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US-Börsen deutlich im Plus - gute Vorgaben aus China - gemischte Konjunkturdaten - Amazon, AOL, Facebook

Manuel Koch

Zu Handelsbeginn gingen die US-Indizes deutlich ins Plus. Der Dow Jones tendierte bei etwa 0,8 Prozent im Plus. Beflügelt hatte der chinesische Einkaufsmanagerindex. Er war besser ausgefallen als erwartet. Positive wirkte sich auch die Hoffnung auf eine schnelle Einigung in Griechenland aus.

Von Konjunkturseite enttäuschte am Morgen etwas der ADP-Arbeitsmarktbericht für Januar. Im privaten Sektor wurden 170.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die meisten Stellen in kleinen und mittleren Unternehmen, kaum hingegen bei großen Firmen. Im Dezember waren wegen Weihnachten noch 292.000 Jobs enstanden, allerdings vorwiegend Saisonarbeiter. 

Der ISM-Einkaufsmanagerindex für Januar ging von 53,1 auf 54,1 Punkte. Volkswirte hatten aber 54,5 Punkte erwartet. Trotzdem: Alles über 50 Punkte signalisiert eine Wirtschaftliche Belebung. 

Die Bauausgaben stiegen im Dezember um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Das ist deutlich mehr als Volkswirte erwartet hatten.

Quartalszahlen gab es vom Online-Händler Amazon. Der Umsatz ist um 41 Prozent auf 48 Milliarden Dollar hochgegangen. Der Gewinn halbierte sich aber beinahe. Der Reader Kindle verkaufte sich hervorragend, ist aber noch ein Zuschussgeschäft. Amazon muss also erst einmal die Kröte schlucken und investieren, um dann hoffentlich in einigen Jahren die Fürchte zu ernten. Die Aktie unter den größten Verlierern mit Minus 7,7 Prozent. 

Beim Internetanbieter AOL gingen Umsatz und Gewinn zurück. Allerdings nicht so stark wie Volkswirte erwartet hatten. Deswegen tendierte die Aktie deutlich im Plus bei 9,6 Prozent. 

Der Dow Jones ging letztendlich mit einem Plus von 0,7 Prozent und 12.716 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq Composite gewann 1,2 Prozent bei 2.848 Zähler. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 0,9 Prozent bei 1.324 Punkten. 

Zu den Gewinnern zählten: Bank of America (+3,2%), Hewlett Packard (+2,8%) und United Technologies (+2,4%). Auf der Verliererseite standen nur drei Namen: McDonalds (-0,7%), Johnson & Johnson (-0,3%) und Chevron (-0,3%).  

Man spürte auf dem Parkett den ganzen Tag auch ein Facebook-Fieber. Alle waren gespannt auf Details zum Börsengang, die bis zum Börsenschluss nicht veröffentlicht wurden. Bisher hatte sich das Unternehmen selbst nicht geäußert. Alle Informationen stammen aus den Medien. So kursierte bereits am Dienstag die Nachricht, dass das Volumen nur 5 statt der bisher angenommenen 10 Milliarden Dollar betragen soll. Diese 5 Milliarden Dollar darf man aber getrost als Tiefstapeln interpretieren. Die Aktie wird so gefragt sein, dass das Volumen dann angehoben wird. Das junge Unternehmen Facebook wird mit dem Börsengang auf Augenhöhe zu gestandenen Weltunternehmen wie zum Beispiel Volkswagen oder Siemens aufrücken.

Guter Start ins neue Jahr für Volkswagen. In den USA setzten die Wolfsburger fast 50 Prozent mehr Autos ab. Insgesamt wurden 27.209 Fahrzeuge ausgeliefert. VW stellt angesichts dieser boomenden Verkäufe weitere Mitarbeiter in den USA ein. Im Werk Chattanooga im Bundesstaat Tennessee würden 200 weitere Jobs geschaffen, teilte der Konzern mit. Momentan fertigen dort 2.500 Mitarbeiter den VW-Passat. Auch Daimler will in den kommenden Jahren mehr als 2,4 Milliarden Dollar ins US-Geschäft investieren. US-Autobauer Chrysler verdiente im vergangenen Jahr unter dem Strich 183 Millionen Dollar und ist hat damit die roten Zahlen aus dem Jahr 2010 wieder hinter sich gelassen.

Das US-Unternehmen IBM plant laut Medienberichten einen radikalen Umbau des Geschäfts in Deutschland. Auf lange Sicht könnten Stellen ausgelagert und damit bis zu 8000 Jobs wegfallen.

Jetzt ist es ganz offiziell: Die EU-Kommission hat ihr Nein zur Fusion zwischen der NYSE Euronext und der Deutschen Börse AG verkündet. "Wir sind enttäuscht und mit der Entscheidung der EU überhaupt nicht einverstanden", sagte der Verwaltungschef Jan-Michiel Hessels in New York. Die beiden Börsen müssen jetzt ihre Fusionsvereinbarung noch offiziell auflösen.

Im Kampf um die Gegenkandidatur der Republikaner hat Mitt Romney einen großen Schritt nach vorne gemacht. Er gewann die Vorwahl in Florida am Dienstag mit 47,0 Prozent. Sein größter Rivale Newt Gingrich erhielt 31,5 Prozent. 

Am Donnerstag kommen von Konjunkturseite die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und von Unternehmensseite die Zahlen von MasterCard, CME Group, Kellogg.

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