Steffen Eidam
Der deutsche Aktienmarkt beendete den ersten Handelstag der Woche mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 6.155 Punkten. Aufgrund eines Feiertags bleiben die US-Börsen heute geschlossen. Somit fehlten die maßgeblichen Impulse. Händler sprachen von einem ruhigen Handelstag. Am Freitag zogen die wichtigsten US-Indizes deutlich an. Auch die Börsen in Asien zeigten sich von ihrer freundlichen Seite.
Bayer-Potenzpille erhält Zulassung in Europa
Der Leverkusener Bayer-Konzern hat von der Europäischen Kommission eine Zulassung für eine neue Formulierung der Potenzpille Levitra erhalten. Die Levitra 10mg-Schmelztablette sei das erste Medikament zur Behandlung der erektilen Dysfunktion in dieser neuartigen und bequem anzuwendenden Formulierung, hieß es aus Konzern-Kreisen. Die Einführung in Europa für die ohne Wasser einnehmbare Tablette ist ab November 2010 geplant. In den USA war dieses Medikament bereits im Juni zugelassen worden.
Indexveränderungen stehen fest
Der Arbeitskreis Deutsche Börse hat sich auf mehrere Indexveränderungen festgelegt, die am 20. September in Kraft treten werden. Ab diesem Tag verdrängt der Medienkonzern Axel Springer die Titel des Baumaschinenkonzerns Bauer aus dem MDAX. Im TecDAX ersetzen die Papiere des Optik-Spezialisten Adva Optical Networking die Titel des Biotech-Unternehmens MediGene, während im SDAX Bauer die Aktien des Unterhaltungselektronik-Herstellers Loewe ersetzt. Neu in diesem Segment für kleinere Werte ist der Werbespezialist Ströer.
Daimler beliefert Nissan noch 2010
Der Autobauer Daimler will noch im laufenden Jahr mit der Motoren-Belieferung des Partners Nissan beginnen. Dabei werden die Stuttgarter laut Spiegel jährlich rund 50.000 Vier- und Sechs-Zylindermotoren an die Allianzpartner Renault-Nissan verkaufen. Die Partner hatten im Frühjahr ein umfangreiches Abkommen zur Zusammenarbeit getroffen.
Geschäft bei Deutscher Börse zieht an
Beim Börsenbetreiber Deutsche Börse stieg der Wert des im Kundenauftrag verwahrten Vermögens um drei Prozent auf 10,9 Billionen Euro, nach 10,5 Bio. Euro im Vorjahresmonat. Hierbei wurde für die von Clearstream im Rahmen des internationalen Geschäfts verwahrten Wertpapiere ein Anstieg von acht Prozent auf 5,9 Billionen Euro verzeichnet. Allerdings musste man bei den inländischen Wertpapieren einen Rückgang von zwei Prozent auf 5,0 Billionen Euro hinnehmen. Die internationalen Abwicklungstransaktionen verzeichneten hingegen einen Anstieg von 17 Prozent auf 2,73 Millionen. Die Zahl der Abwicklungstransaktionen auf dem deutschen Inlandsmarkt lag bei vier Prozent höher bei 6,00 Millionen.
Lufthansa will Dividende zahlen
Lufthansa-Finanzvorstand Stephan Gemkow hat gegenüber der Börsen-Zeitung erklärt, dass die Kranich-Airline im laufenden Jahr wieder eine Dividende ausschütten möchte. Im Vorjahr sind die Anteilseigner leer ausgegangen. Im Hinblick auf die Luftverkehrssteuer erläuterte Gemkow, dass der Konzern diese Abgabe an die Kunden weiterleiten müsse. Eine Kapitalerhöhung sei hingegen angesichts der guten Liquidität nicht geplant.
E.on und RWE nach Atomkonzept im Blickpunkt
Die Aktien der Energieversorger E.on und RWE rücken in den Fokus, nachdem sich die Spitzen von Union und FDP am Wochenende auf ein gemeinsames Konzept in der Atomdebatte geeinigt haben. Demnach sollen sowohl die Laufzeitverlängerung als auch die Brennelementesteuer kommen. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll die Laufzeit der Atomkraftwerke um durchschnittlich zwölf Jahre verlängert werden. Jüngere Kraftwerke ab dem Baujahr 1980 sollen dabei sogar 14 Jahre länger laufen als bisher geplant, ältere Meiler dagegen nur acht Jahre. Auch die umstrittene Brennelementesteuer wird kommen. Sie soll allerdings nur auf sechs Jahre befristet erhoben werden. Die einzige offene Frage ist damit wohl nur noch, ob die Laufzeitverlängerung auch vom Bundesrat, in dem die schwarz-gelbe Koalition derzeit keine Mehrheit hat, genehmigt werden muss.
Stellenabbau bei Postbank im Plan
Der Stellenabbau bei der Deutschen Postbank läuft planmäßig. Wie der Firmenlenker Stefan Jütte mitteilte, wolle der Konzern bis 2012 insgesamt rund 2.000 Stellen streichen. Dieses Jahr fallen rund 700 Arbeitsplätze weg. Damit sei die Postbank gut im Plan, so Jütte. Es werde keine Kündigungen geben, stattdessen werde der Personalabbau sozialverträglich gestaltet. Zudem zeigte sich Jütte zuversichtlich, dass die Postbank auch bei einer stärkeren Übernahme durch die Deutsche Bank AG eine eigenständige Marke bleibt. "Wir sind als die Bank fürs Wesentliche positioniert, und als eigenständige Marke bleiben wir erhalten, auch wenn die Deutsche Bank ihren Anteil weiter aufstockt".
Stahltitel kündigen Preiserhöhung an
Die deutschen Stahltitel wie ThyssenKrupp, Salzgitter und Klöckner & Co (KlöCo) stehen am Montag im Blickpunkt des Interesses. Einem Bericht des Handelsblatts zufolge erwägen die führenden deutschen Stahlhersteller eine abermalige Anhebung der Stahlpreise, nachdem zuvor ArcelorMittal eine Preiserhöhung für das wichtige Vorprodukt Warmbreitband von fünf Prozent auf rund 620 Euro je Tonne angekündigt hat.