US-Börsen im Aufwind - Europa im Blick - im Fokus: Amazon, Apple, Boeing, Facebook, Michael Kors, Texas Instruments
Am Dienstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,2 Prozent.
Der Blick ging klar weiter nach Europa. Die Angst vor einer Ausbreitung der Schuldenkrise hielt die Anleger weiter in Schach. Auch Italien rückt nun mehr in den Fokus. Die Ratingagentur Fitch sieht das Top-Rating der AAA-Staaten wie Deutschland bei einem Austritt Griechenlands aus dem Euro in Gefahr. Am Sonntag finden in Griechenland erneut Neuwahlen statt.
EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn versprach eine baldige Aufklärung, aus welchem Rettungsfonds die Hilfen für die spanischen Banken fließen werden. Die Frage ist, ob das Geld aus dem temporären EFSF oder permanenten und stabileren ESM kommen wird.
Von Konjunkturseite kamen die Import- und Exportpreise für Mai. Demnach fielen die Ausfuhrpreise um 0,4 Prozent, die Einfuhrpreise verzeichnen einen Rückgang von 1,0 Prozent. Am früheren Nachmittag wurden die Zahlen zum Staatsdefizit für den Monat Mai veröffentlicht. Im Bergkeich zum Vorjahr hat es sich mit 125 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 1,3 Prozent bei 12.574 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 1,2 Prozent bei 2.843 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 1,2 Prozent bei 1.324 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Boeing (+3,5%), JPMorgan Chase (+2,9%) und Bank of America (+2,9%). Der größte Verlierer war: United Technologies (-0,4%).
Besonders gut schnitt Boeing ab. Der US-Fluggesellschaft winkt ein Großauftrag.
Nach der wenig überraschenden Apple-Entwicklerkonferenz am Montag, ging die Apple-Aktie am Dienstag weiter ins Minus und verlor 1,5 Prozent bei 571 Dollar. Apple hatte vor allem eine neue Generation der Macbooks vorgestellt, allerdings keinen Apple-Fernseher, über den schon seit längerem spekuliert wird.
Der US-Chiphersteller Texas Instruments hat seine Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende zweite Quartal zurückgeschraubt. Der Umsatz werde vermutlich zwischen 3,28 bis 3,42 Milliarden Dollar liegen..
Der Modekonzern Michael Kors verbesserte im vierten Quartal den Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr von 13,6 auf 43,6 Millionen Dollar. Auch der Ausblick konnte überzeugen.
Nach einer neuen Studie ist Werbung nun angeblich bei Facebook durch effektiv. Die Facebook-Aktie ging daraufhin mit 1,5 Prozent im Plus, liegt aber dennoch gut 28 Prozent unter dem Ausgabepreis von 38 Dollar.
Der US-Netzwerkausrüster Juniper Networks gab ein neues Aktienrückkaufprogramm bekannt. Der Konzern werde Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Dollar erwerben.
Der deutsche Autobauer BMW hat in den USA mit Engpässen beim Nachschub mit neuen Modellen zu kämpfen. Momentan warte man auf Schiffe, die die Autos über den Atlantik bringen.
Amazon will seine Software-Plattform für Android-Programme noch in diesem Sommer nach Europa bringen, das berichten Medien.
Am Mittwoch geht der Blick auf Jamie Dimon, den Vorstandsvorsitzenden der US-Großbank JPMorgan Chase. Er muss vor dem US-Kongress in Washington aussagen und erklären, warum seine Bank zwei Milliarden Dollar durch riskante Geschäfte verlieren konnte. In der Öffentlichkeit wird vor allem ein Vertrauensverlust wahrgenommen. Seit dem Bekanntwerden hat die Aktie gut 17 Prozent verloren, das Marktvolumen der Bank sank um 27 Milliarden Dollar.
Wir schauen auf die Handelsumsätze für Mai, die Hypothekenanträge, Lagerbestände und Erzeugerpreise.
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