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US-Börsen im Minus - FED-Sitzungsprotokoll - Konjunkturdaten - Amazon, JPMorgan, Yahoo

Manuel Koch

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Am Mittwoch gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn leicht ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,1 Prozent.

Die Ratingagentur Fitch hält an ihrer Bewertung der USA mit der Spitzennote "AAA" fest. Der Ausblick für die Kreditwürdigkeit des Landes bleibe aber weiter negativ.

Die schwierige Situation der Eurozone und die trüben Konjunkturaussichten lassen das Handelsvolumen weiter in einer Sommerpause verharren. Nachdem Italiens Ministerpräsident Monti am Dienstag die Möglichkeit von benötigten Hilfen aus dem Rettungsschirm ESM seines Landes ins Spiel gebracht hatte, schauen die Börsen nun auch dort wieder besorgt hin. Spanien schürte unterdessen ein ehrgeiziges Sparpaket von 65 Milliarden Euro bis 2014.

Von Konjunkturseite betrug das Handelsbilanzdefizit für Mai -48,7 Milliarden Dollar und ging damit zurück. Erwartet wurden -48,9 Milliarden, im Vormonat waren es revidiert  -50,6 Milliarden Dollar. Ein Handelsbilanzdefizit entsteht, wenn mehr Waren eingeführt statt ausgeführt werden. Der Großhandel stieg im Mai umY 0,3 Prozent. Erwartet hatten Analysten ebenfalls genau 0,3 Prozent, nach 0,6 Prozent im Vormonat. Die Hypothekenanträge waren weiter rückgängig. Die Zahl der Anträge gingen in der vergangenen Woche um 2,1 Prozent zurück. In der Vorwoche sanken sie um 6,7 Prozent.

Am Nachmittag gingen alle Blicke auf das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank. Langsam, aber moderat sei das Wirtschaftswachstum in den USA. Deswegen sei erst einmal kein QE3-Programm notwendig. Einige Mitglieder sprachen sich aber für mehr Stimulation der US-Wirtschaft aus. Der Häusermarkt steige zwar leicht, das Kreditniveau sei aber niedrig. Sorgen bereite weiterhin die Schuldenkrise in Europa.

 

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 12.605 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,5 Prozent bei 2.888 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen hauchdünnen Verlust bei 1.341 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Hewlett-Packard (+3,0%), Bank of America (+2,0%) und Exxon Mobil (+1,5%). Die größten Verlierer waren: Boeing (-2,3%), United Technologies (-2,2%) und Microsoft (-1,5%).

Die US-Großbank JPMorgan Chase will laut Medienberichten die für das milliardenschwere Spekulationsdesaster verantwortlichen Manager zur Rechenschaft ziehen. Der Konzern plane in Aktien ausgezahlte Boni im Wert con mehreren Millionen Dollar von mindestens vier Managern zurückzufordern.

In der Finanzwelt ist wieder ein Spieler weggebrochen: Der Börsenmakler PFGBest reichte in Chicago einen Insolvenzantrag ein. Nun müssen bis zu 25.000 Gläubiger um ihr Geld bangen.

Der Vorstand von Yahoo kam zusammen, um über einen dauerhaften Nachfolger von Scott Thompson zu entscheiden. Dieser musste seinen Posten Räumen, weil sein Lebenslauf gefälscht war.

Der US-Einzelhandelskonzern J. C. Penney wird weitere 350 Stellen streichen und das Unternehmen umbauen.

Die Hinweise auf ein eigenes Smartphone von Amazon verdichten sich. Medien berichten, dass der Konzern gemeinsam mit Zulieferern in Asien ein Gerät teste. Die Massenproduktion könnte schon Ende des Jahres anlaufen.

 

Am Donnerstag schauen wir auf den US-Staatshaushalt im Juni, die Import- und Exportpreise und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.

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