ASIEN: Hoffnung auf Notenbanken treibt die Aktienkurse
Gestützt von der Hoffnung auf neue Maßnahmen zur Lösung der europäischen Schuldenkrise setzen die asiatischen Aktienbörsen am Montag ihren Aufwärtstrend der Vorwoche fort. Nachdem der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, in der vergangenen Woche angekündigt hatte, "alles Erforderliche" zu tun, um den Euro zu retten, haben am Wochenende Politiker der größten Länder der Eurozone mit gemeinsamen Bekenntnissen zur Gemeinschaftswährung für weitere Beruhigung in Sachen Eurokrise gesorgt. So versicherten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der italienische Ministerpräsident Mario Monti, "alles zu tun, um die Eurozone zu schützen". Bereits am Freitag hatten die Bundeskanzlerin und der französische Präsident Francois Hollande ähnliche Kommentare abgegeben.
Im Vorfeld der Notenbanksitzungen der Federal Reserve und der EZB in dieser Woche nähren diese Aussagen an den Finanzmärkten Spekulationen über weitere monetäre Lockerungen und Anleihekäufe der EZB von Staaten der Euro-Peripherie. Vor allem die Aktien von Banken profitieren, aber auch Rohstoffwerte und die Papiere von auf den europäischen Markt ausgerichteten Exportunternehmen sind gesucht.
In Tokio gewinnt der Nikkei 0,7 Prozent auf 8.624 Punkte, für den Kospi in Seoul geht es um 0,8 Prozent aufwärts, genauso wie für den australischen S&P/ASX 200. Allein die chinesischen Festlandbörse in Schanghai zeigt sich gegen den Trend der Region mit einem knappen Minus. Händler sprechen hier von Gewinnmitnahmen und fehlenden Impulsen.
"Die Erwartungen für die Ankündigung neuer Maßnahmen steigen im Vorfeld der Notenbanksitzungen in den USA, der Eurozone und Großbritannien in dieser Woche deutlich an", kommentiert Mitul Kotecha von der Credit Agricole die positive Marktstimmung. Tim Schroeders von Pengana Capital in Australien stimmt zu: "Es werden hohe Erwartungen an Antworten der EZB und der Federal Reserve gesetzt."
Nach Medienberichten planen EZB und die Euro-Staaten eine konzertierte Aktion zum Kauf spanischer und italienischer Staatsanleihen. Die Zeitung Le Monde berichtete ohne Angabe von Quellen, EZB und Euro-Rettungsfonds EFSF wollten ab September Anleihen dieser Staaten kaufen. Voraussetzung für Staatsanleihekäufe des Rettungsfonds sei jedoch ein Hilfsantrag Spaniens.
Im Bankensektor steigen in Hongkong die schwergewichteten Aktien der HSBC um 1,4 Prozent. Am japanischen Markt legen Nomura Holdings um 1,5 Prozent zu und Daiwa Securities um 2,1 Prozent, während es für die Anteilsscheine der Commonwealth Bank of Australia in Sydney um 2,5 Prozent nach oben geht.
Gesucht sind zudem die Aktien aus den Rohstoff- und Metallsektoren. So gewinnen die Papiere der beiden australischen Minenkonzerne BHP Billiton und Rio Tinto jeweils rund 0,6 Prozent. In Hongkong verteuern sich Jiangxi Copper um 1,4 Prozent und Aluminum Corp of China um 1,6 Prozent.
Unter den Einzelwerten springen die Aktien von Fujifilm Holdings in Tokio um 6,4 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen mit den am Freitag nachbörslichen vorgelegten Quartalszahlen die Schätzungen von Analysten übertroffen hat.
Die Titel des Technologiekonzerns Fujitsu brechen indes um 12,5 Prozent ein. Das Unternehmen hatte einen größer als befürchtet ausgefallenen Verlust für das abgelaufene Quartal vermeldet. Um 3 Prozent abwärts geht es in Tokio für die Aktien von Komatsu. Laut einem Bericht der Zeitung Nikkei steht dem Maschinenbauer wegen eines schwächelnden China-Geschäfts der erste operative Gewinnrückgang seit zehn Quartalen ins Haus.
=== INDEX Stand +- in % Handelsende aktuell (MESZ) S&P/ASX 200 (Sydney) 4.249,20 +0,94% 08.00 Nikkei-225 (Tokio) 8.626,72 +0,70% 08.00 Kospi (Seoul) 1.843,45 +0,78% 08.00 Shanghai-Composite (Schanghai) 2.125,95 -0,13% 09.00 Hang-Seng-Index (Hongkong) 19.568,86 +1,52% 10.00 Straits-Times (Singapur) 3.026,83 +0,95% 11.00 DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Fr, 10.00 Uhr EUR/USD 1,2288 -0,1% 1,2302 1,2276 EUR/JPY 96,3105 -0,3% 96,5584 96,0622 USD/JPY 78,3670 -0,2% 78,4850 78,2640 USD/KRW 1138,6100 -0,7% 1138,6100 1138,6500 USD/CNY 6,3809 -0,1% 6,3809 6,3776 AUD/USD 1,0461 -0,1% 1,0477 1,0421 === Kontakt zum Autorin: maerkte.de@dowjones.com G/N/kko/flf
(END) Dow Jones Newswires
July 30, 2012 01:01 ET (05:01 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Der britisch-australische Bergbaukonzern BHP Billiton hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 35 Prozent weniger verdient. Die Experten hatten mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Die Aktie bleibt ein Basisinvestment im Rohstoffsektor. ...mehr |
Platow Emerging Markets vergleicht die Anlagechancen bei Engagements in Rio Tinto und BHP Billiton. Börse Online erwarten steigende Aktienkurse von K+S. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots....mehr |
Börse.de sieht bald ein Potenzial von 145 Prozent für die Aktie von BHP Billiton. Der Aktionärsbrief beschäftigt sich mit Volkswagen, BMW und Grammer. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots....mehr |
Der Anlegerbrief performaxx sieht eine kurzfristige Tradingchance bei Intel und stellt ein passendes Derivat vor. Der Zürcher Finanzbrief beschäftigt sich mit der Commerzbank, der Deutschen Bank, Unicredit und anderen europäischen Banken. ...mehr |
Der Austria Börsenbrief Rohstoffe schwärmt von BHP Billiton und stellt ein passendes Zertifikat für konservative Anleger vor. Aktien-Strategie beschäftigt sich mit Q-Cells und der Dr. Hönle AG. Zudem gibt es eine Änderung in einem Musterdepot....mehr |






















