US-Börsen uneinheitlich - Dow im Plus - Caterpillar, PepsiCo und Boeing geben Aufwind - Apple belastet - Warten auf Facebook
Am Mittwoch gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,7 Prozent hinzu. Auftrieb gaben ordentliche Quartalszahlen.
Schon vor dem US-Handelsstart kamen vorbörslich die Quartalszahlen von AOL, Boeing, Caterpillar, Nasdaq und PepsiCo.
Gute Zahlen vom weltgrößten Baumaschinen-Hersteller Caterpillar (+1,4%). Der Gewinn lag bei 2,54 Dollar pro Aktie. Analysten hatten 2,28 Dollar erwartet. Auch der Umsatz lag mit 17,37 Milliarden Dollar leicht höher als erwartet. Allerdings wurde die Umsatzprognose gekappt, beim Gewinn erwartet man etwas mehr.
Der Softdrink-Hersteller PepsiCo (+2,2%) konnte mit 1,12 Dollar pro Aktie einen leicht besseren Gewinn als mit 1,09 Dollar erwartet verbuchen. Der Umsatz lag ganz genau bei 16,5 Milliarden Dollar im zweiten Quartal. Das Unternehmen sagte, die Konzern-Strategie sei auf dem richtigen Weg. PepsiCo steckt mitten in einem tiefgreifenden Umbau.
Der Börsenbetreiber Nasdaq konnte Umsatz und Gewinn leicht steigern im zweiten Quartal. Der Nettogewinn verbesserte sich von 92 auf 93 Millionen Dollar im Vorjahresvergleich.
Von Konjunkturseite ging der Blick auf die Zahl der Hypothekenanträge. In der vergangenen Woche stiegen die Anträge abermals leicht um 0,9 Prozent. In der Vorwoche waren sie überraschend stark um 16,9 Prozent nach oben geklettert. Die Verkäufe neuer Häuser sanken im Juni auf 350.000 (-8,4%), im Mai waren es noch revidiert 382.000 (+6,7%). Analysten hatten mit 374.000 gerechnet.
Mit Spannung wurde am Morgen der erste Kurs der Apple-Aktie erwartet. Sie ging 4,3 Prozent ins Minus und liegt momentan bei 574,97 Dollar. Die Dienstag nachbörslich gekommenden Zahlen hatten enttäuscht: Der Gewinn pro Aktie fiel mit 9,32 Dollar geringer aus als die von Analysten erwarteten 10,37 Dollar. Auch der Umsatz lag mit 35,0 Milliarden hinter den erwarteten 37,22 Milliarden Dollar zurück
Die Ratingagentur Moody's senkte den Ausblick für die Kreditwürdigkeit des europäischen Rettungsschirms EFSF. EZB-Ratsmitglied Nowotny brauchte für den permanenten Fonds ESM eine Banklizenz ins Spiel. Auch die zunehmenden Sorgen um die Finanzstabilität Spaniens standen im Fokus. Experten gehen davon aus, dass weitere spanische Provinzen Hilfen bei der Regierung in Madrid beantragen müssen. So müsste Spanien am Ende vielleicht doch komplett als Land unter den Rettungsschirm schlüpfen. Unterdessen erwägen die Euro-Retter möglicherweise einen zweiten Schuldenschnitt für Griechenland, um eine Pleite des Landes abzuwenden.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 12.676 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,3 Prozent bei 2.854 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 blieb unverändert bei 1.338
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Boeing (+2,8%), AT&T (+2,1%) und Cisco (+2,0%). Die größten Verlierer waren: Hewlett-Packard (-1,1%), Microsoft (-1,1%) und Kraft Foods (-0,5%).
US-Flugzeugbauer Boeing (+2,8%) hat einen besseren Gewinn als erwartet ausgewiesen: Pro Aktie verdiente das Unternehmen 1,27 Milliarden, erwartet waren 1,13 Dollar. Der Umsatz lag bei 20,4 Milliarden Dollar.
Gut lief es für die größte amerikanische Fluggesellschaft US Airways. Der Gewinn sprang deutlich von 92 auf 306 Millionen Dollar nach oben. Grund sei die gestiegene Passagierzahl. Schlechter lief es bei Delta Air Lines. Trotz gestiegener Umsätze ist die Fluggesellschaft in die roten Zahlen gerutscht.
Der amerikanische Internet-Anbieter AOL konnte nach einem Vorjahresverlust wieder einen deutlichen Gewinn von 970,8 Millionen Dollar im zweiten Quartal ausweisen.
Der US-Autobauer Ford musste im zweiten Quartal eine Gewinnhalbierung von 2,4 auf 1,04 Milliarden Dollar zum Vorjahresquartal verbuchen.
Der Rüstungskonzern General Dynamics wies im zweiten Quartal einen leichten Gewinnrückgang aus. Auch beim Rüstungskonzern Northrop Grumman sank der Gewinn. Das Unternehmen erhöhte aber seinen Ausblick.
Der Pharmakonzern Eli Lilly muss im zweiten Quartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen. Beim Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb erlitt wegen eines Patentverlusts einen Umsatzeinbruch.
Der mitgliederstärkste US-Krankenversicherer WellPoint veröffentlichte einen Gewinnrückgang und senkte den Jahresausblick.
Tupperware, der US-Hersteller von Plastikbehältern zur Aufbewahrung von Lebensmitteln, musste einen Umsatzrückgang im zweiten Quartal hinnehmen.
Am Donnerstag schauen wir von Konjunkturseite auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Aufträge langlebiger Güter und die anstehenden Hausverkäufe. Von Unternehmensseite kommen Zahlen von Amazon, Exxon Mobile, Facebook und United Technologies.
Bei Facebook wollen Investoren am Donnerstag Informationen sehen, vor allem zu den Umsätzen aus dem Werbegeschäft. Wenn diese Zahlen enttäuschen, dann wird die Aktie wohl brutal bestraft werden. Wir werden diesmal Facebooks wahres Gesicht sehen. Es muss vermutlich schon deutlich mehr Geld verdient werden, bevor seriöse Groß-Anleger diese Aktie kaufen.
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