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US-Börsen im Minus – Warten auf Notenbanken – JPMorgan vor US-Kongress – Facebook, Dell, Johnson & Johnson, Adidas

Manuel Koch

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Am Mittwoch gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,4 Prozent.

Die Börsianer waren weiter skeptisch und die Investoren hin- und hergerissen. Auf der einen Seite sieht man Hoffnung durch mögliche stimulierende Maßnahmen der Notenbanken, zum anderen bleiben die Sorgen um die EU-Schuldenkrise. Neben Spanien und Italien rückt die Wahl in Griechenland am Wochenende in den Fokus. Medien berichten außerdem, dass Griechenland eventuell bald ein drittes Hilfsprogramm benötigen könnte. Der Ruf nach einem Eingreifen der Zentralbanken wird immer lauter. Die EZB trifft sich aber erst Anfang Juli wieder, der Offenmarktausschuss der US-Notenbank Fed kommt in der kommenden Woche zusammen.

JPMorgan Chase-Chef Jamie Dimon musste sich heute vor dem US-Kongress verantworten. Die Investmentbank hatte im Mai zwei Milliarden US-Dollar durch risikoreiche Spekulationen verzockt und damit die Diskussion über gieriges und verantwortungsloses Verhalten der Investmentbanker neu entfacht. Dimon entschuldigt sich und gibt zu, dass die Bank einen Fehler begangen habe. Dimon sprach sich außerdem gegen härtere Regulierungsmaßnahmen für Banken aus. Trotzdem hat der Fall in den USA eine Diskussion über Regeln für den Bankensektor ausgelöst. Die Aktie stieg schon während der "Anhörung" und schloss mit einem Plus von 1,6 Prozent.

Von Konjunkturseite stieg die Zahl der Kredite für Hauskäufe deutlich in der vergangenen Woche um 18 Prozent. In der Vorwoche waren es nur 1,3 Prozent.

Schlecht lief es hingegen für die Handelsumsätze für Mai. Sie sanken um 0,2 Prozent, auch der Vormonat wurde nach unten revidiert. Ähnliches Bild beim Erzeugerpreisindex für Mai. Dieser ging überraschenderweise gleich um ein Prozent zurück. Nur die Lagerbestände wurden mit 0,4 Prozent stärker gesteigert als von Analysten erwartet.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 12.496 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,9 Prozent bei 2.819 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,7 Prozent bei 1.315 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Johnson & Johnson (+2,2%), JPMorgan Chase (+1,6%) und Mc Donald's (+0,5%). Die größten Verlierer waren: American Express (-2,4%), Home Depot (-2,4%) und Caterpillar (-2,0%).

Facebook wehrt sich jetzt zum Ende der Stillhaltepflicht nach dem verpatzten Börsengang. Eine neue Studie des sozialen Netzwerkes soll zeigen, dass es sich für Kunden lohnt, auf Facebook zu werben. Die Aktie dümpelt trotzdem weiter vor sich hin und schloss bei Minus 0,5 Prozent.

Der US-Computer Computerhersteller Dell will seine Aktionäre am Erfolg des Unternehmens teilhaben lassen und kündigte eine Quartalsdividende an. Die Aktie gewinnt daraufhin 2,6 Prozent.

Der US-Pharma- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson erhielt von der amerikanischen Handelsaufsicht FTC die Freigabe für die milliardenschwere Übernahme des Schweizer Medizintechnikunternehmens Synthes. Die Aktie 2,2 Prozent im Plus.

Adidas verbietet den Verkauf der Produkte auf eBay und Amazon. Nur noch auf den eigenen Handelsplattformen sollen die Sportartikel in Zukunft angeboten werden. Die Aktie schließt mit einem Minus von 0,3 Prozent.

Am Donnerstag schauen wir auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, den Konsumentenpreisindex für Mai und die Leistungsbilanz Q1.

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