Steffen Eidam
Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Mittwoch schwächer in den Handel starten. Händler taxieren den DAX rund 0,3 Prozent tiefer bei 6.101 Punkten. Belastend dürften sich vor allem die negativen Vorgaben aus Übersee und Asien auswirken. An der Wall Street kehrte am Dienstag nach dem langen Wochenende Katerstimmung ein, der Dow Jones schloss letztlich 0,8 Prozent tiefer. Im Fokus stehen heute vor allem die US-Immobiliendaten sowie neue Zahlen aus angeschlagenen europäischen Ländern wie Portugal
Außenhandel kühlt sich ab
Der deutsche Außenhandel hat im Juli etwas an Dynamik verloren. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sanken die Ausfuhren im Juli im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Prozent. Die Einfuhren gingen sogar um 2,2 Prozent. Im Vormonat hatten sich kräftige Zuwächse von 3,7 Prozent (Exporte) und 1,6 Prozent (Importe) ergeben.Auf Jahressicht ergaben sich im Juli aber immer noch deutliche Zuwächse bei den Exporten (plus 18,7 Prozent) und bei den Importen (plus 24,9 Prozent). Die Außenhandelsbilanz schloss im Juli mit einem Überschuss von 13,5 Milliarden Euro ab.
Bayer siegt vor US-Gericht
Ein US-Gericht hat den Einspruch einer Gruppe von Arzneimittelhändlern gegen den Pharmakonzern Bayer abgeschmettert. Demnach hat der Court seine Entscheidung zur Rechtmäßigkeit von Patentvergleichen zwischen Medikamenten- und Generikaherstellern bestätigt. Bereits im April hatte das Gericht eine Vereinbarung zwischen dem DAX-Konzern und dem US-Generikahersteller Barr Pharmaceuticals für gültig erklärt. Die Arzneimittelhändler können sich nun an den Supreme Court der USA wenden.
Übernahmekampf könnte K+S beflügeln
Der K+S-Konzern könnten vom Übernahmekampf in der Düngemittelbranche profitieren. Branchenprimus Potash wird offensichtlich nicht nur vom australischen Bergbaukonzern BHP Billiton Ziel umworben (ein erstes Angebot hat Potash bereits abgelehnt), sondern auch von Sinochem. Die Chinesen könnten sich als sogenannter "weißer Ritter" in den Kampf einmischen. Der staatliche chinesische Ölkonzern möchte sich offenbar mit Singapurs Staatsfonds Temasek Holdings Pte zusammenschließen und das BHP-Gebot übertrumpfen.
Repower hofft auf neuen Auftrag
Der Windenergie-Spezialist Repower will an der Kostenschraube drehen. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sagte der neue Firmenlenker Andreas Nauen: 'An guten Standorten erzielen wir schon den Durchschnittspreis der Leipziger Strombörse.' Allerdings sei die Windenergie in Deutschland zunächst weiter auf Subventionen angewiesen. Der Manager fürchtet dabei weder die Laufzeitverlängerung bei Atomkraftwerken noch die Konkurrenz aus China. Dort basiert etwa ein Drittel aller Anlagen auf Repower-Technologie. Aktuell befindet sich der Konzern in Verhandlungen mit einem potenziellen Auftraggeber aus Belgien.