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US-Börsen im Minus - Notenbank Fed mit Plan B - gemischte Häusermarktdaten - Apple, Boeing, Dell, Heinz, Yahoo

Manuel Koch

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Am Mittwoch gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,1 Prozent und tendierte trotzdem über der Marke von 14.000 Punkten.

Von Konjunkturseite ging der Blick am Morgen auf den Häusermarkt. Die Wohnbaubeginne lagen im Januar bei 890.000, Analysten hatten hier 910.000 erwartet. Der Vormonat wurde auf 973.000 nach oben revidiert. Bei den Wohnbaugenehmigungen ging der Wert auf 925.000 von revidiert 909.000 im Januar nach oben. Die Zahl der Hypothekenanträge sank in der vergangenen Woche um 1,7 Prozent. Der Erzeugerpreisindex stieg im Januar um 0,2 Prozent.

Am Nachmittag wurde das Protokoll des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed veröffentlicht. In der Sitzung Ende Januar sprachen sich einige Mitglieder dafür aus, die monatliche Geldpolitik in Höhe von 85 Milliarden Dollar langsam und früher zurückzufahren. Einige Mitglieder fürchten, dass das massive Ankaufprogramm zu Instabilität führen könne. Im März werde man erneut darüber reden. Der Markt ging daraufhin weiter ins Minus und unterschritt die Marke von 14.000 Punkten.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 13.928 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 1,5 Prozent bei 3.164 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 1,2 Prozent bei 1.512 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Merck (+1,0%), Verizon (+0,9%) und Wal-Mart (+0,7%). Die größten Verlierer waren: Alcoa (-3,3%), Bank of America (-3,2%) und UnitedHealth (-2,6%).

Der Siegeszug der Tablets und Smartphones macht dem drittgrößten PC-Hersteller der Welt weiter zu schaffen. So sank der Umsatz von Dell (+0,1%) um elf Prozent auf 14,3 Milliarden Dollar. Der Gewinn brach sogar um 31 Prozent auf 530 Millionen Dollar ein.

Beim vermutlichen Insiderhandel rund um die geplante Übernahme von Heinz-Ketchup durch Warren Buffetts Holding Berkshire Hathaway und dem Partner 3G Capital schaltet sich jetzt auch das FBI ein. Die US-Börsenaufsicht SEC ermittelt bereits in dem Fall.

Auch Apple (-2,4%) wurde in den vergangenen Wochen Ziel eines Hackerangriffs. Das Unternehmen teilte aber mit, dass keine Daten entschlüsselt werden konnten. In der vergangenen Woche hatte das soziale Netzwerk Facebook auf einen Hackerangriff hingewiesen, bei dem die Online-Kriminellen ebenfalls keinen Erfolg hatten. Apples chinesischer Dienstleister Foxconn habe einen Einstellungsstopp veranlasst, berichten Medien.

Die Büroartikelhersteller OfficeMax (-7,1%) und Office Depot (-17%) werden fusionieren. Schon vor Tagen waren solche Gerüchte im Umlauf und hatten die Kurse steigen lassen.

Yahoo (-1,7%) will das Angebot der US-Internetseite aufhübschen und die Seite überarbeiten, so Konzernchefin Meyer. Ziel ist es, dass die Kunden länger auf der Seite verweilen.

Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing (+0,2%) sei nah daran, eine Lösung für die Batterien beim Vorzeigejet Dreamliner so finden. Bis dahin bleibe der Flieger allerdings weiter am Boden.

Im Fall von Amazon (+1,2%) ermittelt nun auch das Bundeskartellamt. Es soll geklärt werden, ob der US-Konzern die Händler fair behandelt, die ihre Waren über Amazon anbieten.

Am Donnerstag kommen von Konjunkturseite der Philly Fed Index, das Verbrauchervertrauen, die Frühindikatoren, die Verkäufe bestehender Häuser und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Außerdem veröffentlicht Hewlett-Packard nachbörslich die Quartalszahlen.

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