US-Börsen im Plus - Bernanke lässt Maßnahmen weiterhin offen - EZB im Fokus - gute Konjunkturdaten - Apple, Google, HP - Warren Buffett - Ausblick
Am Freitag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,7 Prozent hinzu. Medienberichte wonach die Europäische Zentralbank an einem Anleihenkaufprogramm arbeiten würde, gaben den Märkten Rückenwind.
Alle Blicke und Hoffnungen gingen am Morgen auf das Treffen der Notenbanker im beschaulichen Städtchen Jackson Hole in Wyoming. Seit Tagen hatten die Märkte auf die Rede von Fed-Chef Ben Bernanke gewartet. Und es kam, was alles erwartet hatten: Bernanke kündigte keine Maßnahmen an, sondern wiederholte die Bereitschaft der Fed, im Notfall für einen Eingriff bereitzustehen. Er sprach dabei von "unkonventionellen Maßnahmen". Die ökonomische Situation sei alles andere als zufrieden stellend. Über die Lage am Arbeitsmarkt zeigte sich Bernanke besorgt. Die bisherigen Bondkäufe hatten der Wirtschaft genützt.
Am Vorabend nahm Mitt Romney offiziell die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner in Tampa an und wird Anfang November gegen Präsident Barack Obama im Kampf ums Weiße Haus antreten. Er versprach den etwa 40 Millionen zuschauenden Amerikanern ein besseres Amerika: "Was die USA brauchen, sind Jobs. Viele Jobs." Der Multimillionär will zwölf Millionen neue Stellen schaffen. Jedoch sagte er nicht, wie er das schaffen will. In der kommenden Woche findet der Parteitag der Demokraten in Charlotte statt. Dort wird Präsident Obama versuchen, die Rede von Romney zu übertrumpfen.
Von Konjunkturseite kam am Morgen der finale Wert des Verbrauchervertrauens der Uni Michigan. Der Index lag im August bei 74,3 Punkten. Das war besser als die Erwartungen und früheren Schätzungen der Analysten. Außerdem stiegen die Industrieaufträge im Juli deutlich. Der Index kletterte um 2,8 Prozent, Analysten hatten hier mit 2,0 Prozent gerechnet. Im Juni gingen die Aufträge noch um 0,5 Prozent zurück.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 13.091 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,6 Prozent bei 3.040 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 0,5 Prozent bei 1.407 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Intel (+2,3%), American Express (+2,0%) und Microsoft (+1,7%). Die größten Verlierer waren: Merck (-0,2%) und AT&T (-0,1%)
Bundesbankpräsident Jens Weidmann soll angeblich an Rücktritt gedacht haben. Weidmann macht seit Monaten aus seiner Kritik am Kurz der Europäischen Zentralbank keinen Hehl.
Eine Woche nach dem Erfolg von Apple im Patentstreit gegen Samsung hat das Unternehmen ein kleineres Verfahren vor einem Gericht in Japan verloren. Die abrichtet stellten fest, dass Samsung keine Patente verletzten würde. Beim Streit zwischen Apple und Google könnte es zu einer Annäherung kommen. Die Konzernchefs Tim Cook und Larry Page sollen vergangene Woche telefoniert haben.
PC-Marktführer Hewlett-Packard jetzt auf den Trend von Hybrid-Geräten. HP stellte auf der IFA in Berlin einen Computer vor, der sich über einen magnetischen Verschluss schnell von einem Notebook in ein Tablet verwandeln lässt. Die Entwicklung eines eigenen Tablets hatte HP vor einem Jahr eingestellt.
Starinvestor Warren Buffett hat zu seinem 82. Geburtstag dicke Aktienpakete seiner Firma Berkshire Hathaway seinen Kindern Susan, Howard und Peter vermacht. Das Gesamtpaket ist gut zwei Milliarden Dollar wert. Den Brief an seine Kinder unterschrieb er mit "Alles Liebe, Dad".
In der kommenden Woche schauen wir von Konjunkturseite auf
Montag
Feiertag Labor Day, NYSE geschlossen
Dienstag
ISM-Index August
Bauausgaben Juli
Auto-Verkäufe August
Mittwoch
Lohnstückkosten (2Q.)
Arbeitsproduktivität (2Q.)
Donnerstag
Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Öl-Lagerbestände
Freitag
Arbeitslosenrate August
Arbeitsmarktdaten August
Wochenstunden August
Stundenlöhne August
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