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Leichter Aufwind im DAX erwartet – GfK-Konsumklima steigt überraschend: Außerdem Allianz, Munich Re und RWE im Fokus

Steffen Eidam

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Der deutsche Aktienmarkt dürfte nach dem kräftigen Minus zum Wochenauftakt mit leichten Aufschlägen in den Handel starten. Die Euro-Krise schlägt auch in den Vereinigten Staaten hohe Wellen. So hat US-Präsident Barack Obama den griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras aufgefordert, sich bei der Bewältigung der Finanzprobleme des hoch verschuldeten Euro-Landes mit den internationalen Geldgebern abzustimmen. Auch mit dem italienischen Premier Mario Monti hat Obama in einer Telefonkonferenz über die Wirtschaftslage in Europa diskutiert. Im Tagesverlauf richten sich die Blicke neben der Situation in den hochverschuldeten Euroländern auf das US-Verbrauchervertrauen.

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Allianz-Tochter peilt Kostensenkungen an

Die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors (AGI) will im laufenden Jahr die Gesamtkosten in Europa um vier Prozent senken. Aus gut informierten Kreisen hat das Handelsblatt erfahren, dass der Umstrukturierungsplan auch Einsparungen beim 1.700 Mitarbeiter umfassenden Personalstamm vorsieht. Darüber hinaus sollen die Abläufe vereinfacht und die Infrastruktur verbessert werde.




GfK-Konsumklima steigt leicht an

Das GfK-Konsumklima zeigt für den Monat Juli einen überraschenden Anstieg von 5,7 auf 5,8 Zähler gegenüber dem Vormonat auf. Volkswirte gingen zuvor von einem leichten Rückgang auf 5,6 Punkte aus. "Trotz gestiegener Konjunkturängste ist das Umfeld für die Konsumneigung nach wie vor günstig", hieß es von Seiten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Die Turbulenzen in Europa wirkten sich stark bei der Konjunkturerwartung aus: Der entsprechende Indikator ging um 16,6 Punkte auf 3 Zähler zurück.



Munich-Re-Tochter setzt auf das Ausland

Jochen Messemer, Vorstand für das internationale Geschäft bei der Munich-Re-Tochter Ergo, setzt verstärkt auf die Expansion ins Ausland: "Ich denke, wir können in drei bis fünf Jahren im Bestand einen Auslandsanteil von 30 Prozent erreichen", erklärte er gegenüber dem Handelsblatt. Im vergangenen Jahr lag die entsprechende Quote bei 21,4 Prozent (rund 4,3 Milliarden Euro). Einzig in der Türkei rechnet Messemer für 2012 und 2013 mit Verlusten, in allen anderen Auslandsdivisionen soll im laufenden Jahr ein Gewinn erzielt werden.

RWE sorgt sich um Energiewende

Der Energieversorger RWE wendet sich mit einem Brandbrief erneut an die Bundesregierung. Demnach besteht die akute Gefahr, dass das Ziel der Regierung, die Offshore-Wind-Kapazitäten bis 2020 auf eine Leistung von 7600 Megawatt auszubauen, "bei weitem verfehlt" werde. Der Ausbau der Windkraft, insbesondere der Offshore-Windparks, sei in Verzug. Der Stromriese nimmt die Verantwortlichen in die Pflicht, schnellstens die nötigen  Rahmenbedingungen zu schaffen.

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