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US-Börsen im Minus - Indizes verlieren wegen Monti-Aussagen - Alcoa, AMD, Intel, Microsoft

Manuel Koch

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Am Dienstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,5 Prozent hinzu.

Die Finanzmärkte schauten mal nicht auf die Politik, sondern nach Karlsruhe zum Bundesverfassungsgericht. Die Richter verhandeln derzeit über Klagen zum Fiskalpakt und dem permanenten europäischen Rettungsschirm ESM. Erste Aussagen machten den Anlegern aber Hoffnung. Bundesfinanzminister Schäuble (CDU) hatte vor den Konsequenzen einer Verzögerung oder eines Stopps des ESM gewarnt.

In der vergangenen Nacht einigten sich die EU-Finanzminister darauf, die Sparziele für Spanien um ein Jahr zu strecken. Erste Hilfen für die Banken werden noch im Juli überwiesen. Außerdem wurde der bisherige Chef der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker vorerst im Amt bestätigt. Der Deutsche Klaus Regling, der bereits den vorläufigen Rettungsfonds EFSF führt, wird auch Direktor des dauerhaften Rettungsschirms ESM.

 

Am Nachmittag belasteten Aussagen vom italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti die Märkte. Dass Italien eventuell Hilfsmaßnahmen benötigen könnte, ließ die Börsen ins Minus drehen. Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 12.653 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 1,0 Prozent bei 2.902 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,8 Prozent bei 1.341 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Kraft Foods (+1,0%), JPMorgan Chase (+0,9%) und McDonald´s (+0,5%). Die größten Verlierer waren: Alcoa (-4,1%), Caterpillar (-3,5%) und Intel (-2,3%).

Alcoa eröffnete Montagabend nachbörslich die US-Berichtssaison. Im zweiten Quartal verbuchte das Aluminium-Unternehmen einen Verlust von zwei Millionen Dollar. Ohne Sonderposten verdiente Alcoa allerdings 61 Millionen oder sechs Cent je Aktie. Der Umsatz fiel um neun Prozent auf 5,96 Milliarden Dollar. Der Aluminiumpreis tendierte zuletzt nahe eines Zwei-Jahrestiefs und auch die Alcoa-Aktie verlor deutlich. 

Der weltgrößte Computerchip-Hersteller Intel steigt beim niederländischen Branchenzulieferer ASML ein. Zunächst wurden zehn Prozent der ASML-Aktien für 1,7 Milliarden Euro übernommen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll der Anteil auf 15 Prozent aufgestockt werden.

Der ohnehin angeschlagene Chiphersteller AMD geht für das zweite Quartal von einem Umsatzrückgang von 11 Prozent aus. Offenbar spürt das Unternehmen die Auswirkungen der Schuldenkrise. Die Verkäufe in Europa und China liefen schlechter als erwartet. Die AMD-Aktie verliert 11,2 Prozent.

Der US-Flugzeughersteller Boeing erhielt einen Großauftrag über 100 Maschinen durch die GE-Tochter GE Capital Aviation Services. Laut Listenpreis hat der Auftrag einen Gesamtwert von 7,2 Milliarden Dollar.

Software-Riese Microsoft kauft den amerikanischen Display-Hersteller Perceptive Pixel (PPI) hinzu und stärkt damit seine Hardware-Sparte. Eine endgültige Vereinbarung sei getroffen. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Der amerikanische Internet-Konzern Google wird voraussichtlich 22,5 Millionen Dollar im Rahmen eines Vergleichs an Apple zahlen. Google wurde vorgeworfen, die Privatsphäre-Einstellungen von Apples Safari-Nutzern nicht berücksichtigt zu haben. Das berichtet das Wall Street Journal.

 

Am Mittwoch schauen wir auf das Handelsbilanzdefizit für Mai, den Großhandel und die Hypothekenanträge. Außerdem wird das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed veröffentlicht, von dem sich Experten Hinweise auf mögliche Maßnahmen erhoffen. Quartalszahlen kommen von Texas Industries.

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