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US-Börsen im Minus - Dow entfernt sich von 13.000-Punkte-Marke - Konjunkturdaten - im Fokus: Germin, Dell, Exxon Mobil - Obama

Manuel Koch

Die wichtige Marke von 13.000 Punkten war am Mittwochmorgen wieder etwas in die Ferne gerückt. Der Dow Jones öffnete im Minus und war gut 80 Punkte von dieser Schwelle entfernt. 

Der Markt hätte neue positive Impulse gebraucht, die wir allerdings nicht bekommen haben. Schauen wir nach Europa entmutigte die dortige Rezessionsgefahr.

Die Ratingagentur Fitch senkte zudem die Bonität Griechenlands um drei Stufen auf "C". Damit ist das angeschlagene Land nur noch eine Stufe über der offiziellen Feststellung eines Zahlungsausfalls. Griechenland geht unterdessen von einem höheren Haushaltsdefizit für 2012 aus als erwartet. Demnach werde mit einem Defizit von 6,7 Prozent statt ursprünglich 5,4 Prozent gerechnet. 

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) forderte von Griechenland unterdessen, die Reformversprechen endlich umzusetzen: "Keine Leistung ohne Gegenleistung." Man wolle sich nicht erpressen lassen, sagte er beim Politischen Aschermittwoch. Die Koalitionsfraktionen von Union und FDP wollen am kommenden Montag mit einem gemeinsamen Antrag im Bundestag den Weg für das zweite Griechenland-Paket freimachen. 

Von Konjunkturseite gab es gemischte Zahlen. Die Zahl der Hypothekenanträge ist in der Vorwoche um 4,5 Prozent zurückgegangen. Die Verkaufszahl bestehender Häuser stieg allerdings im Januar um 4,3 Prozent auf 4,57 Millionen. Analysten hatten mit einem stärkeren Anstieg gerechnet.

Am Ende ging der Dow Jones mit einem leichten Minus von 0,2 Prozent und 12.939 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq Composite verlor 0,5 Prozent bei 2.933 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,3 Prozent bei 1.358 Punkten. 

Zu den Top-Gewinnern im Dow zählten: Caterpillar (+0,7%), Pfizer (+0,7%), Coca-Cola (+0,6%). Auf der Verliererseite standen: Wal-Mart (-2,5% ), Bank of America (-2,0%) und Intel (-1,6%). 

Bei den Einzelwerten drehte sich viel um die Technologiebörse. Der Navi-Hersteller Garmin übertraf mit seinem Umsatz im vierten Quartal die Erwartungen der Analysten. Auch die Prognose für das laufende Jahr fiel positiv aus. Die Scheine von Garmin legten um 9,3 Prozent zu. 

Der weltweit drittgrößte PC-Hersteller Dell leidet unter einer schwachen Nachfrage nach PCs. Dell befindet sich schon länger im Umbau. Weg vom reinen PC-Geschäft, das immer weniger abwirft, hin zu einem Service- und Beratungsunternehmen für Firmenkunden. Asiatische Konkurrenten bauen PCs sehr viel günstiger. Vergleichen wir die nackten Zahlen: Der Gewinn von Dell sank im vergangenen Quartal um 18 Prozent auf 764 Millionen Dollar. Ein Unternehmen wie Apple machte 13,1 Milliarden Dollar Gewinn. Die Zukunft liegt also eher bei Tablet-Computern wie dem iPad. Die Aktie 5,8 Prozent im Minus. 

Der US-Ölkonzern Exxon Mobil und der österreichische Ölkonzern OMV stießen bei einer Bohrung vor der Küste Rumäniens auf ein Erdgasvorkommen. Nach ersten Schätzungen schließen die Experten auf eine Anhäufung von 42 bis 84 Milliarden Kubikmeter. Jetzt werden 3D-Daten ausgewertet. Die Exxon-Aktie schloss bei Plus 0,4 Prozent. 

Der amerikanische Gesundheitskonzern Johnson & Johnson wird Alex Gorsky zum neuen Vorstandsvorsitzenden machen. Er soll am 26. April antreten und damit Bill Weldon nachfolgen, der weiter im Vorstand bleiben wird. Die Aktie tendierte nahezu unverändert bei 0,1 Prozent im Plus. 

Der US-Baukonzern Toll Brothers erwirtschaftete im ersten Quartal einen Nettoverlust von 2,8 Millionen Dollar, was mit rückläufigen Umsätzen zusammenhängt. Am Ende schloss die Aktie bei Minus 5,2 Prozent. 

Im Streit um die Namensrechte für das iPad in China hofft ein chinesisches Unternehmen auf ein finanzielles Angebot von Apple in Millionenhöhe. Mit einer Serie von Gerichtsverfahren will das Unternehmen Proview Shenzhen den Druck erhöhen, um Apple zum Einlenken zu bewegen. 

US-Präsident Obama will die Unternehmenssteuer reformieren und von derzeit 35 auf 28 Prozent senken. Die Einnahmen sollen aber dennoch steigen, weil man gleichzeitig Ausnahmeregeln abschaffen möchte.

Am Donnerstag schauen wir auf Konjunkturseite auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, den Hauspreisindex für Dezember und die Öllagerbestände

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