Rekorde an den US-Märkten beflügeln die Phantasie der Anleger

Ning Wang

Dreistellige Zuwächse im Dow Jones ließen den Dow Jones auf den höchsten Stand von über drei Jahren steigen.

Arbeitslosenquote in den USA sank zum Freitag auf den tiefsten Stand seit Februar 2009.

Den Aufwärtstrend an den US-Aktienbörsen haben überraschend positive Konjunkturdaten am Freitag weiter beflügelt und verbesserten die Liquidität an der Wall Street. Der Dow Jones Industrial gewann in den ersten Handelsminuten um  rund 1Prozent und stieg zur Closing Bell sogar 157 Punkte auf 12.862 Zähler. Seit Jahresbeginn ist der Dow schon um fünf Prozent gestiegen und auch bei breiter gefassten S&P 500 legte am Freitag im Handelsverlauf  um 1,46 Prozent auf 1.345 Punkte zu. An der Technologiebörse Nasdaq rückte der Composite Index um 1,61 Prozent auf 2.906 Punkte vor, damit kletterte der Index auf ein Elf-Jahreshoch.

Positiv reagierten die Marktteilnehmer auf die Daten des Arbeitsministeriums. So ist die Arbeitslosenquote im Januar um 0,2 Prozent von 8,5 Prozent auf 8,3 Prozent gesunken, nachdem in den vergangenen fünf Monaten im Durschnitt 183.000 Jobs im Monat geschaffen wurden. Gleichzeitig revidierte das Arbeitsministerium die Zuwächse auf dem Arbeitsmarkt nach oben: so sind im Dezember 3.000 und im November sogar 57.000 Stellen mehr entstanden als zuletzt angenommen. Investoren all dies als Signal, dass die Erholung der US-Wirtschaft nicht mehr eine blutleere scheint, sondern die US-Konjunktur gerade durch die solange ersehnte Erholung am Arbeitsmarkt  gestützt werden könnte.

Die Rally an der Wall Street wurde zudem durch gute Vorgaben aus dem Dienstleistungssektor befeuert. Dort stieg die Nachfrage laut dem ISM stärker als erwartet auf 58,6 Prozent. Bei einem Wert über 50 Prozent sprechen die Experten von einer Expansion der Wirtschaft.

Finanztitel erhielten eine Verschnaupfspause und waren begehrt- bester Wert im Dow waren die Papiere der Bank of America, die sich zeitweise um rund 5 Prozent auf fast $ 8 pro Aktie verteuerten und damit auf den höchsten Stand seit September stiegen.

Tyson Food Papiere hielten sich trotz gemischter Quartalsbilanz zeitweise über 4 Prozent im Plus. Der weltgrößte Fleischproduzent hatte geringere Gewinneinbußen verkündet als Analysten es zuletzt befürchteten. Zudem ist die Nachfrage nach Schweinefleisch im Ausland stark angezogen und für das laufende Jahr 2012 erwartet der Konzern im Rindfleischsegment profitabel zu bleiben. Dort hatten die zuletzt gestiegenen Getreidekosten auf die Gewinnmargen gedrückt.  

Aber trotz Kursrally und grünen Vorzeichen an der Big Board der New York Stock Exchange gab es auch Verlierer. So büßten Papiere der Pharmakonzern Merck & Co im Handelsverlauf um rund 1 Prozent auf 38,08 Dollar ein. Grund waren die am Vortag vorgelegten Quartalszahlen, die die Anleger enttäuschten und Anteile an Merck daraufhin fallen ließen.

Auch der Goldpreis ( minus $31 auf $1,729 pro Feinunze) , sowie die Nachfrage nach US-Staatsanleihen fielen. Beide Anlagen gelten als besonders sicher in turbulenten Zeiten. Davon ist an der Wall Street zumindest am Freitag nicht die Rede gewesen und ein steigender Ölpreis sowie die gestiegenen Rendite US-Treasuries mit 30jähriger Laufzeit kletterten um 0,11 Prozentpunkte auf 3,11 Prozent untermauerten die Zuversicht, dass die US-Wirtschaft auf dem Weg der Genesung scheint.

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