Rabenschwarzer Tag für den DAX: Außerdem Aareal Bank, Augusta, Daimler, E.on, Lufthansa, Nachtflugverbot und Rheinmetall im Fokus
Die Talfahrt am deutschen Aktienmarkt hat sich am Mittwochnachmittag noch einmal verschärft. Zur Schlussglocke gibt der DAX fast drei Prozent auf 6.784 Punkte nach. Belastend wirkten sich ein schwacher ISM-Dienstleistungsindex in den USA aus. Der Index sank im März von 57,3 auf 56,0 Punkte. Am Vorabend hat die US-Notenbank mitgeteilt, auf weitere Maßnahmen zur geldpolitischen Lockerung zunächst zu verzichten. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) rechnet weiter mit einem schwachen Wachstum im Euroraum. Zudem brachte die Anleiheemission von Spanien nicht den erwünschten Erfolg.
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Aareal Bank verlängert mit Vorständen
Wolf Schumacher wird auch in Zukunft die Geschicke der Aareal Bank leiten. Der Aufsichtsrat hat den Vertrag des Vorstandsvorsitzenden ebenso verlängert wie das Mandat von Vorstandsmitglied Thomas Ortmanns. Beide Manager sollen bis zum 31. März 2018 im Amt bleiben. "Die Aareal Bank Gruppe hat sich in den vergangenen Jahren in einem sehr herausfordernden Marktumfeld exzellent entwickelt", erläuterte Aufsichtsratschef Hans W. Reich.
| Autobauer Deutsche Marken trumpfen in den USA auf |
| Commerzbank Kursziel gesenkt |
| DAX Die nächste Enttäuschung |
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Augusta vor Übernahme
Die niederländische TKH Group will die Augusta AG übernehmen. Das Übernahmeangebot beträgt 21,00 Euro je Augusta-Aktie. „TKH hatte uns anscheinend schon länger auf dem Radar. Die Niederländer sehen Synergien vor allem im Bereich Vision", so Augusta-Unternehmenssprecherin Stefanie Zimmermann gegenüber dem AKTIONÄR. Die TKH Group strebt mit ihrem Angebot eine Mindestannahmequote von 75 Prozent der ausstehenden Augusta-Aktien an.
Starker Jahresauftakt von Daimler
Der Autobauer Daimler blickt auf ein erfolgreiches erstes Quartal zurück. So konnte die Pkw-Tochter Mercedes-Benz Cars den Absatz um rund zwölf Prozent auf über 340.000 Stück ausbauen. Bei Daimler Trucks zog der Absatz sogar um 20 Prozent auf rund 107.000 Fahrzeuge an. Nach diesem starken Jahresauftakt zeigte sich das Management optimistisch, die angepeilten Jahresziele zu erreichen: "Unser Unternehmen ist auf dem Weg zur Bestform, aber noch nicht am Ziel", so Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche.
E.on erhöht Preise
Deutschlands größer Energieversorger E.on hat eine kräftige Preiserhöhungen angekündigt. Ab Juni müssen mehrere Millionen E.on-Kunden mehr bezahlen. Die Spanne für den Aufpreis reicht von 4,4 bis sieben Prozent.
Nachtflugverbot in Frankfurt bleibt
Die deutsche Luftfahrtbranche, allen voran die Lufthansa und Fraport, erleidet heute eine empfindliche Niederlage. Am größten deutschen Airport in Frankfurt/Main dürfen zum Schutz der Bürger Flugzeuge zwischen 23 Uhr und 5 Uhr weiterhin nicht starten. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte mit seinem Urteil heute die vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof verhängte vorläufige Zwangsruhe.
Lufthansa stellt Luftfracht auf den Prüfstand
"Heute ist ein Freudentag für unsere Wettbewerber", sagte der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, Christoph Franz, nachdem das Nachtflugverbot an Deutschlands größtem Luftfahrtdrehkreuz in Frankfurt/Main bestätigt wurde. "Wenn wir ein Viertel des Tages einen Weltflughafen schließen, werden ganz klar andere profitieren", sagte Franz. Als einen "Schlag ins Kontor für unser Unternehmen", bezeichnete Cargo-Vorstandschef Karl Ulrich Garnadt das Gerichtsurteil. "Wir haben sehr begrenzte Handlungsmöglichkeiten und können und werden den Standort nicht verlagern", sagte Garnadt. Die Lufthansa müsse nun den Flugplan den Umständen anpassen und die Strategie überdenken. Vor allem neue Investitionen stehen auf dem Prüfstand.
Rheinmetall forciert Pläne für IPO
Rheinmetall will seine Autozulieferersparte schnell an die Börse bringen. Bereits im Juni sollen Kreisen zufolge rund 50 Prozent von Kolbenschmidt Pierburg den Handel aufnehmen. Das Volumen schätzen Experten auf bis zu 550 Millionen Euro. Rheinmetall wollte sich hierzu aber nicht äußern. Das IPO war ursprünglich schon im November 2011 vorgesehen, wurde aufgrund der schwierigen Marktlage damals aber verschoben.
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