Steffen Eidam
Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Mittwoch mit einem leichten Plus in den Handel starten. Händler taxieren den DAX vorbörslich rund 0,3 Prozent höher bei 5.942 Punkten. Positive Signale kommen am Mittwoch aus Asien, wo sich die Märkte größtenteils von ihren Vortagesverlusten erholen konnten. An der Wall Street ließen sich die Anleger trotz einer Reihe von ermutigenden Konjunkturdaten nicht aus der Reserve locken - der Dow Jones tendierte nahezu unverändert.
Air Berlin legt Tarifkonflikt bei
Die Fluggesellschaft Air Berlin hat einen Durchbruch im seit Monaten schwelenden Tarifkonflikt erzielt. Nach Angaben des Unternehmens konnte somit ein angedrohter Pilotenstreik abgewendet werden. Mit dem neuen Manteltarifvertrag soll eine schrittweise Angleichung "wesentlicher Arbeitsbedingungen" der Air Berlin-Piloten an das Niveau der Tochtergesellschaft LTU bis 2013 erfolgen. Dabei gehe es in erster Linie um Urlaubsansprüche und der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
Einzelhandelsumsatz überraschend gesunken
Im deutschen Einzelhandel ist noch kein nachhaltiger Aufschwung erkennbar. So sanken im Juli die Umsätze des Einzelhandels auf Monatssicht real um 0,3 Prozent gesunken. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, konnten die Markterwartungen (plus 0,5 Prozent) somit nicht erfüllt werden. Immerhin zeigte sich im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung um 0,8 Prozent, wobei Experten mit 1,2 Prozent einen höheren Zuwachs erwartet hatten. Nominal lag das Plus bei 2,4 Prozent.
BMW und RWE im Fokus
Die Aktien von BMW und RWE rücken in den Blickpunkt der Anleger. Nach Angaben des Index-Anbieters Stoxx Ltd. wird der Autobauer ab dem 20. September in den europäischen Leitindex EuroStoxx 50 aufrücken und dort den niederländischen Versicherer Aegon verdrängen. Der Versorger RWE muss dagegen den Stoxx Europe 50 verlassen.
TUI erwägt Komplettübernahme von TUI Travel
Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland, peilt der Aufsichtsrat des Reisekonzerns TUI die Komplettübernahme der britischen Tochter TUI Travel an. Dabei soll auch die Option eines Aktientauschs geprüft werden. TUI hält zurzeit 57,5 Prozent an dem britischen Unternehmen. Am Donnerstag kommender Woche sollen dem Aufsichtsrat zudem verschiedene Möglichkeiten für die Verwertung von Hapag-Lloyd präsentiert werden. Konzernchef Frenzel möchte TUI zum reinen Touristikkonzern umbauen.