Hoffnung für Q-Cells: Außerdem EZB, Grenkeleasing und Solar Millennium im Fokus
Nach den Kursgewinnen zum Wochenauftakt dürfte der DAX am Dienstag nahezu unverändert in den Handel starten. Experten gehen in der verkürzten Karwoche von geringen Umsätzen im deutschen Leitindex aus. Unterdessen rechnen die wenigsten Volkswirte mit einer Veränderung der Leitzinsen auf der morgigen Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). Vor dem Hintergrund steigender Ölpreise und angesichts einer zunehmenden Stabilisierung der Finanzmärkte dürfte es bis Jahresende kaum zu Zinssenkungen kommen. Im Tagesverlauf rücken neue Konjunkturdaten aus den USA, insbesondere die Industrieaufträge, in den Blickpunkt der Marktteilnehmer.
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Grenkeleasing wächst im Ausland
Der IT-Finanzierungsspezialist Grenkeleasing hat im ersten Quartal 2012 den Auslandsanteil seines Neugeschäfts um gut vier Prozent auf 65,2 Prozent ausgebaut. Das Volumen wuchs insgesamt (die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände und Factoringvolumen) um rund ein Viertel auf 238,9 Millionen Euro. Auf Jahressicht sieht sich das Unternehmen auf einem guten Weg, das angepeilte Wachstum in Höhe von 15 Prozent im Neugeschäft zu erreichen.
Unterstützung für Q-Cells
Das Land Sachsen-Anhalt könnte den angeschlagenen Solarkonzern Q-Cells mit einer Finanzspritze vor dem drohenden Aus retten. "Wenn es bei Q-Cells die Chance zur Restrukturierung gibt, sollte man sie nutzen", erklärte der Finanzminister des Bundeslandes Jens Bullerjahn. Gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung signalisierte der Politiker grundsätzlich Gesprächsbereitschaft, was mögliche Hilfen angeht. Diese könnten aus Förderungen, steuerlichen Aspekten oder auch Bürgschaften bestehen.
Claassen verklagt Solar Millennium
Der ehemalige Chef der insolventen Solar Millennium, Utz Claassen, verklagt das Unternehmen auf Schadenersatz in Höhe von 265 Millionen US-Dollar. Obwohl Claassen nach nur 74 Tagen vom Amt des Vorstandsvorsitzenden beim Erlanger Solarprojektierer zurückgetreten ist, wird die horrende Summe derzeit in den USA geprüft. Der Manager wirft dem Konzern rufschädigende Äußerungen gegenüber Öffentlichkeit und Presse nach seinem Ausscheiden vor.
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