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US-Börsen erholen sich – Abstufung der Banken schwächer als erwartet – Weltwirtschaft besorgt - Schuldenkrise in Europa belastet weiter - Ausblick

Manuel Koch

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Am Freitag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,5 Prozent hinzu, nachdem die US-Börsen im späten Handel am Donnerstag ins Tal gerast waren. Grund war der Rundumschlag der Ratingagentur Moody's.

Die Bonitätswächter verpassten 15 führenden Großbanken schlechtere Noten. Begründet wurde dieser Schritt mit Unsicherheitsfaktoren wie der anhaltenden Schwäche der US-Wirtschaft, die europäische Schuldenkrise und unberechenbare Finanzmärkte. In Deutschland ist die Deutsche Bank betroffen. In den USA traf es JPMorgan Chase, Morgan Stanley, Citigroup, Bank of America und Goldman Sachs. Allerdings hatten einige Anleger mit noch schlechteren Bewertungen gerechnet. Deswegen trieb die Erleichterung die Aktienwerte wieder nach oben.

Auch die dunklen Wolken über der Weltwirtschaft in den USA, Europa und China sorgen für Unsicherheit an den Märkten. In den USA registriere man genau, dass sich der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex für Juni eintrübte.

Der Internationale Währungsfonds hält unterdessen den Plan zur Rettung der spanischen Banken für nicht tragfähig. Dadurch wuchsen erneut Zweifel, ob die Schuldenkrise in der Euro-Zone in nächster Zeit unter Kontrolle zu bringen ist. Vermutlich am Montag wird Spanien am Montag offiziell um die Hilfen für die Banken bitten. Unterdessen bekräftigte der italienische Ministerpräsident Mario Monti, dass sein Land keine Hilfen aus dem Rettungsfonds benötigen wird.

Trotz der Schwierigkeiten bei der Ratifizierung des dauerhaften Euro-Rettungsfonds ESM in Deutschland erwartet der Chef des vorübergehenden Fonds EFSF ein Inkrafttreten am 9. Juli.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 12.641 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 1,2 Prozent bei 2.892 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 0,7 Prozent bei 1.335 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Microsoft (+1,9%), Merck & Co (+1,9%) und Bank of America (+1,5%). Die größten Verlierer waren: Wal-Mart (-0,6%) und Caterpillar (-0,02%).

Der amerikanische Restaurantbetreiber Darden Restaurants konnte im vierten Quartal Umsatz und Gewinn steigern. Profitiert habe man von der starken Entwicklung bei LongHorn Steakhouse und Olive's Garden. Bei der Kette Red Lobster gab es hingegen einen Umsatz- und Gewinnrückgang. Die Aktie deswegen im Minus bei 0,7 Prozent.

Nachdem Microsoft am Montag das eigene Tablet "Surface" vorgestellt hat, brodelt nun die Gerüchteküche, dass auch ein eigenes Microsoft Smartphone auf den Markt kommen könnte. Die Aktie schloss bei 1,9 Prozent im Plus.

Der größte russische Ölkonzern Rosneft habe mit dem amerikanische Ölriesen Exxon Mobil zuletzt Gespräche über eine Zusammenarbeit im Irak geführt, berichten Medien. Dabei gehe es um das große West-Qurna-1 Ölfeld. Die Aktie von Exxon zeigte sich bewegungslos.

In der kommenden Woche schauen wir in den USA vor allem auf Konjunkturdaten vom Häusermarkt und auf die endgültigen Zahlen vom BIP und Verbrauchervertrauen. Außerdem werden die Nachrichten aus Europa den Markt bestimmen. Händler an der New York Stock Exchange rechnen aber damit, dass der Dow Jones etwas nach oben gehen wird.

Montag

Chicago Fed National Activity Index Mai

Verkäufe neuer Häuser Mai

Dienstag

S&P Case Shiller Hauspreisindex April

Verbrauchervertrauen Conference Index Juni

Mittwoch

Zahl der Hypothekenanträge

Auftragseingang für langlebige Güter

Anstehende Hausverkäufe Mai

Donnerstag

Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

Bruttoinlandsprodukt 1. Quartal (final)

Kansas City Fed Manufacturing Index Juni

15.00 Agrarpreise Juni

Quartalszahlen: Nike, Research in Motion

Freitag

Persönliche Einkommen Mai

Persönliche Auslagen Mai

Chicago Einkaufsmanagerindex Juni

Verbrauchervertrauen Uni Michigan Juni (Final)

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