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Schlussrallye dreht US-Märkte ins Plus - Gipfel-Optimismus schwindet - mehr Hypothekenanträge - Citigroup streicht Stellen - Lehman Brothers

Manuel Koch

Da bekamen die Anleger doch kurz vor dem EU-Gipfel kalte Füße. Schon zu Handelsbeginn gingen die US-Indizes am Mittwoch leicht ins Minus. 

Die Hoffnungen der vergangenen Tage verschwanden, als der Regierungssprecher in Berlin verbreitete, dass eine Einigung beim Treffen der europäischen Spitzenpolitiker  von der Bundesregierung pessimistisch eingeschätzt würde. Denn hinter den Kulissen sollen die Verhandlungen besonders schwierig sein. 

Wird das Ergebnis am Freitag dann auch schlechter ausfallen als vom Markt erwartet, wird die Ratingagentur Standard & Poor´s auf den Plan gerufen. Wie angekündigt würde sie vermutlich dann 15 europäische Staaten - darunter auch Deutschland und Frankreich - herabstufen. Deutschland würde dann seine Top-Bonität verlieren. Auch der Rettungsschirm EFSF ist von so einer Herabstufung bedroht. 

Von Konjunkturseite gab es die Zahl der Hypothekenanträge für die vergangene Woche. Sie sind um 12,8 Prozent gestiegen. In der Vorwoche waren sie doch deutlich zurückgegangen. 

Kurz vor Handelsende gab es noch eine Schlussrallye. Ins Plus drehte die Nachricht, dass die EU den IWF mit einer Milliardensumme unterstützen wolle. Der Dow Jones ging mit einem leichten Plus von 0,4 Prozent und 12.196 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,01 Prozent bei 2.649 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 ging mit einem Gewinn von 0,2 Prozent und 1.261 Zählern aus dem Handel. Zu den größten Gewinnern zählten die Bankentitel von JP Morgan Chase (+2,3), und Bank of America (+1,9). Die Verlierer waren Caterpillar (-1,1), Kraft Foods (-0,4) und Boeing (-0,4).

Bei den Einzelwerten stand vor allem die Citigroup im  Vordergrund. Die US-Großbank will etwa 4.500 Stellen in den kommenden Jahren streichen. Momentan arbeiten noch 267.000 Mitarbeiter für die Bank. Grund für die Streichungen ist die Wirtschaftskrise. Andere Banken hatten schon vor Wochen Streichungen angekündigt. So will die Bank of America 30.000 Stellen wegfallen lassen.

Delta Air Lines will sich mit 100 Millionen Dollar an der brasilianischen Fluggesellschaft Gol Linhas Aereas Inteligentes beteiligen. Die Delta-Aktie ging 1,1 Prozent nach oben.

Am Donnerstag schauen wir auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Zahlen zum Großhandel Oktober. 

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