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Solarworld will von Solon-Insolvenz profitieren – Ruhiger Handel zum Jahresauftakt erwartet: Außerdem Daimler, Merck und Porsche im Fokus

Steffen Eidam

Neues Jahr, neues Glück? Die volatile Entwicklung am deutschen Aktienmarkt könnte sich Marktexperten zufolge auch im Jahr 2012 fortsetzen. Am Jahresauftakt ist hingegen von einem ruhigen Handel auszugehen. Händler taxieren den DAX am ersten Handelstag 2012 rund 0,2 Prozent unter dem letzten Xetra-Schluss. Kurstreibende Impulse von den Börsen in Asien, New York und London bleiben heute aus, da dort heute kein Handel stattfindet.


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Daimler erwägt Dividendenerhöhung

Angesichts der erfreulichen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr können sich die Anleger von Daimler gute Hoffnungen auf eine erhöhte Dividende machen: "Wir werden das Jubiläumsjahr sehr gut abschließen, bei Umsatz und Ergebnis, aber auch mit einer starken Bilanz und hoher Netto-Liquiditat", sagte Daimler-Finanzvorstand Bodo Uebber der Euro am Sonntag. Bei höheren Erträgen würde grundsätzlich die Dividende steigen, so Uebber. Daimler wird wie gewohnt auch für das letzte Geschäftsjahr 40 Prozent des Jahresgewinns an seine Aktionäre ausschütten.

Merck erwartet Abkühlung aber keinen Einbruch

Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Merck rechnet für 2012 mit einem anhaltend herausfordernden Geschäftsumfeld. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FASZ) sagte Finanzvorstand Matthias Zachert, er rechne in der ersten Hälfte 2012 mit einer moderaten Abschwächung. "Von einem Einbruch der Aufträge kann aber keine Rede sein", so Zachert. Anleger dürfen sich aber in jedem Fall für das Jahr 2011 auf eine Dividende freuen, deren Höhe erst nach den Jahreszahlen von den Gremien festgesetzt wird.

Milliardenklage gegen Porsche

Der gescheiterte Übernahmeversuch der Volkswagen AG durch Porsche SE zieht weiter juristische Kreise. Nun hat eine Gruppe von Investmentfonds Klage beim Landgericht Stuttgart Klage eingereicht, in der Schadenersatzansprüche für Schäden von knapp zwei Milliarden Euro geltend gemacht werden sollen. Demnach soll Porsche den Preis der VW-Stammaktien durch den Aufbau "heimlicher Optionspositionen, die nahezu die gesamten frei handelbaren VW-Stammaktien erfassten", kontrolliert haben. Durch einen Short Squeeze im Anschluss hat Porsche mehrere Milliarden Gewinn erzielt, so der Vorwurf. Indes wollen die Zuffenhausener beim Absatz im Jahr 2012 stärker wachsen als die prognostizierten 6,5 Prozent der Branche. Vertriebs- und Marketingvorstand Bernhard Maier gegenüber Automotive News Europe: "Was immer passiert: Wir bei Porsche wollen uns nach alter Porsche-Manier besser entwickeln als der Markt."

Solarworld sieht Chance durch Solon-Pleite

Das Solarunternehmen Solarworld blickt optimistisch voraus. Vorstandschef Frank Asbeck sagte der Euro am Sonntag, die Pleite des Konkurrenten Solon "bietet für uns und andere Solarfirmen schon Chancen". Für das abgelaufene Geschäftsjahr sieht er seinen Konzern beim Umsatz im Plan: "Wir werden 2011 über eine Milliarde Umsatz machen, und zwar deutlich". Allerdings könne man den Vorjahresumsatz von 1,3 Milliarden Umsatz nicht erreichen. Probleme bereitet vor allem das Geschäft in Amerika. "Solange dort subventionierte chinesische Hersteller mit unanständigen Preisen agieren, tun wir uns schwer."

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