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US-Börsen gehen weiter ins Minus - Europa belastet - positives Signal vom US-Häusermarkt - Research in Motion unter Druck

Manuel Koch

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Am Montag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,9 Prozent.

Auch in dieser Woche geht der Blick auf die andere Seite des Atlantiks nach Europa. Spanien schickte nun offiziell einen Antrag auf Milliardenhilfen für den Bankensektor. Konkret wurde die Regierung aber nicht. Damit sind weiterhin das Volumen und die Auflagen unklar. Außerdem hatte die Troika aus EU, IWF und EZB eine für Montag geplante Reise nach Griechenland verschoben. Als am Vormittag bekannt wurde, dass der griechische Finanzminister aus Gesundheitsgründen zurücktritt, gingen die Märkte kurzzeitig weiter deutlich ins Minus.

Am Donnerstag und Freitag treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union, um die Schuldenkrise weiter in den Griff zu bekommen. Beschüsse zu Griechenland werde es aber nicht geben, weil man zuerst Berichte der Troika abwarten will. Zuletzt waren auch die Zinsen für spanische und italienische Anleihen immer weiter gestiegen. Für viele Marktteilnehmer ist das aber erst ein Warmlaufen.

Ein starker Impuls ist vermutlich aber auch aus den USA zu erwarten. Das Oberste Gericht entscheidet über das Paradestück der ersten Amtszeit von Präsident Obama: die Gesundheitsreform. Das Urteil wird auch die geschäftlichen Perspektiven von Versicherer und Kliniken beeinflussen.

In zwei Wochen beginnt außerdem traditionell mit Alcoa am 9. Juli die Berichtssaison. Zuletzt hatten sich die Gewinnwarnungen gehäuft, so dass die US-Konjunktur weiterhin nicht stabil nach oben zeigt. Die Konzerne sind so pessimistisch wie seit den Anschlägen vom 11. September 2001 nicht mehr.

Von Konjunkturseite kamen die Verkäufe neuer Häuser. 369.000 Häuser wurden im Mai verkauft. Das ist besser als von Analysten zuvor erwartet. Im Vormonat waren es 343.000.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 12.503 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 2,0 Prozent bei 2.836 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 1,6 Prozent bei 1.314 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählte nur Wal-Mart (+1,3%). Die größten Verlierer waren: Bank of America (-4,3%), Hewlett-Packard (-4,1%) und Intel (-3,3%).

Der BlackBerry-Hersteller Research in Motion zieht angeblich eine Aufspaltung des Konzerns in zwei Teile in Betracht. Das berichten verschiedene Zeitungen. RIM will demnach die angeschlagene Sparte für die Mobiltelefonprodukte von seinem Messaging-Netzwerk trennen. Bei einem Verkauf könnten mögliche Interessenten z.B. Amazon, Facebook, Apple und Google sein. Die Aktie verlor 7,6 Prozent.

Wegen der wachsenden Konkurrenz durch nichtkommerzielle Kartedienste wie OpenStreetMap lockerte Google die Bedingungen für sein Angebot. Die Aktie im Minus bei 1,9 Prozent.

Am Dienstag schauen wir auf auf den Case Shiller Hauspreisindex für April. Analysten erwarten wieder einen Rückgang. Außerdem kommt das Verbrauchervertrauen für Juni. Auch hier vermutlich eine leichte Abkühlung.

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