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US-Börsen im Minus - Politik in Washington im Blick - Apple gegen Einhorn - CME und Deutsche Börse - Boeing, Google, Hewlett-Packard

Manuel Koch

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Am Montag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,4 Prozent hinzu. Auch die Hoffnung darauf, dass Berlusconi in Italien nicht wieder an die Macht kommen wird, gaben zunächst Auftrieb.

Der US-Börsenbetreiber CME habe ein Auge auf die Deutsche Börse geworfen, berichten Medien. Man wolle über eine Fusion der beiden Börsen sprechen. Die Deutsche Börse dementierte Gespräche.

Brian Barnier von ValueBridge Advisors sieht kritisch auf die geldpolitischen Maßnahmen der US-Notenbank: "Wir sehen hier einen falschen Boden, der die Preise der Wirtschaftsgüter unterstützt und zwar über dem Niveau des echten Waren- und Dienstleistungsmarktes. Quantitative Easing, also die geldpolitische Lockerung, hat daran einen großen Anteil." Der US-Ökonom erkennt hier ein großes Gefahrenpotential. Momentan sei das System sehr instabil und die Preise im Waren- und Dienstleistungssektor sowie im Aktienmarkt werden künstlich hochgehalten. Deutlich sei das letzte Woche geworden, meint der Experte, als die Fed-Protokolle veröffentlicht wurden und der Dow Jones daraufhin zweimal in Folge einbrach: "Was wir letzte Woche gesehen haben ist nur ein Beispiel dafür, dass der Markt nicht gelernt hat, alles einzupreisen." Der Markt müsse also die inneren Werte der Güter widerspiegeln und das Bruttoinlandsprodukt auf das Niveau bringen, das die Marktpreise bereits erreicht haben, so Barnier. Kritisch sieht er auch die Herden-Mentalität der Anleger, diese unterstütze die Blase auf dem Vermögensmarkt noch weiter. Brian Barnier wirft auch einen Blick auf den 1. März, an dem es zu automatischen Ausgabenkürzungen in den USA kommen wird, sollten nicht rechtzeitig Reformen eingeläutet werden. Die Diskussionen über die Schuldendecke in Washington werde die Märkte wieder negativ beeinflussen, so der Ökonom: "Mit Sicherheit wird dies wieder zu sehr großen Unsicherheiten führen. Jetzt wo der Papst zurückgetreten ist, sehen wir etwas Ähnliches: Alle stehen draußen und warten darauf, welche Farbe der Rauch haben wird. Auch wenn die Leute draußen keine Ahnung haben, was innen besprochen wird. Und das machen wir auch gerade. Wir versuchen in die Kristallkugel zu schauen und etwas über die politische Dynamik herauszufinden, die hinter verschlossenen Türen stattfindet." Klar sei jedoch, dass eine Lösung gefunden werde müsse. Dafür gäbe es keinen einfachen Weg, denn die politischen Lager seien sehr weit voneinander entfernt: "Momentan sehen wir eine sehr starke Polarisierung, sehr verschiedene Ideologien treffen da aufeinander. Das ist auch das, was die Beunruhigung hervorruft."

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 1,6 Prozent bei 13.784 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 1,4 Prozent bei 3.116 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 1,8 Prozent bei 1.488 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: McDonald´s (+0,9%), Verizon (+0,7%) und Wal-Mart (+0,1%). Die größten Verlierer waren: Bank of America (-3,6%), Caterpillar (-2,6%) und Alcoa (-2,5%)

Der Hedgefonds-Manager David Einhorn hat vor einem US-Bezirksgericht einen Teilerfolg gegen Apple (-1,8%) errungen. Einhorn fordert vom iPhone-Hersteller, die Aktionäre stärker am Milliarden-Bargeld-Vermögen teilhaben zu lassen. Der Richter untersagte Apple in der am Mittwoch stattfindenden Aktionärsversammlung, die Möglichkeit zur Ausgabe von Vorzugsaktien zu beschneiden. Einhorn möchte durch Vorzugsaktien stärker an den Geldreserven teilhaben.

Der Computer-Hersteller Hewlett-Packard (-0,7%) kehrt nach eineinhalb wieder auf den boomenden Tablet-Markt zurück. Dabei setzt das Unternehmen auf das Android-Betriebssystem von Google.

Boeing-Manager machten der US-Luftfahrtsicht FAA erste Vorschläge, um die Probleme mit den Batterien beim Dreamliner in den Griff zu kriegen. Unterdessen stellen sich Boeing-Kunden auf längere Ausfallzeiten ein.

Die größtenteils verstaatlichte britische Großbank Royal Bank of Scotland prüft, ihre US-Tochter Citizens an die Börse zu bringen. Mindestens 25 Prozent von Citizens sollen an die Börse gehen, berichten amerikanische Medien.

MasterCard (-2,5%) will das digitale Bezahlen mit Smartphone oder Tablet auch ohne Kreditkarte weiter vorantreiben. Mit MasterPass soll es möglich sein, mit nur einem Klick in einem Geschäft zu bezahlen.

Google (-1,1%) plant an seinem Sitz im kalifornischen Mountain View ein neues Hauptquartier. Es sollen neun vierstöckige Gebäude entstehen. Jeder Kollege soll innerhalb von zweieinhalb Minuten Fußweg zu erreichen sein.

Am Dienstag kommen von Konjunkturseite das Verbrauchervertrauen für Februar, der Hauspreisindex und  Verkäufe neuer Häuser. Macy's und Home Depot veröffentlichen ihre Bilanzen.

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