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US-Börsen im Minus - Staatsdefizit wächst weiter - Warren Buffett - Bilfinger Berger - Chevron - Marriott

Manuel Koch

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Am Donnerstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,5 Prozent. Die Gemeinschaftswährung Euro tendierte zwischenzeitlich erstmals seit 2010 wieder unter 1,22 Dollar.

Anleger und Börsianer reagierten enttäuscht auf das am Vortag veröffentlichte Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed. Auch wenn das Wachstum langsam sei, gibt es noch keine deutlichen Anzeichen für ein neues Anleihekaufprogramm QE3. Die Ernüchterung schickte die Kurse dann ins Minus. In der kommenden Woche wird Fed-Chef Ben Bernanke den Ausblick für die Geldpolitik vor dem US-Kongress erörtern.

Von Konjunkturseite sanken die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend deutlich um 26.000 auf 350.000. Analysten hatten mit 360.000 Anträgen gerechnet. Das ist der beste Wert seit 2008. Nachdem die Import- und Exportpreise im Mai rückläufig waren, sind sie im Juni weiter zurückgegangen. Die Einfuhrpreise gingen um 2,7 Prozent, die Ausfuhrpreise um 1,7 Prozent nach unten. Das Defizit des US-Staatshaushalt wuchs im Juni um 59,7 Milliarden Dollar. Im Vormonat waren es 43,1 Milliarden Dollar.

Investorenlegende Warren Buffett gab am Morgen ein Interview im US-Fernsehen. Der 82-jährige spürt klar das sehr lange Wirtschaftswachstum in den USA. Es sei aber eine leichte Erholung am Häusermarkt spürbar. Über die Schuldenkrise in Europa zeigte sich der CEO von Berkshire Hathaway besorgt. Er geht davon aus, dass die Eurozone nicht weitermachen könne wie bisher.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 12.573 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,8 Prozent bei 2.866 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,5 Prozent bei 1.335 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Merck & Co (+4,1%), Procter & Gamble (+3,8%) und McDonald´s (+2,7%). Die größten Verlierer waren: Intel (-2,6%), Cisco (-2,4%) und Microsoft (-2,3%).

Der größte Hotelbetreiber in den USA, Marriott International, konnte im zweiten Quartal den Gewinn steigern trotz eines gesunkenen Umsatzes. Damit lag das Unternehmen in den Erwartungen.

Der US-Ölkonzern Chevron erwartet für das zweite Quartal einen höheren Gewinn. Die Geschäfte innerhalb des Konzerns dürften sich aber unterschiedlich entwickelt haben.

Der Baudienstleister Bilfinger Berger kommt seiner angekündigten Expansion in den USA voran. Der Mannheimer Konzern übernimmt den Montage- und Servicespezialisten Westcon in North Dakota.

Der US-Baustoffhändler Fastenal meldet für das zweite Quartal einen Umsatz- und Gewinnanstieg. Die Erwartungen der Analysten konnte das Unternehmen übertreffen.

 

Am Freitag schauen wir auf am Morgen gespannt auf die Quartalszahlen von Wells Fargo und JPMorgan Chase. Nach dem Spekulationsdesaster von JPMorgan werden die Zahlen unter die Lupe genommen. Experten rechnen damit, dass die US-Großbank eher positiv überraschen könnte. Von Konjunkturseite schauen wir auf das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan und die Erzeugerpreise

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