Streiks in Frankfurt ausgeweitet – DAX im Plus erwartet: Außerdem Bayer, GfK-Konsumklima, Fraport und Nordex im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Dienstag freundlich in den Handel starten. Experten sehen den DAX vorbörslich etwa 0,4 Prozent höher bei 6.875 Punkten. Am Vorabend hat der Bundestag wie erwartet das zweite Griechenland-Hilfspaket mit großer Mehrheit abgesegnet. Allerdings konnte Angela Merkel keine Kanzlermehrheit erzielen. Die Opposition wertet dies als Vertrauensbruch. Indes konnte der Gfk-Konsumklima-Indikator für März leicht von 5,9 auf 6,0 Punkte zulegen. Neue Impulse dürften am Vormittag die monatlichen Umfragen zur Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone liefern. Am Nachmittag richten sich die Blicke der Anleger auf die USA, wo zahlreiche Konjunkturdaten auf der Agenda stehen.
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Bayer erfüllt eigene Ziele
Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn kräftig von 1,30 auf 2,47 Milliarden Euro ausgebaut. Der Gewinnsprung resultierte in erster Linie aus hohen Sonderlasten im Geschäftsjahr 2010. Bayer verbesserte gleichzeitig den Umsatz um 4,1 Prozent auf 36,5 Milliarden Euro, während das EBITDA um 7,2 Prozent auf 7,613 Milliarden Euro kletterte. Der DAX-Konzern konnte somit die eigenen Planziele erreichen.
Fraport verurteilt Ausweitung des Streiks
Der Streik am Frankfurter Flughafen nimmt immer größere Ausmaße an. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) weitet ihren Arbeitskampf an Deutschlands größtem Flughafen massiv aus. Am morgigen Mittwoch im Zeitraum von 5 bis 11 Uhr sollen auch die Fluglosten dem Streik beitreten. Bislang legten lediglich die Vorfeldbeschäftigten die Arbeit nieder. Der Flughafenbetreiber Fraport bezeichnete diese Maßnahme als "völlig überzogen":"Es kann nicht sein, dass ein zu 100 Prozent im Bundesbesitz befindliches Unternehmen, das ein vom Staat garantiertes Monopol ausübt, in einen privatrechtlichen Tarifstreit hinein gezogen wird."
Nordex rutscht in die Verlustzone
Der Windturbinenhersteller Nordex musste im vergangenen Jahr einen operativen Verlust von knapp 30 Millionen Euro ausweisen, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Gewinn von rund 40 Millionen Euro zu Buche schlug. Bereinigt um Einmalaufwendungen betrug das Minus circa zehn Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum fiel der Umsatz um fünf Prozent auf 921 Millionen Euro. Für 2012 peilt Nordex dank eines gut gefüllten Auftragsbuches (1,1 Milliarden Euro per Ende 2011) ein Umsatzwachstum auf 1 bis 1,1 Milliarden Euro an. Die EBIT-Marge soll um ein bis drei Prozent verbessert werden.
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