Talfahrt für US-Märkte - Arbeitsmarkt belastet - Wirtschaftsdaten enttäuschen - VW in den Staaten erfolgreich - Wochenausblick
Zu Wochenschluss am Freitag standen alle Zeichen auf rot. Der Dow Jones verlor gleich zu Handelsbeginn über ein Prozent.
Zwar belastete auch weiter die Angst vor einer Zuspitzung der Euro-Krise, aber der US-Markt schaute vor allem auf die eigenen Probleme am Arbeitsmarkt. Im Mai wurden nur 69.000 neue Jobs geschaffen. Analysten hatten zuvor mit 100.000 bis 200.000 neuen Stellen gerechnet. Auch die Arbeitslosenquote stieg von 8,1 auf 8,2 Prozent. Die Enttäuschung über diese äußerst langsame Erholung spiegelte sich dann deutlich in den Kursen wider. Obwohl die US-Regierung Milliarden in Programme pumpt, stottert der Arbeitsmotor gewaltig. Damit wird auch die Wiederwahl von Präsident Obama erschwert werden.
Die Persönlichen Einkommen und Auslagen stiegen wie erwartet leicht im Monat April. Ebenso erhöhten sich die Stundenlöhne um zarte 0,1 Prozent.
Der ISM-Dienstleistungsindex sank im Mai stärker als von Analysten zuvor erwartet. Der Index ging von 54,8 auf 53,5 Punkte zurück.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 2,2 Prozent bei 12.116 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 2,8 Prozent bei 2.747 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 2,5 Prozent bei 1.278 Punkten.
Gewinner gab es am Freitag keine. Die größten Verlierer waren: Hewlett-Packart (-6,4%), Bank of America (-4,6%) und American Express (-4,3%).
Beim Öl geht die Talfahrt weiter. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent ging zum ersten Mal seit Oktober unter die Marke von 100 Dollar.
Die Anleger flüchten am Freitag in den sicheren Hafen Gold: Der Gold-Preis stieg um 3,7 Prozent und lag damit wieder über der 1.600-Dollar-Marke.
Für Volkswagen lief es im Mai erneut hervorragend in den USA. Die Amerikaner kauften 28 Prozent mehr Fahrzeuge als noch im gleichen Zeitraum vom Vorjahr.
Schauen wir auf die nächsten Woche, gehen alle Blicke auf die US-Notenbank Fed. Die Frage ist, ob Maßnahmen kommen werden, die dem Markt auf die Sprünge helfen.
Montag
Industrieaufträge April
Dienstag
ISM Dienstleistungsindex Mai
Mittwoch
MBA Zahl der Hypothekenanträge
Arbeitsproduktivität 1. Quartal
Donnerstag
Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Verbraucherkredite April
Fed Balance Sheet
Freitag
Handelsbilanzdefizit April
Großhandel April
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