US-Börsen im Minus - Einkaufsmanager Indizes aus China und Europa ziehen runter - gute Arbeitsmarktdaten - FedEx, Volkswagen im Fokus
Negative Konjunkturdaten aus China und Europa drückten bereits am Donnerstagmorgen auf die Stimmung der Anleger. Die Einkaufsmanager Indizes waren schlechter als erwartet ausgefallen. Der Dow Jones startete mit einem Minus von 0,5 Prozent in den Handel.
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken in der vergangenen Woche um 5.000 auf 348.000. Das ist der niedrigste Wert seit Februar 2008. Erwartet wurden 355.000. Damit setzt sich der positive Trend am Arbeitsmarkt fort.
In den USA stieg der Sammelindex der Frühindikatoren im Februar etwas stärker als erwartet. Im Monatsvergleich legte der Index um 0,7 Prozent zu, erwartet von Analysten waren 0,6 Prozent.
Die Preise für Einfamilienhäuser haben sich in den USA im Januar nicht verändert. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet.
Zu Handelsende gab der Dow Jones um 0,6 Prozent auf 13.046 Punkte nach. Der Nasdaq Composite verlor 0,4 Prozent bei 3.063 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,7 Prozent bei 1.393 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Procter & Gamble (+0,5%), Intel (+0,4%) und Coca-Cola (+0,4%). Auf der Verliererseite standen: Alcoa (-2,5%), Chevron (-2,4%) und Caterpillar (-2,4%).
Der US-Kurier- und Logistikkonzern FedEx konnte seinen Gewinn im dritten Quartal deutlich von 231 auf 521 Millionen Dollar steigern. Der Umsatz kletterte um 9,0 Prozent auf 10,56 Milliarden Dollar. Trotzdem ging es für die FedEx-Aktie 3,5 Prozent runter. Die guten Zahlen vom Weihnachtsquartal können eben nicht über die düsteren Zukunfts-Aussichten hinweg trüben. Der Logistikkonzern gilt als Gradmesser der konjunkturellen Entwicklung. Denn er spürt den Zustand der Unternehmen weltweit. Und die schicken ihre Sendungen gerade eher per Lkw als per Flugzeug. Die Konkurrenten UPS und die Deutsche Post sind etwas optimistischer - sie profitieren aber auch mehr vom Onlinehandel.
Der US-Einzelhändler Dollar General steigerte seinen Gewinn im vierten Quartal, was mit einem Umsatzwachstum einherging. Der Gewinn stieg von 222,6 auf 292,4 Millionen Dollar im Vorjahresvergleich. Der Umsatz wuchs um 20,1 Prozent auf 4,19 Milliarden Dollar. Damit wurden die Erwartungen übertroffen. Die Aktie schloss mit Plus 3,1 Prozent.
Bei der weltgrößten Fast-Food-Kette McDonald's steht ein Chefwechsel an: Don Thompson wird zum 1. Juli die Führung übernehmen. Seit 2010 war bereits für das Tagesgeschäft zuständig. Sein Vorgänger Jim Skinner zieht sich nach 41 Jahren aus dem Konzern zurück. Die Aktie war zu Handelsenge im Minus mit 1,0 Prozent.
Europas größter Autobauer Volkswagen reagiert auf die große Nachfrage in den USA und stellt im Werk Chattanooga in Tennessee 1.000 neue Arbeiter dieses Jahr ein.
Mehrere Google-Nutzer klagen in den USA gegen die Datenschutzregeln des Internetkonzerns. Das Sammelklage wirft Google vor, Verbraucherrechte zu verletzen, indem Daten aus dem E-Mail-Dienst und Sozialen Netzwerken für Werbezwecke verwendet würden. Google im Plus mit 1,0 Prozent.
Stillschweigend änderte die Deutsche Bank in den vergangenen Monaten die Rechtsform ihrer riesigen US-Tochter, um so möglichen Milliardenzahlungen unter einem neuen Finanzmarktgesetz zu umgehen. Die Bank-Tochter Taunus wird bereits seit 1. Februar nicht mehr als Bankholding gelistet.
Die NYSE Euronext will nicht wie die Deutsche Börse AG gegen das Fusionsverbot der EU klagen. "Wir Glauben, dass dem Interesse der Aktionäre und des Unternehmens durch eine langwierige Klage nicht gedient wäre", so das transatlantische Unternehmen.
An diesem Freitag endet die Nominierungsphase für den neuen Präsidenten der Welt. Traditionell wird die Stelle von einem Amerikaner besetzt. US-Präsident Obama wird sich dieses ungeschriebene Recht wohl nicht nehmen lassen. Hillary Clinton wurde als mögliche Nachfolgerin von Robert Zoellick bisher hoch gehandelt. Die Schwellenländer werden vermutlich keine Chance haben, einen Kandidaten durchzusetzen.
Am Freitag kommen von Konjunkturseite die Verkäufe neuer Häuser für Februar.
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