Steffen Eidam
Die Anleger blicken zum Wochenstart einmal mehr auf die angespannte Lage in Griechenland. Thema Nummer Eins bleibt der Schuldenschnitt für das hochverschuldete Land. Allerdings konnten zuletzt keine Fortschritte erzielt werden. Eine erhoffte Lösung noch vor dem zu Wochenbeginn stattfindenden Finanzministertreffen der Eurozone ist somit gescheitert. Unstimmigkeiten zeichnen sich auch bei der Ausstattung des Rettungsschirms ESM ab. Italiens Ministerpräsident Mario Monti will die Kasse statt einer halben auf eine Milliarde Euro aufdoppeln, stößt mit dieser Forderung ab auf Ablehnung bei den Bündnispartner wie Deutschland.
BayWa gibt Gewinnziel bekannt
Das Groß- und Einzelhandelsunternehmen BayWa blickt optimistisch in die Zukunft. Gegenüber der Welt am Sonntag sagte BayWa-Vorstandschef Klaus Josef Lutz: "Ich habe noch keine abschließenden Zahlen für 2011. Aber es sieht so aus, dass der operative Gewinn bei rund 150 Millionen Euro liegt. Für dieses Jahr nehmen wir uns ein Ergebnis in ähnlicher Größenordnung vor". Lutz bezeichnet 2012 als das "Jahr der Konsolidierung". "Wir haben in den vergangenen Jahren viel Geld ausgegeben und müssen nun dafür sorgen, dass es auch wieder zurückfließt."
Bankenaufsicht vertraut der Commerzbank
Die deutsche Bankenaufsicht geht laut Süddeutscher Zeitung davon aus, dass die Kapitalpläne der Commerzbank umzusetzen sind. Commzerbank-Chef Martin Blessing hat zuvor angekündigt, nicht nur die von der Bankenaufsicht EBA geforderten 5,3 Milliarden Euro zum Schließen der Kapitallücke herbeizuschaffen, sondern eine weitere Milliarde Euro hinzuzupacken. Rund 3,3 Milliarden Euro könne das angeschlagene Institut demnach bereits bis zum 31. Januar auslösen. Die restlichen etwa drei Milliarden sollen in erster Linie aus einem Abbau der Bilanz sowie Gewinnen im ersten Halbjahr generiert werden.
Neues Patent für Morphosys
Der Biotechnologiekonzern Morphosys hat vom US-Patent- und Markenamt ein Patent für das firmeneigene Krebsprogramm MOR202 erhalten. Nach Angaben der Martinsrieder befindet sich der Wirkstoff MOR202 seit 2011 in der klinischen Entwicklung. Der humane HuCAL-Antikörper soll zur Behandlung des Multiplen Myeloms und bestimmter Leukämien eingesetzt werden.
ThyssenKrupp lagert Edelstahlsparte aus
ThyssenKrupp gibt die Kontrolle über seine Edelstahlsparte Inoxum an den finnischen Wettbewerber Outokumpu ab. Das 11.000 Mitarbeiter starke Segment soll künftig mit dem Geschäft der Finnen zusammengeführt werden. Dabei entsteht der Rheinischen Post zufolge ein neuer Edelstahl-Weltmarktführer mit dann mehr als zehn Milliarden Euro Umsatz. Inoxum hat zuletzt Erlöse in Höhe von 6,7 Milliarden Euro generiert. ThyssenKrupp strebt im neuen Konzern lediglich einen Minderheitsanteil an.