Auch der Umsatz des Unternehmens fiel mit 14,3 Milliarden Dollar schlechter aus als in der Vorjahresperiode.
Dell steht momentan im Fokus durch das Übernahmeangebot von Firmengründer Michael Dell und einem Finanzkonsortium. 24 Milliarden bietet er für den drittgrößten PC-Hersteller der Welt, den er anschließend von der Börse nehmen würde. Einige Großaktionäre zeigten sich mit dem Angebot allerdings unzufrieden.
Am Mittwoch kommen von Konjunkturseite die Zahl der Hypothekenanträge, Wohnbaubeginne, Wohnbaugenehmigungen, Erzeugerpreisindex und die FOMC Minutes.
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.























