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US-Börsen im Minus - Arbeitsmarktdaten enttäuschen - Diskussion um US-Notenbank Fed - Hewlett-Packard vor Konzernumbau

Manuel Koch

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Am Donnerstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,2 Prozent.

Der Blick ging nach der Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls am Vortag weiter auf die US-Notenbank Fed. Demnach ist die Fed deutlich näher an einem Handeln als bisher gedacht. Die Geldspritze ist schon mal aufgezogen, Experten rätseln jetzt, ob ein Singreifem Tage oder Wochen entfernt ist. Vor allem wegen des langsamen Wirtschaftswachstums könnte es zu neuen Maßnahmen wie einem QE3 kommen. Ende August spricht Fed-Chef Ben Bernanke wieder in der Öffentlichkeit und im September treffen sich die Mitglieder der Notenbank. Fragezeichen sieht die Notenbank auch weiterhin bei der Krise in Europa und dem "Fiscal Cliff". Das sind Steuererleichterungen, die zum Jahresende in den USA auslaufen.

Auch die Finanzexperten im US-Kongress fürchten eine Rezession, falls die Steuererleichterungen Ende 2012 auslaufen sollten. Die Wirtschaft könnte dann 0,5 Prozent sinken, sagte der Chef des Budget Office im Kongress.

 

Von Konjunkturseite kamen am Morgen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. In der vergangenen Woche stiegen die Anträge um 4.000 auf 372.000. Analysten hatten mit 365.000 gerechnet. Ein Schwerpunkt lag außerdem auf dem Immobilienmarkt: Der Immobilienpreisindex stieg im Juni um 0,7 Prozent, im Vormonat waren es 0,6 Prozent. Die Verkäufe neuer Häuser stiegen stärker als erwartet auf 372.000 im Juli. Einen Monat zuvor lagen sie noch bei 350.000.

Beim weltgrößten Computerhersteller und Marktführer Hewlett-Packard (-8,2%) ist der Konzernumbau in vollem Gange: Das Unternehmen wird bis 2014 etwa 27.000 Stellen streichen, bereinigt die Bücher von Altlastenmund schließt Geschäftszweige. "HP steckt noch immer ganz am Anfang einer Wende, die Jahre dauern wird", sagte Konzernchefin Meg Whitman. Im abgelaufenen Quartal verbuchte HP einen Verlust von 8,9 Milliarden Dollar. Vor allem die privaten PC-Verkäufe gingen zurück, auch die Dienstleistungssparte lief nicht mehr so gut. Nur die Software-Sparte wuchs 18 Prozent. Konkurrenten aus Asien sind dem US-Unternehmen auf den Fersen.

 

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,9 Prozent bei 13.057 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,7 Prozent bei 3.053 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,8 Prozent bei 1.402 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Kraft Foods (+0,7%), Pfizer (+0,2%) und AT&T (+0,1%). Die größten Verlierer waren: Hewlett-Packard (-8,1%), Boeing (-3,4%) und Intel (-2,7%)

Facebook (+0,0%)    darf den Fotodienst Istagram übernehmen. Seit April hatte die US-Wettbewerbsbehörde FTC die Übernahme geprüft und nun grünes Licht gegeben. Als Kaufpreis wurde damals eine Milliarde Dollar vereinbart. Da aber ein Großteil in Aktien gezahlt werden soll, liegt der Kaufpreis durch die seit April gesunkene Aktie nur noch bei etwa 740 Millionen Dollar.

Der amerikanische Einzelhändler Big Lots musste im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang und gestiegene Kosten verkraften. Deshalb ging der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Der US-Nahrungshersteller Hormel Foods konnte im abgelaufenen Quartal Umsatz und Gewinn steigern.

Am Freitag schauen wir von Konjunkturseite auf den Auftragseingang für langlebige Güter im Monat Juli. Experten rechnen mit einem deutlichen Anstieg.

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